Sir Simon Rattle dirigiert Mahlers Symphonie Nr. 2

Sa, 30. Oktober 2010

Berliner Philharmoniker
Sir Simon Rattle

Rundfunkchor Berlin, Kate Royal, Magdalena Kožená

  • Arnold Schönberg
    Ein Überlebender aus Warschau op. 46 (9:28)

    Hanns Zischler Sprecher, Rundfunkchor Berlin, Simon Halsey Einstudierung

  • Gustav Mahler
    Symphonie Nr. 2 c-Moll (01:37:32)

    Kate Royal Sopran, Magdalena Kožená Mezzosopran

  • kostenlos

    Eine Einführung von Simon Halsey (13:12)

Gustav Mahlers Zweite Symphonie ist für die Geschichte der Berliner Philharmoniker von spezieller Bedeutung. Mit diesem Orchester führte Mahler sein Werk 1895 erstmals auf. Zufrieden stellte er anschließend fest: »So über die Maßen gelang alles. ... Die Mitwirkenden waren so begeistert und so ergriffen, daß sie von selbst für alles den richtigen Ausdruck fanden.«

Auch in der Biographie Sir Simon Rattles hat die Symphonie einen Sonderplatz. Spätestens als 1987 Rattles Aufnahme des Werks mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra erschien, war unübersehbar: Hier betritt ein außerordentliches Talent die Szene. Die Zeitschrift Gramophone schrieb damals: »Was nun Rattles Interpretation betrifft, so ist hier nur ein Vergleich mit solchen Mahler-Giganten wie Bruno Walter und Otto Klemperer ... möglich. Denn wir haben es hier mit einem Dirigat zu tun, das dem Genie nahekommt, mit Erkenntnissen und Eingebungen, die sich den üblichen Maßstäben entziehen.«

Die Symphonie ist ein Werk voller Kraft und Leben. Zwar kreist sie thematisch um Tod und Auferstehung - aber in eher abstrakter, sublimierter Form. Im Kontrast hierzu steht das zweite Werk des Abends, Arnold Schönbergs Ein Überlebender aus Warschau von 1947. Hier erhält der Tod eine konkrete, kaum erträgliche Gestalt, wenn ein Sprecher in einem schonungslosen Augenzeugenbericht die Massaker im Warschauer Ghetto schildert. 

 

Überleben, über das Leben hinaus

Glaubensbekenntnisse in Werken von Gustav Mahler und Arnold Schönberg

1933 musste Arnold Schönberg seine Professur an der Berliner Akademie der Künste aufgeben, emigrierte in die USA und kehrte noch auf dem Weg dorthin – in Paris – formell zum jüdischen Glauben zurück. 1898 war Schönberg zum Protestantismus konvertiert, hatte sich aber noch vor dem Ersten Weltkrieg wieder mit dem Judentum auseinandergesetzt und Werke von geradezu alttestamentarischer Wucht konzipiert. Nun entschied sich Schönberg sogar, seine »bisherige Tätigkeit als Komponist, Schriftsteller, Musiktheoretiker u.s.w. aufzugeben und hinfort nur mehr Eines zu tun: für die Errettung des Judentums arbeiten«. Einer müsse »Beauftragter des ganzen Judentums sein. Vielleicht werde ich dieser Mann sein. Ich biete mich an«. Doch Schönbergs Aktivitäten verliefen im Sande, auch wegen der nicht ganz unberechtigten Kritik Thomas Manns: In einem Brief vom Januar 1939 hielt er dem politisierenden Komponisten »eine oft etwas gewalttätige Allüre« vor, »die ja ohne Zweifel ein wenig ins Faschistische fällt«.

Auge um Auge, Zahl um Zahl: Ein Überlebender aus Warschau von Arnold Schönberg

Mehr erreichte Schönberg durch seine Musik: Je apokalyptischer die Berichte ausfielen, die aus Europa in sein kalifornisches Exil drangen, desto rascher flossen ihm neue Werke aus der Feder. 1947 entstand in sechs Wochen A Survivor from Warsaw op. 46 (Ein Überlebender aus Warschau). Obwohl das rund 7-minütige, sperrig besetzte Werk nicht leicht in gewöhnliche Konzertformen einzubinden ist, wurde es zum Fanal, in dem Luigi Nono »das ästhetische musikalische Manifest unserer Epoche« erkannte.

Vor dem Hintergrund eines grellen Trompetensignals und lautmalerischer »col legno battuto«-Begleitung durch die Streicher wird hier – in Schönbergs eigenem, auf Augenzeugenberichten beruhendem Text – vom Warschauer Getto erzählt, vom Auseinanderreißen jüdischer Familien, vom Abtransport in die Gaskammer, vom Abzählen der Opfer unter der Befehlsgewalt eines Feldwebels, dem Schönberg auch in der englischen Originalfassung einen vulgären märkischen Dialekt in den Mund gelegt hat. Wenn der Sprecher verstummt, hebt sich von den beklemmenden Orchesterklängen mit überlegener Ruhe der zwölftönig komponierte Männerchor ab, der das hebräische Glaubensbekenntnis »Shem’a Yisroel« deklamiert; Überhöhung der eigenen Rückwendung zum Judentum, wie aus einem Brief Schönbergs hervorgeht: »Alle diese Menschen, die womöglich über Jahre hinweg vergessen haben, dass sie Juden sind, blicken plötzlich dem Tod ins Angesicht und erinnern sich, wer sie sind.«

»Ich lasse dich nicht, du segnetest mich denn«: Gustav Mahlers Symphonie Nr. 2 c-Moll Auferstehung

Wenige Todesfälle dürften Schönberg so erschüttert haben wie der Gustav Mahlers. Der einstige Direktor der Wiener Hofoper war vor allem wegen seines bedingungslosen Ethos das Idol der jungen Wiener Komponisten. Nach Mahlers Beisetzung hielt Schönberg – wie so oft in den Jahren um 1910 – seine Eindrücke zunächst in einem Gemälde fest: Das Begräbnis von Gustav Mahler zeigt vor düsterem, sturmbewegtem Himmel einen hellen Hügel und ein leeres Grab, schemenhaft gesäumt von Menschen; der Gedanke an Golgatha liegt nahe. Später setzte sich Schönberg in einem anderen Bild tatsächlich mit Golgatha auseinander und malte die Christus-Vision, die wie ein Gegenstück wirkt: Der leuchtende Körper, seinem Grab entwachsend, scheint jene Mitte zu bilden, die dem Begräbnis von Gustav Mahler fehlt. Strahlt hier das Urlicht, von dem Mahler in seiner vielleicht eigentümlichsten Schöpfung kündet? Dieser kurze vierte Satz der Zweiten Symphonie ist merkwürdig nicht nur, weil darin der Meteorit der menschlichen Stimme seinen Wiedereintritt in die symphonische Atmosphäre vollzieht. Sondern auch, weil sich hinter dem gewaltigen Titel Urlicht keine weltumspannende Offenbarung verbirgt. Stattdessen ertönt die schlichte Stimme der gläubigen Seele, die in einem Text aus der Sammlung Des Knaben Wunderhorn beharrlich nach Gott sucht.

Tatsächlich zielte Mahler mit der Zweiten Symphonie auf das große Ganze, stets begleitete der Ruf des Außergewöhnlichen dieses Werk, an dem Mahler über einen Zeitraum von sechs Jahren gearbeitet hatte. Zunächst war der erste Satz als selbständige Tondichtung vollendet; Mahler nannte sie Todtenfeier und griff damit ein Epos des polnischen Dichters Adam Mickiewicz auf. Schon in diesem Stadium stand das Werk den Berliner Philharmonikern nahe, ließ sich doch deren Chefdirigent Hans von Bülow die Todtenfeier von Mahler am Klavier vorspielen – dann, so Mahler, »geriet er in nervöses Entsetzen und erklärte, daß Tristan gegen mein Stück eine Haydnsche Symphonie ist, und gebärdete sich wie ein Verrückter«. Vielleicht ahnte Bülow, dass dieser Satz nur der Auftakt einer symphonischen Entwicklung war, die der Komponist selbst kaum in den Griff bekam. Merkwürdigerweise fand Mahler die Lösung 1894 in der Hamburger Michaeliskirche während des Trauergottesdienstes für den verstorbenen Bülow: »Da intonierte der Chor von der Orgel den Klopstock-Choral ›Aufersteh’n!‹ – Wie ein Blitz traf mich dies und alles stand ganz klar und deutlich vor meiner Seele!«

Also schrieb Mahler über Klopstocks geistliches Gedicht (mit eigenen Ergänzungen) ein Chorfinale. Nach einer weit ausholenden Durchführung mit Rückgriffen auf den ersten Satz brechen Rufe der Hörner und Trompeten »aus weiter Entfernung« in das Finale hinein; die Flöten imitieren, metrisch frei, den Gesang der Vögel, schließlich raunt der Chor a cappella und im dreifachen Piano von der Gewissheit der Auferstehung – ein magischer Moment (Ges-Dur in f-Moll), dessen Wirkung sich auch der skeptische Theodor W. Adorno nicht entziehen konnte.

Ob Fluch oder Segen: Diese Symphonie gehört in die Programm-musikalische Sphäre und ist mit der vorhergehenden Ersten verbunden. Es sei nämlich, schreibt Mahler, »der Held meiner D-dur-Symph[onie], den ich da zu Grabe trage, und dessen Leben ich, von einer höheren Warte aus, in einem reinen Spiegel auffange«. Obwohl sich Mahler bald von solchen Erläuterungen distanzierte, hielt er im Falle der Zweiten Symphonie an seinen ursprünglichen Ideen fest: So werde im Finale das Jüngste Gericht durch die »Herrlichkeit Gottes« überwunden – ein »allmächtiges Liebesgefühl durchleuchtet uns mit seligem Wissen und Sein«. Ausgangspunkt ist der Tod eines geliebten Menschen (erster Satz), gefolgt im Andante von einem »seligen Augenblick aus dem Leben dieses theueren Todten«. Ab dem Scherzo (dritter Satz) tritt das vokale Element stufenweise hinzu: Erst wird ein Lied instrumental paraphrasiert (Mahlers Wunderhorn-Vertonung von Des heiligen Antonius’ Fischpredigt steht in diesem heterogenen Satz für »das Gewühl der Erscheinungen« und die Verzweiflung an Gott). Dreh- und Angelpunkt zwischen diesem »Lied ohne Worte« und dem Chor-Finale ist das Alt-Solo im vierten Satz, einer Orchesterfassung des Wunderhorn-Lieds Urlicht. Es endet in einem verklärenden Des-Dur und nimmt damit gestisch und harmonisch die letzten Takte von Mahlers Neunter Symphonie vorweg.

»Ohne jede Unterbrechung« folgt der fünfte Satz, und zwar – wie es ebenfalls in der Partitur heißt – »wild herausfahrend«. Nach einer wenig bekannten, von Schönbergs Schüler Egon Wellesz überlieferten Äußerung wollte Mahler hier »das Ringen Jakobs mit Gott darstellen«: »Ich lasse dich nicht, du segnetest mich denn.« Mahler war es an der Schwelle zum 20. Jahrhundert noch gegeben, Gottes Segen in einem grandiosen Schlusschor zu feiern. 50 Jahre später lässt Arnold Schönberg die Menschheit nach einem Gott tasten, den sie beinahe vergessen hätte.

Olaf Wilhelmer


Magdalena Kožená, in Brno (Brünn) geboren, studierte am dortigen Konservatorium sowie bei Eva Blahová in Bratislava. Die Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe (u. a. des Internationalen Mozartwettbewerbs in Salzburg 1995) erhielt erste Engagements an der Janáček-Oper Brno und beim Musikfestival »Prager Frühling«. Seither sang sie z. B. in Paris am Châtelet-Theater (die weibliche Titelrolle in Glucks Orphée et Eurydice), an der Opéra Comique und am Théâtre des Champs Élysées (Mélisande), an der Metropolitan Opera in New York (Varvara in Kátja Kabanová) sowie an der Staatsoper Unter den Linden in Inszenierungen des Rosenkavaliers und der Chabrier-Oper L’Étoile. Bekannt für ihre Interpretation von Mozartpartien (Cherubino, Idamante, Sesto, Zerlina), gastierte Magdalena Kožená bei renommierten Festivals wie in Edinburgh, Salzburg, Aldeburgh und an der Bayerischen Staatsoper München. Auch als Konzertsängerin und mit Liederabenden – begleitet von Pianisten wie Daniel Barenboim, Yefim Bronfman oder Mitsuko Uchida sowie führenden Orchestern und Dirigenten – feierte sie weltweit Erfolge. Von der französischen Regierung wurde Magdalena Kožená im Jahr 2003 mit dem Titel »Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres« geehrt; Gramophone wählte sie 2004 zur »Künstlerin des Jahres«. Als Solistin der Berliner Philharmoniker ist sie seit September 2003 wiederholt aufgetreten; in Berlin zuletzt im September unter der Leitung von Tomáš Netopil in Aufführungen von Martinůs Drei Fragmente aus der Oper Juliette. Am 1. November wird sie mit dem Ensemble Private Musicke in unserer Reihe Originalklang im Kammermusiksaal Werke des 17. Jahrhunderts aufführen.

Kate Royal, in London geboren und an der Guildhall School of Music and Drama sowie am National Opera Studio ausgebildet, gewann 2004 den Kathleen-Ferrier-Preis und 2007 den Young Artist Award der Royal Philharmonic Society. Mit Partien in Werken von Monteverdi, Mozart, Bizet, Britten und Adès war sie bislang u. a. auf den Opernbühnen in London, Glyndebourne, Madrid, Paris und Aix-en-Provence zu erleben. Als Konzertsolistin sang Kate Royal beispielsweise bei den BBC Proms, bei den Festspielen in Baden-Baden und beim Edinburgh Festival, beim Royal Liverpool Philharmonic und beim National Symphony Orchestra in Washington. Dabei hat sie unter anderem mit Dirigenten wie Sir Charles Mackerras, Sir Simon Rattle, Vasily Petrenko und Helmuth Rilling zusammengearbeitet. Hinzu kamen Liederabende in zahlreichen europäischen Ländern sowie in Nordamerika. Bei den Berliner Philharmonikern gab Kate Royal ihr Debüt Mitte Dezember 2007 in Konzerten mit Händels »Messiah« unter der Leitung von William Christie. Zuletzt trat sie mit ihnen im Februar 2009 unter Sir Simon Rattles Leitung in Schumanns Das Paradies und die Peri auf.

Der Rundfunkchor Berlin, 1925 gegründet, prägte unter Dirigenten wie George Szell, Hermann Scherchen, Otto Klemperer und Erich Kleiber musikalische Sternstunden der 1920er- und 1930er-Jahre. Nach dem Zweiten Weltkrieg machte er mit seinem Chefdirigenten Helmut Koch die Oratorien Händels erstmals in der Originalgestalt international bekannt. Dietrich Knothe (1982 – 1993) formte den Chor zu einem Präzisionsinstrument für schwierigste Literatur; Robin Gritton (1994 – 2001) bereicherte und verfeinerte die Farbpalette des Ensembles. Seit 2001 leitet Simon Halsey den Rundfunkchor Berlin. Er legt besonderes Gewicht auf die stilistisch und sprachlich perfekte, dabei lebendige und mitreißende Wiedergabe von Werken aller Epochen und Stile. Eine rege Aufnahmetätigkeit dokumentiert diese Arbeit: So erhielt die mit den Berliner Philharmonikern entstandene CD-Veröffentlichung von Strawinskys Psalmensymphonie unter der Leitung von Sir Simon Rattle den »Grammy Award« 2009 als beste Choraufnahme. Simon Halsey initiierte außerdem zahlreiche Projekte des Chores im Bildungs- und Erziehungsbereich, die interdisziplinäre Veranstaltungsreihe Broadening the Scope of Choral Music sowie einmal im Jahr ein großes Mitsingkonzert. Anfang Oktober 2010 lädt der Rundfunkchor Berlin erstmals junge professionelle Chordirigentinnen und -dirigenten zur Internationalen Meisterklasse Berlin ein. Das Vokalensemble ist Partner führender Orchester und Dirigenten in aller Welt; langjährige Kooperationen verbinden ihn mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Deutschen Symphonie-Orchester und den Berliner Philharmonikern. Bei ihnen gastierte der Rundfunkchor Berlin zuletzt im September in einer konzertanten Aufführung von Strawinskys Le Rossignol unter der Leitung von Pierre Boulez.

Hanns Zischler, in Nürnberg geboren, studierte Ethnologie, Philosophie, Musik und vergleichende Literaturwissenschaft in München und Berlin. Seit seinen Rollen in Wim Wenders Filmen Same Player Shoots Again (1968/1969) und Summer in the City (1969/1971) war er als Schauspieler in vielen Produktionen des »Neuen Deutschen Film« zu erleben und arbeitete u. a. gemeinsam mit Jean-Luc Godard, Claude Chabrol und Margarethe von Trotta. Daneben spielte er in verschiedenen deutschen Fernsehserien wie Tatort, Derrick und Die Männer vom K 3 mit. Von 1973 bis 1975 als Dramaturg an der Berliner Schaubühne tätig, arbeitete und inszenierte er später in eigener Regie u. a. in Basel und Karlsruhe. Neben seiner Schauspieltätigkeit ist Hanns Zischler auch als Übersetzer und Lektor sowie als Autor von Filmkritiken, Hörspielen und literarischen Essays bekannt. 1996 veröffentlichte er sein Buch Kafka geht ins Kino, das 1997 in Frankreich zum besten über Filme geschriebenen Buch des Jahres ausgezeichnet wurde. 2009 erhielt er von der Berliner Akademie der Künste den Heinrich-Mann-Preis für Essayistik. 2010 erschienen seine Bücher Aus der Nachwelt und Der Schmetterlingskoffer. Seit den neunziger Jahren arbeitet er außerdem als Sprecher und Autor mit verschiedenen Musikern und Ensembles, darunter Barbara Feldman, das ensemble recherche und die Bamberger Symphoniker. Gemeinsam mit den Berliner Philharmonikern tritt er nun erstmals auf.


EMISir Simon Rattle und Kate Royal treten in der Digital Concert Hall mit freundlicher Genehmigung von EMI Classics auf.

 

Magdalena Kožená tritt mit freundlicher Genehmigung von Deutsche Grammophon auf.

 

Mahler 2 'Resurrection' CD Cover

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