Mariss Jansons dirigiert Mahlers Dritte Symphonie

  • Harrison Birtwistle
    Dinah and Nick's Love Song

  • Gustav Mahler
    Symphonie Nr. 3 d-Moll

    Gerhild Romberger Mezzosopran, Damen des Rundfunkchors Berlin, Tobias Löbner Einstudierung, Knaben des Staats- und Domchors Berlin, Kai-Uwe Jirka Einstudierung

 

Als Gustav Mahler dem jungen Bruno Walter seine Dritte Symphonie in Steinbach am Attersee am Klavier vorspielte, war dieser durch die »Gewalt und Neuheit der Tonsprache« förmlich »betäubt«. »Jetzt erst und erst durch diese Musik«, heißt es im Mahler-Buch des Dirigenten, »glaube ich ihn erkannt zu haben; sein ganzes Wesen schien mir eine geheimnisvolle Naturverbundenheit zu atmen; wie tief, wie elementar sie war, hatte ich immer nur ahnen können und erfuhr es nun unmittelbar aus der Tonsprache seines symphonischen Weltentraums. Zugleich aber fühlte ich in ihm auch den sehnsüchtigen Menschen, der mit seiner Ahnung über die Grenzen des irdisch Zeitlichen hinausdringt, und von dem mir die letzten drei Sätze Kunde gaben.«

 

Mariss Jansons, der 2013 mit dem Ernst von Siemens Musikpreis ausgezeichnet wurde (der als der »Nobelpreis der Musik« gilt), wird mit den Berliner Philharmonikern und der Mezzosopranistin Gerhild Romberger Mahlers symphonischen Weltentraum zur Aufführung bringen – ein wahrlich monumentales Werk, in dem sich der Komponist einmal mehr von der Idee leiten ließ, »mit allen Mitteln der vorhandenen Technik eine Welt aufzubauen«. Nicht umsonst charakterisierte Mahler seine Dritte als eine »alle Stufen der Entwicklung in schrittweiser Steigerung umfassende musikalische Dichtung«, die »bei der leblosen Natur« beginnt und sich in kosmologischer Weitung über Menschen und Engel »bis zur Liebe Gottes« steigert. Einen stimmungsvollen Einstieg in den Konzertabend bietet Sir Harrison Birtwistles ca. fünfminütiges Werk Dinah and Nick’s Love Song für drei Melodieinstrumente und Harfe.

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Sehen Sie ein Konzert mit Mahlers Symphonie Nr. 1 und Beethovens Symphonie Nr. 4, dirigiert von Sir Simon Rattle.

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