FamilienWEIHNACHTSKONZERT – O TannenBRASS!

FamilienWEIHNACHTSKONZERT – O Tannen<em>BRASS!</em>

Blechbläserensemble der Berliner Philharmoniker

Franz Schindlbeck, Blue Wuhle Kids Band der Schule an der Wuhlheide

  • O TannenBRASS!

    Franz Schindlbeck Schlagzeug, Blue Wuhle Kids Band der Schule an der Wuhlheide, Sarah Willis ModerationKonzeption

Dieses Konzert ist die richtige Einstimmung zur Weihnachtszeit für die ganze Familie! Alle Jahre wieder bringt die Hornistin Sarah Willis zusammen mit ihren Kollegen die Kinderaugen zum Leuchten. In diesem Jahr werden die Blechbläser des Orchesters für die besondere Stimmung im Saal sorgen. Schlagzeuger Franz Schindlbeck, der sich schon immer besonders gut mit den Blechbläsern verstanden hat, bringt noch mehr rhythmischen Schwung hinein. Bei dem vielfältigen Programm sind Groß und Klein eingeladen mitzumachen und, unterstützt von der Blue Wuhle Kids Band, die Philharmonie zum Klingen zu bringen. Die Frage ist nur: Wer gibt hier eigentlich am Ende den Ton an? Mal sehen, wem als erstes die Puste ausgeht ...

Mit ihrem Education-Programm möchten die Berliner Philharmoniker ihre Arbeit und ihre Musik einem möglichst breiten Publikum zugänglich machen. Ermöglicht wird diese Initiative von der Deutschen Bank.

O TannenBRASS!

Das FamilienWEIHNACHTSKONZERT mit Sarah Willis

O Tannenbaum!!

LEHRER: So, dann lasst uns mal singen: O Tannenbaum, o Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter!

CARLA: Halt, halt, halt!

LEHRER: Aber was ist denn, Carla?

CARLA: Warum denn Blätter? Das sind doch Nadeln, darum heißt die Tanne doch Nadelbaum!

LEHRER: Da hast du recht. Die Nadeln der Nadelbäume sind allerdings einfach besonders schmale, spitze Blätter und viel widerstandsfähiger als beispielsweise ein Lindenblatt. Das ist wichtig, denn Nadelbäume wachsen meist in besonders kalten und trockenen Gegenden.

CARLA: Aber warum gibt es überhaupt einen Weihnachtsbaum? Stand da einer in dem Stall, in dem das Christkind geboren wurde?

LEHRER: Nein, das nicht. Aber der Tannenbaum hat auch eine Bedeutung, die mit Weihnachten gar nichts zu tun hat. Wie geht es denn weiter in dem Lied?

CARLA: Du grünst nicht nur zur Sommerzeit, nein, auch im Winter, wenn es schneit.

LEHRER: Genau! Der immergrüne Tannenbaum schenkt den Menschen Freude im kalten, dunklen Winter, wenn sonst nichts blüht und wächst. Vielleicht hast du schon einmal gehört, dass Grün die Farbe der Hoffnung ist? Der Tannenbaum macht Hoffnung auf den Frühling. Darum heißt es in der dritten Strophe auch: Die Hoffnung und Beständigkeit gibt Trost und Kraft zu jeder Zeit.

CARLA: Und warum hat man dann den Tannenbaum nur zu Weihnachten und nicht den ganzen Winter lang?

LEHRER: Also, lange bevor es Weihnachten gab, haben die Menschen immergrüne Zweige wie die von Tannen den ganzen Winter über bei sich zu Hause gehabt. Im frühen Mittelalter, also vor über 1.000 Jahren, begannen die Menschen damit, zu feierlichen Anlässen Bäume zu schmücken. Hast du schon mal einen Maibaum gesehen? Der sieht zwar anders aus, ist aber auch ein dekorierter Festtagsbaum.

CARLA: Ja, aber was ist denn nun mit dem Weihnachtsbaum?

LEHRER: Den kennt man erst seit etwa 500 Jahren. Damals gab es in Süddeutschland Leute, die zu Weihnachten eine Tanne aufstellten und sie mit Süßigkeiten, Nüssen und Äpfeln verzierten. Später kamen auch Kerzen hinzu.

CARLA: Und dann hatte plötzlich jeder einen Weihnachtsbaum?

LEHRER: Oh nein, ein Tannenbaum war früher etwas sehr Teures. Nur wenige, meistens reiche Leute, konnten sich so etwas leisten. Da aber auch die Ärmeren gern Bäume haben wollten, gingen viele von ihnen einfach in die Wälder, um sie selbst zu schlagen. Das passte der Kirche so gar nicht, denn ihr gehörten damals diese Wälder überwiegend.

CARLA: Aber heute gibt es zu Weihnachten immer einen Tannenbaum bei uns in der Kirche!

LEHRER: Das liegt daran, dass auch die Geistlichen bald einsehen mussten, dass sie den Leuten ihren Weihnachtsbaum nicht ausreden konnten, und allmählich entwickelte er sich zu einem Brauch Mit der Zeit wurde auch der Schmuck immer prächtiger: Vor etwa 180 Jahren stellte man die ersten Christbaumkugeln aus Glas her und nur wenig später wurde das Lametta erfunden. Auf die Spitze setzte man nun einen Stern.

CARLA: Aber das ist wirklich weihnachtlich, denn einen Stern gab es in Bethlehem auch!

LEHRER: Genau! Und von Deutschland aus verbreitete sich dieser Brauch dann fast in die ganze Welt.

CARLA: Und seitdem singen alle:O Tannenbaum, oTannenbaum, du kannst mir sehr gefallen!

Mit Pauken und Trompeten!

Blechblasinstrumente gibt es bereits sehr lange, nämlich seit über 3.000 Jahren. Schon damals hatten sie ganz besondere Aufgaben. Bilder aus dieser Zeit zeigen, dass sie z. B. gespielt wurden, wenn Könige sich in der Öffentlichkeit zeigten, bei königlichen Hochzeitsfeiern oder dem Besuch eines Prinzen aus einer anderen Stadt, und auch dann, wenn die Soldaten in den Krieg zogen. Diese Aufgaben haben sich über die Jahrtausende und zum Teil sogar bis heute bewahrt. Das liegt vor allem daran, dass Blechblasinstrumente im Vergleich zu Streich- oder Holzblasinstrumenten zwei Dinge besonders gut können: Zuerst sind sie wunderbar dazu geeignet, draußen unter freiem Himmel gespielt zu werden. Blech ist ein robustes Material, das auch kalten Temperaturen und Regen trotzt, welche einem Holzblasinstrument schon schaden würden. Außerdem können Blechbläser besonders laut spielen! Dass heutzutage auf dem gelben Hintergrund des Post-Logos ein Horn zu sehen ist und nicht etwa eine Geige, hat damit zu tun. Auf Blechblasinstrumenten können sehr gut Signale gespielt werden, also solche Melodien, die man über weite Strecken hören muss, da sie etwas Wichtiges bedeuten. Zum Beispiel: »Achtung, hier kommt die Post!« oder »Die Jagd ist eröffnet!« Deshalb gab es früher nicht nur Posthörner, sondern auch Jagdhörner – diese werden sogar heute noch benutzt.

Doch nicht nur Hörner können musikalische Botschaften übermitteln, sondern auch Trompeten. Im Mittelalter, zur Zeit der Ritter, stand immer ein Trompeter auf dem Bergfried. Er hat zum Beispiel mit einem bestimmten Signal die Bewohner der Burg vor angreifenden Feinden gewarnt. Wenn im Krieg die Soldaten hunderte von Metern voneinander entfernt kämpften, riefen sie die Signale der Trompeter über den Lärm der Gefechte hinweg wieder zusammen.

Die zweite tolle Eigenschaft der Blechblasinstrumente ist ihr besonders schöner, strahlender Klang – der ist euch bestimmt auch schon aufgefallen, oder? »Das klingt ja wie Weihnachten«, sagte ein sechsjähriger Junge einmal, als er eine Gruppe von Blechbläsern mit einem Schlagzeuger spielen hörte. Und das mitten im Sommer! Aber es stimmt, dass Blechbläsermusik besonders gern zu festlichen Anlässen aufgeführt wird und man deshalb schnell an Weihnachten denkt, wenn sie erklingt. Habt ihr vielleicht schon einmal einen Posaunenchor in der Kirche gehört? Das klingt auch sehr feierlich! Vor rund 600 Jahren wurde der Beruf des Stadtpfeifers erfunden, den es heute aber gar nicht mehr gibt. Ein Stadtpfeifer musste verschiedene Instrumente beherrschen, darunter auch mehrere Blechblasinstrumente. Diese waren dann besonders gefragt, wenn für große, festliche Anlässe Musik benötigt wurde. Bei einem solchen Fest konnten es dann schon einmal mehr als 50 Bläser sein, die musizierten!

In der Kirchenmusik gab es eine ganz klare Regel: An normalen Tagen sollten Posaunen und Zinken (ein längliches Blasinstrument aus Holz) gespielt werden. Zu Feiertagen jedoch, besonders an Weihnachten, mussten es Pauken und Trompeten sein. Und deshalb sagt man auch heute noch: »Das war ein Fest mit Pauken und Trompeten«, um damit zum Ausdruck zu bringen, dass es besonders glanzvoll und prächtig war – eben wahrhaft königlich!

Die Blue Wuhle Kids Band

Wir sind die Blue Wuhle Kids
und wir sind wirklich mächtig stolz,
denn wir spielen große Hits
auf Blech, auf Fellen und auf Holz.

Flöten, Trommeln und Posaunen
kannst du hier bei uns bestaunen,
Klarinette, Horn und Bass,
machen auch so richtig Spaß!

Jeden Tag schon vor um Acht
wird bei uns Musik gemacht,
das ist lustig und macht munter
und den ganzen Schultag bunter!

Mit Musik lernt es sich gut
und mancher Auftritt gibt uns Mut.
Klatscht das Publikum dann laut,
kriegen wir ʼne Gänsehaut.

Obwohl wir ganz verschieden sind,
versteht sich bei uns jedes Kind,
denn uns verbindet eine Sprache:
die Musik, ʼne coole Sache!

Einmal kam die Polizei
als Blasorchester hier vorbei!
Die spielten für und mit uns allen –
das hat uns total gefallen.

Sarahs Starthilfe war groß,
jetzt legen wir erst richtig los,
die Bläserklasse, die macht Spaß
und im Konzert gibt jeder Gas!

Instrumentenlexikon

Die Familie der Blechblasinstrumente

Zur Familie der Blechblasinstrumente gehören das Horn, die Trompete, die Posaune und die Tuba. Gemeinsam ist diesen Instrumenten, dass sie aus Blech sind und durch Hineinblasen ein Ton entsteht. Dass das Blech allerdings kein gewöhnliches Tomatendosenblech ist und das Hineinblasen gelernt und geübt werden muss, merkt man schnell, wenn man es einmal selbst ausprobiert. Die Töne werden erzeugt, indem man mit angespannten Lippen Luft durch das kesselförmige Mundstück in das Instrument hineinbläst. Im Blech beginnt dann die Luft zu schwingen und dadurch entsteht ein Ton. Dass dieser meist so wohltönend laut und füllig ist, liegt am weit geöffneten Schalltrichter der Blechblasinstrumente, das ist die große Öffnung am Ende des Rohrs. Mit einem Dämpfer, der in den Schalltrichter gesteckt wird, können die Klangfarbe und die Lautstärke verändert werden.

Was meint ihr, wenn nun alle Blechbläser des heutigen Konzerts ein Weihnachtsplätzchen-Wettessen machen würden, welche Gruppe würde da wohl gewinnen? Die Hörner, weil sie besonders hungrig sind? Oder die Trompeten, weil Kekse ihre Leibspeise sind? Oder doch die Posaunen, weil sie drei Kekse auf einmal essen können? Oder ist es am Ende der Tubist, weil er schneller als alle anderen futtern kann? Tja, wir müssen es wohl ausprobieren, aber wahrscheinlich haben die Trompeten die besten Chancen, denn sie sind heute zu fünft und damit die größte Gruppe.

Die Trompete

Die Trompete gab es schon vor 3.000 Jahren im alten Ägypten. Allerdings war sie damals nicht gewunden wie heute, sondern bestand aus einem langgestreckten Rohr und eignete sich bestens dazu, Signale, also Nachrichten aus Tönen zu spielen. Auf so einer alten »Naturtrompete« konnte man nur Naturtöne spielen. Vor etwa 200 Jahren war das den Trompetern dann zu langweilig und deshalb baute man drei Ventile an das Instrument, um alle Töne der Tonleiter spielen zu können. Die Trompete besteht meistens aus Messing oder aus Neusilber, das ist eine Mischung aus Kupfer, Nickel und Zink. Das Mundstück der Trompete sieht aus wie ein kleiner Eimer und heißt deshalb Kesselmundstück.

Trompeten gibt es übrigens in verschiedenen Größen. Die kleinste nennt man Piccolotrompete und auf ihr kann man richtig hohe Töne spielen. Das macht bei den Berliner Philharmonikern Tamás und selbst für ihn als Profi ist das ganz schön anstrengend: »Wenn ich besonders hoch spielen muss, sehe ich manchmal Sterne und mir wird richtig schwindelig dabei!«

Das Horn

Stellt euch vor, wenn man ein Horn auseinanderrollen würde, hätte man ein über vier Meter langes Rohr – es wäre länger als zwei Erwachsene, die sich hintereinander auf den Boden legen! Die ältesten Hörner hatten tatsächlich eine gerade Form, doch im Laufe der Jahrhunderte wurde das Instrument wie ein Schneckenhaus immer mehr zusammengerollt. Sonst wäre es im Orchester auch viel zu eng geworden! Vor etwa 250 Jahren fand dann jemand heraus, dass man beim Hornspielen seine Hand in den Schalltrichter stecken kann, um damit die Töne nach oben und unten zu verändern. So macht man das heute auch noch. Allerdings waren diese Töne doch noch sehr wackelig, und so baute man – wie auch bei der Trompete – vor ungefähr 200 Jahren Ventile an das Horn. Das machte sein Spiel schon deutlich einfacher, doch bis heute ist es ein sehr anspruchsvolles Instrument, auf dem man besonders viel üben muss.

Ist euch auch schon aufgefallen, dass Sarah die einzige Frau bei den Hörnern der Berliner Philharmoniker ist? »Früher war das Horn traditionell ein Instrument für Jungs«, erklärt sie, »aber heute ist das nicht mehr so. Inzwischen gibt es ganz viele tolle Hornistinnen und das freut mich sehr!« Und so ein Horn ist auch ein wirklich praktisches Instrument: »Einmal habe ich den Schalltrichter komplett mit Gummibärchen vollgestopft, und wenn man beim Konzert Blumen bekommt, kann man das Horn auch als Vase benutzen«, erzählt Sarah mit einem Augenzwinkern.

Die Posaune

Die Posaune ist ungefähr doppelt so lang wie die Trompete und klingt genau eine Oktave tiefer. Allerdings besitzt die Posaune keine Ventile, sondern einen Zug. Nein, keine Eisenbahn, sondern ein gebogenes Stück Rohr, das man aus der Posaune herausziehen und wieder hineinschieben kann – davon bekommt man ganz schön Muskeln! Aber vor allem kann man dadurch auf der Posaune jeden Ton spielen. Aber Achtung! Zieht man den Zug zu weit heraus, dann hält man plötzlich zwei Rohrteile in der Hand!

Für euch Kinder ist so eine Posaune ja ein wirklich großes Instrument. Man braucht schon einen ziemlich langen Arm, um den Zug richtig zu bedienen. Der Posaunist Jesper war zum Glück schon als Junge groß genug, um auf einer normalen Posaune zu spielen, »aber wenn ein Kind zu klein ist für die große Posaune«, erzählt er, »dann kann es auf einer Altposaune anfangen zu üben. Nein, die ist nicht besonders alt, sondern etwas kleiner und dadurch klingt sie höher als ihre große Posaunenschwester. Und falls ihr gern viel herumtobt und vielleicht auch öfter mal etwas kaputt geht bei euch, dann solltet ihr lieber auf einer P-Bone-Posaune anfangen. Sie ist nämlich aus Plastik und deshalb viel stabiler.«

Die Tuba

Die gewichtige Tuba ist eine echte Berlinerin. Vor knapp 200 Jahren entstand dieses extrem tief klingende Instrument in Zusammenarbeit zwischen dem preußischen Militärkapellmeister Wieprecht und dem Instrumentenbauer Moritz. Das ausgerollte Rohr der Tuba kann bis zu fünfeinhalb Meter lang sein und wird vom Mundstück bis zum Trichter immer dicker. Meistens ist die Tuba mit vier Ventilen ausgestattet, die manchmal noch um zwei Kompensationsventile ergänzt werden, die verhindern sollen, dass sich die Tuba verstimmt.

Was die Tuba besonders gut kann? »Elefantengeräusche machen!«, sagt Alexander, der Tubist der Berliner Philharmoniker. Im Orchester sitzt er meistens rechts neben den Posaunisten. Allerdings hat er in vielen Stücken der klassischen Musik gar nicht so viel zu spielen und dadurch gaaaanz viele Pausen. Wird einem da nicht furchtbar langweilig beim Herumsitzen? »Ich habe die Pausen gern, denn dann kann ich der schönen Musik viel besser zuhören und sie genießen. Aber es gibt auch Stücke, bei denen ich so richtig in Fahrt komme – achtet mal bei O Tannenbaum auf mich!«

Kurz erklärt

Signale

Das Wort Signal ist vom lateinischen Begriff signum abgeleitet und das bedeutet Zeichen. Signale sind Botschaften, die in verschiedener Form übermittelt werden können. Zum Beispiel der Startschuss bei einem Wettretten ist ein Signal, denn es übermittelt die Botschaft: »Loslaufen!« Auch die Sirene der Feuerwehr, das Martinshorn, ist ein Signal, das den Auto-, Radfahrern und Fußgängern sagt: »Achtung, aus dem Weg, es ist ein Notfall!« Oder ihr habt bestimmt schon einmal einem Verkehrspolizisten zugesehen, oder? Er gibt mit seinen Händen Zeichen, die den Autofahrern signalisieren, ob sie fahren können oder anhalten müssen. Signale muss man also nicht immer hören können, sie bestehen manchmal auch aus Gesten. Ist nun also auch ein Brief ein Signal, weil er eine Botschaft übermittelt? Nein, denn das Besondere an einem Signal ist, dass es ganz ohne Worte funktioniert, also sprachlos. Deshalb muss auch immer ganz klar sein, was ein bestimmtes Signal bedeutet, bevor man es benutzt. Wenn der Verkehrspolizist also plötzlich wild mit den Armen wedeln und dabei laut lachen würde, wüsste keiner, was dieses Signal bedeuten soll, und dann gäbe es sicher ein Verkehrschaos!

Naturtöne

Als Naturtöne bezeichnet man solche Töne, die man auf einem Blasinstrument erzeugen kann, ohne ein Ventil, Tonlöcher oder einen Zug zu benutzen. Am besten stellt ihr euch hierzu einen Gartenschlauch vor mit einem Mundstück am einen und einem einfachen Trichter am anderen Ende – jawohl, auch auf einem Gartenschlauch kann man Musik machen! Wenn man nun unterschiedlich stark in den Schlauch hineinbläst, erklingen jeweils unterschiedliche Töne, allerdings nicht in der Reihenfolge einer Tonleiter. Das sind die Naturtöne. Sie entstehen ganz »natürlich«, jedoch ist das ein sehr komplizierter physikalischer Prozess. Nur soviel: Die Luft im Schlauch schwingt unterschiedlich schnell und in einer Art Wellenform, aus der die Töne entstehen. Sind die Wellen kurz, erklingt ein höherer Ton, und sie sind lang, dann hört ihr einen tieferen.

Ventil

Das Ventil ist die Lösung, um die Naturtonreihe zu einer richtigen Tonleiter zu erweitern, also die Lücken zwischen den Naturtönen zu füllen. So können die Blechbläser auch sehr schwierige Melodien spielen! Das Wort Ventil kommt vom lateinischen ventus und das bedeutet Wind, denn hier geht es um die Luft. Wenn das Ventil heruntergedrückt wird, schiebt es sich so in das Rohr des Instruments, dass der Strom der hineingeblasenen Luft umgeleitet wird, und sich dadurch der Ton verändert. Bei manchen Blechblasinstrumenten kann man auch zwei Ventile gleichzeitig drücken, dann entsteht wiederum ein anderer Ton, da der Luftfluss gleich doppelt umgeleitet wird.

Susanne Ziese

O Tannenbaum, O Tannenbaum

O Tannenbaum, O Tannenbaum,
Wie treu sind deine Blätter.
Du grünst nicht nur zur Sommerzeit,
Nein auch im Winter wenn es schneit.
O Tannenbaum, O Tannenbaum,
Wie grün sind deine Blätter!

O Tannenbaum, O Tannenbaum,
Du kannst mir sehr gefallen!
Wie oft hat schon zur Winterszeit
Ein Baum von dir mich hoch erfreut!
O Tannenbaum, O Tannenbaum,
Du kannst mir sehr gefallen.

[O Tannenbaum, o Tannenbaum,
dein Kleid will mich was lehren:
Die Hoffnung und Beständigkeit
gibt Trost und Kraft zu jeder Zeit,
o Tannenbaum, o Tannenbaum,
dein Kleid will mich was lehren.]

Volksweise

Wer malt für uns den schönsten TannenBRASSbaum? …

… und möchte eine Backstage-Tour durch die Berliner Philharmonie mit Sarah Willis gewinnen?

Sarah und ihre Kollegen wählen aus den Einsendungen die zehnschönsten Bilder aus und freuen sich darauf, die Gewinner in der Philharmonie willkommen zu heißen.

Sendet Eure Bilder bis zum 6. Januar 2015 per Post an:

Berliner Philharmoniker

Abteilung Education

Herbert-von -Karajan-Straße 1

10785 Berlin

Stichwort: O Tannenbaum!

Sarah Willis

Im letzten Jahr hatte Sarah sich zu Weihnachten gewünscht, auch das Familien-Weihnachtskonzert 2014 moderieren zu dürfen. Dieser Wunsch ist ihr (und uns natürlich auch) erfüllt worden. Das ist toll, denn Sarah ist inzwischen bei den Berliner Philharmonikern eine echte Expertin für Familienkonzerte. Und dass sie es sehr liebt, Musik für und mit Kindern zu machen, kann jeder im Publikum ganz schnell merken. Noch viel mehr liebt sie allerdings ihr Horn, sie hat es fast immer und überall dabei. (Im Zoo z. B. verständigt sie sich per Horn mit den Elefanten). Die Berliner Philharmoniker hat Sarah zu ersten Mal als Studentin gehört, als sie mit ihren Studienfreunden aus Amerika Berlin besuchte und die Gelegenheit hatte, bei einer Probe zuzuhören. Sie war hin und weg vom perfekten Klang des Orchesters. Seit 2001 ist sie nun selbst eine Berliner Philharmonikerin. Diesen Wunsch hat sie sich durch fleißiges Üben selbst erfüllt – und nicht etwa der Weihnachtsmann.

Das Blechbläserensemble der Berliner Philharmoniker bestand ursprünglich aus vier Trompetern und vier Posaunisten und wurde schon vor rund 60 Jahren gegründet. Obwohl die acht Musiker zusammen schon ziemlich laut spielen konnten, wurde das Ensemble später noch durch eine Tuba, ein Horn sowie durch je eine zusätzliche Trompete und Posaune erweitert. Damit es nicht langweilig wird, wechseln die Musiker bisweilen ihre Instrumente – von der hohen B-Trompete über die Basstrompete bis zur Kontrabassposaune –, wobei allerdings nie untereinander getauscht wird. Manchmal dürfen auch noch mehr Orchesterkollegen mitspielen, etwa der Schlagzeuger Franz Schindlbeck, der sich schon immer besonders gut mit den Blechbläsern verstanden hat. Aufgrund der unterschiedlichen Besetzungen kann die philharmonische Kammermusikgruppe einfach alles spielen: alte Werke aus dem 16. und 17. Jahrhundert ebenso wie neue Musik bis hin zu Jazz-Bearbeitungen und Pop-Songs. Wer bei den Blechbläsern der Berliner Philharmoniker mitmachen möchte, darf kein Stubenhocker sein, schließlich tritt das Ensemble auch regelmäßig außerhalb von Berlin auf und war sogar schon zweimal in Japan. Natürlich haben die Musiker eine Reihe von CDs eingespielt und waren auch in Fernsehen und Radio zu erleben.

Franz Schindlbeck

Franz hat mal aus Spaß gesagt, dass sein Lieblingsinstrument eigentlich die E-Gitarre sei und er nur Schlagzeuger geworden ist, weil das Instrument ihn ausgesucht hat, als er fünf Jahre alt war. Nachdem er dann Unterricht bekam, wurde ihm sehr schnell klar, dass sein Herz doch für das Schlagzeug schlägt und er Berufsmusiker werden wollte. Jetzt ist er schon über 20 Jahre ein Berliner Philharmoniker. Aber er spielt nicht nur klassische Musik, sondern auch gerne Jazz oder Rock auf dem Drum-Set in einer Band. Da kann man kaum glauben, dass Stille Nacht, Heilige Nacht das Lieblings-Weihnachtslied von Franz ist.

Blue Wuhle Kids Band

In der Schule an der Wuhlheide wird Musik seit einigen Jahren ganz groß geschrieben. Die engagierte Musiklehrerin Susanne Siedel leitet das tolle und erfolgreiche Projekt: In der Bläserklasse des 4. Schuljahres erlernen alle Kinder während des Unterrichts ein Blasinstrument und musizieren von Anfang an gemeinsam. Nebenbei erfahren sie ganz praxisnah, was es noch zu lernen gibt: Noten lesen, Instrumentenkunde und Musikgeschichte. Außerdem geht es jeden Morgen schon um 7:45 los mit dem Musizier-Ritual: 15 Minuten Power-Musik – das hebt ganz schön die Laune. Und am Nachmittag unterstützen verschiedene Fachlehrer das Üben am Instrument. Wer Lust hat, ganz egal aus welcher Klasse, spielt in der Blue Wuhle Kids Band oder singt im Chor mit. Man kann sich vorstellen, dass Musik von keinem Fest der Schule wegzudenken ist. Aber auch anderswo in Berlin heizt die Blue Wuhle Kids Band ihrem Publikum ordentlich ein – zum Beispiel heute in der Philharmonie.

Weitere Informationen unter www.wuhlekids.info

Volker Eisenach

Volker hat einen großen Plan: Tanzen ist für ihn das Allerschönste und darum möchte er das Tanzen möglichst vielen Menschen näherbringen, die bisher keinen Zugang dazu hatten. Er selbst entdeckte seine Tanz-Leidenschaft bereits als Jugendlicher in einer schulischen Tanz-AG und ist sehr glücklich, dass er aus seinem Hobby einen Beruf machen konnte. Heute arbeitet Volker als Choreograf, Regisseur und Autor von Theaterstücken in Europa und Nordamerika. In seiner Heimatstadt Berlin ist er künstlerischer Leiter der von ihm gegründeten Faster-Than-Light-Dance-Company. (Das heißt auf Deutsch: Schneller-als-Licht-Tanz-Kompagnie.) Das Schwierigste, aber auch das Spannendste am Tanzen ist für ihn, die Zuschauer nicht merken zu lassen, wie viel Arbeit, Kraft und Anstrengung dahinterstecken.

Monika Magdalena Lis, Choreografie-Assistentin

Monika kann nicht nur tanzen, sondern auch singen und schauspielern. Es gefällt ihr, durch Bewegung Geschichten zu erzählen, die von Freude oder Leid handeln und all dem, was dazwischen liegt, am allerliebsten für und mit Kindern. Dabei spielt es keine große Rolle zu welcher Musik getanzt wird – Hauptsache sie passt zur Stimmung. Wenn Monika nicht mit Volker in der Philharmonie ist, unterrichtet sie Kreativen Kindertanz, Ballett, Jazzdance, Hip Hop und Pilates.

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