Lorin Maazel dirigiert Strauss

  • Richard Strauss
    Don Quixote op. 35

  • Richard Strauss
    Don Juan op. 20

  • Richard Strauss
    Suite aus der Oper Der Rosenkavalier op. 59

 

Als »peinlich« empfand Richard Strauss die »schlechten Übergänge« in einem von fremder Hand erstellten Potpourri der bekanntesten Melodien aus dem Rosenkavalier. Fünf Jahre vor seinem Tod ersetzte er diese musikalische Melange daher durch eine »Walzerfolge«, für die er als Arrangeur eigener Musik selbst verantwortlich zeichnete. Doch der Siegeszug, den die Musik des Rosenkavaliers in Opernhäusern und Konzertsälen längst angetreten hatte, basierte bei weitem nicht allein auf Walzermelodien.

 

Auch die zu Beginn der Oper musikalisch geschilderte Liebesnacht der Hofmarschallin und ihres jugendlichen Liebhabers, die rituelle Überreichung der silbernen Rose, die in ihrer Grobschlächtigkeit so unverstellt menschliche Musik des Barons Ochs und natürlich das hinreißende Schlussduett hatten das Publikum geradezu süchtig nach Strauss’ Musik gemacht. Und so veröffentlichte der Londoner Verleger Boosey & Hawkes 1945 eine »Suite aus der Oper Der Rosenkavalier«, die neben den beliebtesten Walzern des Werks auch die eben genannten Momente der Handlung für Aufführungen im Konzertsaal verfügbar machte.

 

Das Interessante an der Sache: Strauss hat an dieser brillanten Bearbeitung nicht mitgewirkt, erhob aber auch keinen Einspruch gegen sie! Zweifellos aus Strauss’ eigener Feder stammen hingegen die symphonischen Porträts zweier europäischer Mythen der Neuzeit, die Lorin Maazel für seine Konzerte mit den Berliner Philharmonikern auf das Programm gesetzt hat: Der Ritter von der traurigen Gestalt, Don Quixote, trifft auf den unsterblichen Frauenhelden und Libertin Don Juan.

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