Bernard Haitink dirigiert Schubert und Schostakowitsch

Bernard Haitink dirigiert Schubert und Schostakowitsch

Berliner Philharmoniker
Bernard Haitink

  • Franz Schubert
    Symphonie Nr. 5 B-Dur D 485

  • Dmitri Schostakowitsch
    Symphonie Nr. 15 A-Dur op. 141

Nach einem reinen Beethoven-Programm im März 2015 dirigiert Bernard Haitink, seit mehr als 50 Jahren geschätzter Gastdirigent der Berliner Philharmoniker, nun zwei Werke, die er bislang noch nie mit dem Orchester aufgeführt hat: Franz Schuberts Fünfte Symphonie B-Dur und Dmitri Schostakowitschs Symphonie Nr. 15 A-Dur.

Aufbruch und Schlusspunkt – so könnte das Motto des Abends lauten. Denn die im Herbst 1816 entstandene B-Dur-Symphonie des 19-jährigen Schuberts gehört zu jenen Jugendsymphonien, in denen der Komponist dem überlieferten Formmodell Haydns und Mozarts folgt. Die tändelnde Leichtigkeit der Themen, das muntere Dialogisieren der instrumentalen Gruppen und der transparente Orchestersatz besitzen unüberhörbar mozartschen Charakter. Doch die oftmals überraschenden harmonischen Rückungen lassen bereits Schuberts romantische Klangästhetik erkennen.

Licht und heiter wirkt auch Schostakowitschs Symphonie Nr. 15, die letzte, die der russische Komponist geschrieben hat. Doch die Heiterkeit ist nur vordergründig. Schostakowitsch arbeitet mit ironischen Brechungen und Mehrdeutigkeiten, verwendet eigene und fremde Zitate, beispielsweise aus Rossinis Wilhelm Tell-Ouvertüre oder Wagners Walküre, benutzt Zwölftonreihen, die nicht als solche gehört werden, und schafft somit ein musikalisches Vexierbild, ein subtiles Geflecht an tiefsinnigen symbolischen Beziehungen.Mit dieser Symphonie – so heißt es – habe Schostakowitsch seine musikalische Autobiografie hinterlassen.

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