Christian Thielemann dirigiert Beethovens »Eroica«

Christian Thielemann dirigiert Beethovens »Eroica«

Berliner Philharmoniker
Christian Thielemann

  • Franz Liszt
    Orpheus, Symphonische Dichtung Nr. 4

  • Hans Werner Henze
    Sebastian im Traum für großes Orchester

  • Ludwig van Beethoven
    Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«

Drei Orchesterwerke, die auf gänzlich unterschiedliche Art und Weise Bezug auf literarische oder mythologische Figuren nehmen, hat Christian Thielemann auf das Programm dieser Konzerte der Berliner Philharmoniker gesetzt. Zum einen Hans Werner Henzes 2005 uraufgeführtes Orchesterstück Sebastian im Traum, das auf einem Gedicht von Georg Trakl basiert. Wie der Komponist selbst bemerkt, versucht seine Musik »den Spuren des Dichterwortes zu folgen (wie einer mit einer Film-Kamera den Ablauf von Vorgängen festzuhalten versucht oder wie ein anderer vielleicht die Mitteilungen von Inhalten mit-stenographiert)«. Das Stück, dem Henze den Untertitel Salzburger Nachtmusik gegeben hat, ist voll von Anspielungen »auf das bäurische Barock, auf Biblisches, auf das hölzerne Kruzifix, auf die Nähe des Todes, auf Mondlicht, auf Traklsche Abendsonaten«.

Zum anderen erklingen an diesen Konzertabenden zwei Werke, die sich auf die Sagenwelt der Antike berufen: Franz Liszts exakt 150 Jahre vor Henzes Komposition entstandene Symphonische Dichtung Orpheus sowie Ludwig van Beethovens Eroica, die von der Auseinandersetzung ihres Komponisten mit einer Symbolgestalt der europäischen Aufklärung zeugt: Prometheus. Nicht umsonst legte Beethoven dem Finale seiner ursprünglich »Bonaparte« betitelten Dritten Symphonie eine Melodie aus seiner 1801 uraufgeführten Ballettmusik Die Geschöpfe des Prometheus zugrunde: Denn – wie Johann Wolfgang von Goethe später bemerkte – brachte Napoleon der Menschheit »auch Licht: eine moralische Aufklärung«.

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