Sa, 05. Februar 2011

Berliner Philharmoniker
Sir Simon Rattle

Nathalie Stutzmann

  • Johannes Brahms
    Es t├Ânt ein voller Harfenklang op. 17 Nr. 1 (04:34)

    Damen des Rundfunkchors Berlin, Simon Halsey Einstudierung

  • Hugo Wolf
    Elfenlied (05:05)

    Anke Herrmann Sopran, Damen des Rundfunkchors Berlin, Simon Halsey Einstudierung

  • Gustav Mahler
    Symphonie Nr. 3 d-Moll (01:49:37)

    Nathalie Stutzmann Alt, Knaben des Staats- und Domchors Berlin, Kai-Uwe Jirka Einstudierung, Damen des Rundfunkchors Berlin, Simon Halsey Einstudierung

  • kostenlos

    Simon Halsey ├╝ber Mahlers Dritte Symphonie (15:39)

    Simon Halsey

Mahlers Dritte Symphonie ist ein in jeder Hinsicht gigantisches Werk. Zunächst in seinen zeitlichen Dimensionen (allein der Eröffnungssatz ist länger als Beethovens Fünfte Symphonie). Vor allem aber schafft Mahler hier einen Kosmos der unterschiedlichsten Ausdruckswelten. In diesem Konzert wird er erstmals von den Berliner Philharmonikern und Sir Simon Rattle gemeinsam durchschritten.

»Symphonie heißt mir eben: mit allen Mitteln der vorhandenen Technik eine Welt aufbauen« - was dieser Satz Mahlers sagen will, illustriert kein Werk eindrucksvoller als die Dritte Symphonie. Kantige Wucht und liedhafte Schlichtheit, Naturszenen und ein orchestraler Schlusschoral von überirdischer Schönheit fügen sich zu einem vielgestaltigen und doch schlüssigen Ganzen. Bedeutsam für die Geschichte der Berliner Philharmoniker ist speziell der zweite Satz, den das Orchester im November 1896 unter Leitung von Arthur Nikisch erstmals der Öffentlichkeit präsentierte - gut fünf Jahre vor der Uraufführung des Gesamtwerks.

Als Präludium zur Dritten Symphonie erklingen Vokalstücke zweier Komponisten, die neben Mahler entscheidend die Wiener Musikszene des ausgehenden 19. Jahrhunderts prägten. Zum einen Johannes Brahms, der als einer der letzten Romantiker teils bewundert, teils angefeindet wurde. In scharfer Abgrenzung zu ihm stand Hugo Wolf mit seinem Anspruch, die Zukunft der Musik mitzudefinieren. Mahler zählte zu den wenigen, die vor beiden Fraktionen Respekt hatten: verhaftet in den großen symphonischen Traditionen und unablässig auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen.

Von irdischen und himmlischen Freuden

Vokales und Symphonisches von Wolf, Brahms und Mahler

Tr├Ąfen die drei Komponisten, die dieses Konzert zusammenf├╝hrt, leibhaftig aufeinander, g├Ąbe es erst einmal ein hitziges Wortgefecht. Hugo Wolf h├Ątte darin die sch├Ąrfste Zunge. An Brahms gerichtet, lie├če sich etwa Folgendes h├Âren: ┬╗Leimsiedereien┬ź ÔÇŽ ┬╗verlogene und verdrehte Symphonien┬ź ÔÇŽ ┬╗schauderhafte Monotonie┬ź ÔÇŽ ┬╗verkr├╝ppelte Rhythmen und d├╝rre Harmonien┬ź ÔÇŽ ┬╗die Sprache der intensivsten musikalischen Impotenz┬ź. Dann w├╝rde sich Wolf an Gustav Mahler wenden und ihm bitterste Vorw├╝rfe machen wegen des Widerrufs der Zusage, seinen Corregidor an der Wiener Hofoper herauszubringen. Mahler w├╝rde sich nicht dazu ├Ąu├čern, sondern gelassen darauf warten, dass sein einstmaliger Jugendfreund in die Irrenanstalt eingeliefert wird. Unterdessen k├Ânnte Brahms zu Mahler hin├╝berblicken und ihm noch einmal sagen, er halte das Scherzo aus der c-Moll-Symphonie f├╝r ein ┬╗geniales St├╝ck┬ź, auch wenn das Neue, das sich da auftut, seine Sache nicht sei, und er bleibe dabei, Mahler den ┬╗K├Ânig der Umst├╝rzler┬ź zu nennen. Im ├ťbrigen fehle ihm das geh├Ârige Gef├╝hl und Verst├Ąndnis, um Mahler und Wolf beurteilen zu k├Ânnen.

Gl├╝cklicherweise heilt die Zeit (fast) alle Wunden. So k├Ânnen die drei schlie├člich das Podium freigeben und ihre Pl├Ątze im Auditorium einnehmen ÔÇô aber m├Âglichst weit entfernt voneinander. Und die Elfenk├Ânigin Titania darf ihr Gefolge herbeirufen, um sich in den Schlaf singen zu lassen: ┬╗Kommt! einen Ringel-, einen Feensang! Dann auf das Drittel ÔÇÖner Minute fort!┬ź Die Aufmerksamkeit hat endlich Hugo Wolf allein zu gelten. Im Mai 1889 meinte Wolf in Shakespeares Sommernachtstraum die Vorlage f├╝r eine komische Oper gefunden zu haben, im Oktober waren das Elfenlied und das Lied des transferierten Zettel ┬╗fix in Partitur gesetzt┬ź. Sie blieben indes die einzigen realisierten St├╝cke des Opernplans ÔÇô eines Versuchs von vielen!

Worauf er besonders stolz war, teilte Wolf Emil Kauffmann brieflich mit, n├Ąmlich dass er mit seiner Vertonung diejenige von Mendelssohn ┬╗├╝berfl├╝ssig┬ź gemacht habe, denn ┬╗sein Elfenlied ist dummes Zeug, schal, oberfl├Ąchlich, musikantenhaft. Das musiziert, aber besagt nichts. Ein ├╝berwundener Standpunkt ÔÇô gl├╝cklicherweise┬ź. Wieder diese ma├člose Selbstgewissheit, doch dahinter steht Wolfs von Liszt ├╝bernommene Ausdrucks├Ąsthetik: die Verschmelzung von Poesie und Musik. Was Wolf dem Elfenlied im Orchester angedeihen l├Ąsst, entspricht der vom Text und dessen szenischem Umfeld erzeugten Atmosph├Ąre: z├╝ngelnde Schlangen, summende K├Ąfer, webende Spinnen bekommen ihre leibhaftige motivische Gestalt. Bei der Aufgliederung der Solo- und Chorpartien folgt Wolf gleichwohl nicht Shakespeares Vorgaben, er verschr├Ąnkt sie sogar miteinander. Und die Schlussverse ┬╗Alles gut; nun auf und fort! / Einer halte Wache dort!┬ź ├╝berl├Ąsst er vollst├Ąndig dem Nachspiel des Orchesters.

Das Energiezentrum des heutigen Abends liegt ohne Zweifel bei Gustav Mahler, doch kann der Seitenblick auf Johannes Brahms und damit auf ein weiteres ┬╗Chor-Pr├Ąludium┬ź als ├ťbergang zu der Thematik geh├Ârt werden, die in der folgenden Symphonie zur Verhandlung steht. ┬╗Es t├Ânt ein voller Harfenklang┬ź, dieses erste St├╝ck der Vier Ges├Ąnge op. 17 (deren zweites ebenfalls auf Shakespeare zur├╝ckgreift), h├Ątte eigentlich auch Hugo Wolf gefallen k├Ânnen, sch├Âpft es doch seine musikalische Gestalt ganz aus der Textvorlage (die Zugabe des Solo-Horns bewahrt ├╝brigens das kleine Opus vor dem Vorwurf der Plattit├╝de). Gewiss ist das zweistrophige Gedicht von Friedrich Ruperti, einem poetisierenden Theologen, kein Edelstein der Dichtkunst, doch w├Ąchst ihm in der Vertonung immerhin eine wohlige romantische Atmosph├Ąre zu.

Gustav Mahlers Symphonie Nr. 3 d-Moll hatte eine lange Wartezeit zu ├╝berstehen, bevor sie 1902, sechs Jahre nach ihrer Fertigstellung, in Krefeld uraufgef├╝hrt werden konnte. Immerhin hatten einzelne S├Ątze schon zuvor die Konzertpodien erreicht: Den zweiten Satz, das ┬╗Blumenst├╝ck┬ź, f├╝hrten Arthur Nikisch (in Berlin mit den Philharmonikern) und Felix Weingartner (in Hamburg) 1896 auf, Weingartner f├╝gte ein Jahr sp├Ąter in Berlin noch den dritten und sechsten Satz hinzu. Mahler selbst konnte der Krefelder Urauff├╝hrung noch 14 Reprisen folgen lassen, die letzte im Januar 1907 in Berlin. Das gr├Â├čte Hindernis d├╝rfte in der Monumentalit├Ąt des Werks gelegen haben ÔÇô die L├Ąnge und der Aufwand an Mitwirkenden ├╝bertraf alles bisher Dagewesene!

Hatte er um die endg├╝ltige Gestalt seiner Zweiten Symphonie jahrelang und mit mehreren Unterbrechungen gerungen, ging Mahler die Dritte, die er unmittelbar nach Vollendung ihrer Vorg├Ąngerin in Angriff nahm, vergleichsweise leicht von der Hand ÔÇô bis auf den ersten Satz, ein ┬╗Schmerzenskind┬ź, das bis zum Schluss auf seine Geburt warten musste. Ihn fasse wahres Entsetzen an, ├Ąu├čerte er w├Ąhrend der Arbeit, wenn er sehe, wohin das f├╝hrt, und dass ihm ┬╗das schreckliche Amt geworden, Tr├Ąger dieses Riesenwerks zu sein┬ź. Ein andermal nennt er es sogar ein ┬╗Monstrum┬ź.

Mahler unternimmt mit dieser Symphonie nichts Geringeres, als den Sch├Âpfungsakt vom elementaren Sein der Naturgewalten bis zum in die Welt geworfenen menschlichen Herzen nachzuvollziehen. Die w├Ąhrend der Planungszeit von ihm mitgeteilten Satz├╝berschriften k├Ânnen, obschon sie Mahler vor der Ver├Âffentlichung wieder fallen lie├č, als Wegweiser durchaus hilfreich sein, auch der urspr├╝ngliche Titel Ein Sommermittagstraum, dem sich die sechs Teile unterordnen: 1. Pan erwacht. Der Sommer marschiert ein. ÔÇô 2. Was mir die Blumen auf der Wiese erz├Ąhlen. ÔÇô 3. Was mir die Tiere im Walde erz├Ąhlen. ÔÇô 4. Was mir der Mensch erz├Ąhlt. ÔÇô 5. Was mir die Engel erz├Ąhlen. ÔÇô 6. Was mir die Liebe erz├Ąhlt.

Im ersten Satz beherrschen, wie so oft bei Mahler, Marschrhythmen das Geschehen. Wilde, ins Leere hereinbrechende Trompeten und Posaunen rei├čen alles mit sich. Dieser Beginn mit der Schilderung der Naturgewalten beansprucht allein eine gute halbe Stunde. Ihm folgt das als erstes bekannt gewordene ┬╗Blumenst├╝ck┬ź, ein idyllisches Menuett von nat├╝rlichster Anmut. Der dritte Satz, das Scherzo, greift auf das Wunderhorn-Lied Abl├Âsung im Sommer aus den vor 1892 komponierten Jugendwerken zur├╝ck. Mittendrin kontrastiert eine Posthornweise unvermittelt zu der frischen Lebhaftigkeit des ├╝brigen Verlaufs. ├ťber Schicksal und Leid des Menschen meditiert der vierte Satz, beschworen von der Altstimme, die Nietzsches Zarathustra zitiert: ┬╗O Mensch! Gib acht!┬ź Die Singstimme entfaltet sich frei rezitierend ├╝ber schwebenden Harmonien, so frei, dass ihr die Worte schier zerbr├Âckeln wollen. Auch im anschlie├čenden Wunderhorn-Lied ┬╗Es sungen drei Engel┬ź, zu dem sie Bibelworte aus dem Petrus-Brief beisteuert, bleibt die Altistin pr├Ąsent. Die Einstimmung in das Engel-Lied ├╝bernimmt ein Knabenchor, begleitet von vier Glocken. Als sei nun alles gesagt, was es zu sagen gab, verharren die S├Ąnger w├Ąhrend des Finalsatzes im Schweigen. Das ┬╗Schlusswort┬ź dieser Symphonie bleibt dem Orchester vorbehalten. Eine Melodie, die sich unaufh├Ârlich aussingt, bis sie, aus zartem Anheben, zu brausendem Abschluss gebracht wird. ┬╗Ein Choral, in den alles einstimmt, was Odem hat. Ein Lobgesang auf die Kraft der Liebe┬ź (Paul Bekker in seiner Mahler-Biografie).

Helge Jung


Anke Herrmann wurde in Kiew als Tochter deutsch-ukrainischer Eltern geboren. Sie absolvierte ihr Gesangsstudium an der Hochschule f├╝r Musik ┬╗Hanns Eisler┬ź Berlin; au├čerdem bildete sie sich bei Elisabeth Schwarzkopf, Dietrich Fischer-Dieskau, Ruth Berghaus, Brigitte Eisenfeld und Dario Pangrazi fort. Bereits als Studentin wurde sie zur Mitwirkung an Produktionen der Staatsoper Unter den Linden nach Berlin eingeladen, wo sie einige Jahre als st├Ąndiger Gast unter der Leitung von Dirigenten wie Daniel Barenboim, Ren├ę Jacobs, Peter Schreier und Sebastian Weigle in Werken von Cavalli, Telemann, Haydn, Cimarosa, Mozart und Strawinsky zu erleben war. Mit einem Opern- und Konzertrepertoire, dessen Zentrum die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts bildet, gastiert Anke Herrmann an vielen international renommierten Opernb├╝hnen (Th├ę├ótre des Champs-Elys├ęes, Paris; Th├ę├ótre de la Monnaie, Br├╝ssel, Hamburgische Staatsoper, Tschechische Nationaloper Prag u. a.), Konzerth├Ąusern (z. B. Concertgebouw Amsterdam) und im Rahmen von Festivals wie den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, den H├Ąndel-Festspielen Halle, dem International Arts Festival Melbourne, dem Music Fest Vancouver und Mostly Mozart New York. In langj├Ąhriger k├╝nstlerischer Partnerschaft ist die Sopranistin der Academia Montis Regalis im piemontesischen Mondov├Č verbunden, mit der sie regelm├Ą├čig auftritt und CD-Produktionen unternimmt. Bei den Berliner Philharmonikern gibt Anke Herrmann in diesen Konzerten ihr Deb├╝t.

Der Staats- und Domchor Berlin ist einer der renommiertesten Knabench├Âre Deutschlands mit einer Geschichte, die bis ins 16. Jahrhundert zur├╝ckreicht. Im 19. Jahrhundert gelangte der damalige K├Ânigliche Domchor unter den Direktoren Felix Mendelssohn Bartholdy, Otto Nicolai und Heinrich August Neidhardt zu einer ersten Bl├╝tezeit. 1923 wurde das Ensemble in den ┬╗Staats- und Domchor Berlin┬ź umbenannt und der Hochschule f├╝r Musik zugeordnet. Heute ├╝bernimmt der Chor die musikalische Ausgestaltung von Gottesdiensten im Berliner Dom und von politischen Festakten. Er hat au├čerdem Anteil an Auff├╝hrungen der Opern- und Konzerth├Ąuser Berlins und veranstaltet eigene Konzerte mit einem Repertoire, das die gro├čen Werke der abendl├Ąndischen Chorkultur vom Mittelalter bis zur Moderne umfasst. An der Spitze des Chors steht seit 2002 Kai-Uwe Jirka, Professor f├╝r Chorleitung an der Universit├Ąt der K├╝nste Berlin. Neben zahlreichen Auszeichnungen erhielt der Staats- und Domchor Berlin den Europ├Ąischen Jugendchorkulturpreis des Jahres 2002. Tourneen f├╝hrten ihn in durch Europa, Asien, die USA und nach Israel. Bei den Berliner Philharmonikern war der Staats- und Domchor zuletzt im April 2010 an Auff├╝hrungen von Bachs Matth├Ąus-Passion beteiligt, die Sir Simon Rattle dirigierte.

Der Rundfunkchor Berlin, 1925 gegr├╝ndet, pr├Ągte unter Dirigenten wie George Szell, Hermann Scherchen, Otto Klemperer und Erich Kleiber musikalische Sternstunden der 1920er- und 1930er-Jahre. Nach dem Zweiten Weltkrieg machte er mit seinem Chefdirigenten Helmut Koch die Oratorien H├Ąndels erstmals in der Originalgestalt international bekannt. Dietrich Knothe (1982 ÔÇô 1993) formte den Chor zu einem Pr├Ązisionsinstrument f├╝r schwierigste Literatur; Robin Gritton (1994 ÔÇô 2001) bereicherte und verfeinerte die Farbpalette des Ensembles. Seit 2001 leitet Simon Halsey den Rundfunkchor Berlin. Er legt besonderes Gewicht auf die stilistisch und sprachlich perfekte, dabei lebendige und mitrei├čende Wiedergabe von Werken aller Epochen und Stile. Eine rege Aufnahmet├Ątigkeit dokumentiert diese Arbeit: So erhielt die mit den Berliner Philharmonikern entstandene CD-Ver├Âffentlichung von Strawinskys Psalmensymphonie unter der Leitung von Sir Simon Rattle den ┬╗Grammy Award┬ź 2009 als beste Choraufnahme. Simon Halsey initiierte au├čerdem zahlreiche Projekte des Chores im Bildungs- und Erziehungsbereich, die interdisziplin├Ąre Veranstaltungsreihe Broadening the Scope of Choral Music sowie einmal im Jahr ein gro├čes Mitsingkonzert. Anfang Oktober 2010 lud der Rundfunkchor Berlin erstmals junge professionelle Chordirigentinnen und -dirigenten zur Internationalen Meisterklasse Berlin ein. Das Vokalensemble ist Partner f├╝hrender Orchester und Dirigenten in aller Welt; langj├Ąhrige Kooperationen verbinden ihn mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Deutschen Symphonie-Orchester und den Berliner Philharmonikern. Bei ihnen gastierte der Rundfunkchor Berlin zuletzt Ende Oktober in drei Konzerten unter der Leitung von Sir Simon Rattle mit Werken von Arnold Sch├Ânberg und Gustav Mahler.

Paris-born Nathalie Stutzmann began her vocal training with her mother, and later studied singing with Hans Hotter at the ├ëcole dÔÇÖArt Lyrique de lÔÇÖOp├ęra de Paris. The alto, who also studied piano, bassoon and conducting, has developed a broad repertoire from Baroque to 20th century works. Initially making a name for herself particularly as an interpreter of Lieder, Nathalie Stutzmann has also gone on to work on the concert stage with conductors such as Riccardo Chailly, Seiji Ozawa, Sir John Eliot Gardiner, Sir Simon Rattle and Christoph von Dohn├ínyi, performing with, for example, the Royal Concertgebouw Orchestra, the London Symphony Orchestra, the Orchestre de Paris, the Boston and the Cleveland Symphony Orchestras, the Staatskapelle Dresden and the Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. The artist, who has been awarded the title ÔÇťChevalier des Arts et des LettresÔÇŁ, also teaches regularly in masterclasses. In addition, she leads the ensemble Orfeo 55, which she herself formed in 2009. Following her debut with the Berliner Philharmoniker in September 2007 in a series of concerts of Claude DebussyÔÇÖs Le Martyre de Saint S├ębastien conducted by Sir Simon Rattle, she most recently performed here in May 2009 under the direction of Seiji Ozawa in concerts of the oratorio Elias op. 70 by Felix Mendelssohn Bartholdy.

Nathalie Stutzmann, geboren in Paris, begann die Ausbildung zur S├Ąngerin bei ihrer Mutter; sp├Ąter studierte sie Liedgesang bei Hans Hotter an der ├ëcole dÔÇÖArt Lyrique de lÔÇÖOp├ęra de Paris. Die Altistin, die au├čerdem das Klavier-und das Fagottspiel sowie Dirigieren studierte, pflegt ein breites Repertoire vom Barock bis zu Werken des 20. Jahrhunderts. Vor allem als Liedinterpretin bekannt geworden, hat Nathalie Stutzmann gleichwohl mit Dirigenten wie Riccardo Chailly, Seiji Ozawa, Sir John Eliot Gardiner, Sir Simon Rattle und Christoph von Dohn├ínyi im Konzertfach zusammengearbeitet. Dabei ist sie beispielsweise mit dem Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam, dem London Symphony Orchestra, dem Orchestre de Paris, dem Boston und dem Cleveland Symphony Orchestra, der Staatskapelle Dresden und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks aufgetreten. Die mit dem Titel ┬╗Chevalier des Arts et des Lettres┬ź ausgezeichnete K├╝nstlerin unterrichtet regelm├Ą├čig im Rahmen von Meisterkursen. Au├čerdem leitet sie das von ihr 2009 gegr├╝ndete Ensemble Orfeo 55. Nach ihrem Deb├╝t bei den Berliner Philharmonikern im September 2007 unter der Leitung von Sir Simon Rattle in Konzerten mit Claude Debussys Le Martyre de Saint S├ębastien gastierte Nathalie Stutzmann hier zuletzt Mitte Mai 2009 unter der Leitung von Seiji Ozawa in Konzerten mit dem Oratorium Elias op. 70 von Felix Mendelssohn Bartholdy.

EMISir Simon Rattle tritt in der Digital Concert Hall mit freundlicher Genehmigung von EMI Classics auf.

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Sehen Sie ein Konzert mit Mahlers Symphonie Nr. 1 und Beethovens Symphonie Nr. 4, dirigiert von Sir Simon Rattle.

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