Sir Simon Rattle und die Orchester-Akademie interpretieren Mahlers ┬╗Lied von der Erde┬ź

So, 30. Januar 2011

Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker
Sir Simon Rattle

Guy Braunstein, Magdalena Ko┼żen├í, Andrew Staples

  • Hans Werner Henze
    Violinkonzert Nr. 2 (38:59)

    Wolfram Te├čmer Bariton, Guy Braunstein Violine

  • Gustav Mahler
    Das Lied von der Erde (1:07:16)

    Magdalena Ko┼żen├í Mezzosopran, Andrew Staples Tenor

Nach dem Erfolg seiner gewaltigen Achten Symphonie wandte Gustav Mahler sich einem überraschend dezenten Werk zu: dem Lied von der Erde, das gerade wegen seines zurückhaltenden Ausdrucks Menschlichkeit und Intensität ausstrahlt. Mehrfach haben Komponisten versucht, den intimen Habitus des Lieds durch Bearbeitungen für Kammerorchester zu steigern. Ein solches Arrangement von Glen Cortese hat Sir Simon Rattle in diesem Mitschnitt mit der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker interpretiert.

Die Orchesterakademie ist die Talentschmiede der Berliner Philharmoniker. Junge Musiker werden hier nach Abschluss ihres Studiums zwei Jahre lang von Mitgliedern der Berliner Philharmoniker auf die Arbeit im Orchester vorbereitet. Zahlreiche Absolventen wurden später in die Berliner Philharmoniker übernommen. So trägt die vor vierzig Jahren von Herbert von Karajan initiierte Akademie wesentlich dazu bei, die musikalische Kontinuität des Orchesters zu sichern. Zu den besonderen Terminen im Kalender der Akademie zählen Konzerte wie diese, in denen sich Chefdirigent Sir Simon Rattle selbst dem philharmonischen Nachwuchs widmet.

Das Konzert gehörte zu einer Reihe von Veranstaltungen, mit denen die Berliner Philharmoniker den 85. Geburtstag von Hans Werner Henze im Juli 2011 zelebrierten. Der Komponist war an diesem Abend mit seinem Zweiten Violinkonzert vertreten, mit dem philharmonischen Konzertmeister Guy Braunstein als Solist. Das Werk basiert auf einem Gedicht von Hans Magnus Enzensberger, das sich ironisch mit der Figur des Freiherrn von Münchhausen auseinandersetzt - und in einer tieferen Schicht mit dem Scheitern der Weltrevolution. Entsprechend gibt sich auch das Konzert: als komisch-verzweifeltes Verwirrspiel, in dem permanent Erwartungen geweckt und enttäuscht werden.

Zeiten f├╝r existenzielle Fragen

Wie f├╝r Henze und Mahler eine Welt zusammenbrach

Mit Hans Magnus Enzensberger stand Henze seit 1967 in freundschaftlichem Kontakt. Der Dichter hatte ihm damals in Berlin den Kontakt zu Anf├╝hrern der Studentenbewegung vermittelt und damit sein politisches Bewusstsein um neue Impulse bereichert. Im Herbst 1968 verschreckte der Komponist einen gro├čen Teil seines Publikums, als er in einem Interview die Abschaffung der Herrschaft des Menschen ├╝ber den Menschen forderte. Er erg├Ąnzte: ┬╗Notwendig ist die Schaffung des gr├Â├čten Kunstwerks der Menschheit: die Weltrevolution.┬ź Henze und Enzensberger protestierten damals gegen den Vietnam-Krieg und begeisterten sich f├╝r Kuba, das sie im Fr├╝hjahr 1969 gemeinsam besuchten. Hier sahen sie wirkliche Chancen zum Ausbruch der Dritten Welt aus kolonialen Zw├Ąngen, was zu einem gemeinsamen Werk, dem Rezital El Cimarr├│n, f├╝hrte. Aber schon bald entdeckten beide K├╝nstler die Kehrseiten der kubanischen Revolution, Desillusionierung machte sich breit. Enzensbergers Gedicht Hommage ├á G├Âdel geh├Ârt in diesen Zusammenhang. Auf den ersten Blick ist es nur eine ironische Auseinandersetzung mit der Figur des Freiherrn von M├╝nchhausen, der sich und sein Pferd angeblich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zog, was mithilfe eines Theorems des Mathematikers Kurt G├Âdel als L├╝ge entlarvt wird. W├Ąhrend Douglas Richard Hofstadter 1979 in seinem Bestseller G├Âdel, Escher, Bach G├Âdels Theorem spielerisch mit den Zeichnungen Maurits Cornelis Eschers und der Musik Johann Sebastian Bachs verband, besa├č es f├╝r Enzensberger eine tiefere und ernstere Bedeutung. Sein Gedicht provoziert Skepsis gegen├╝ber jedem System, politische Systeme eingeschlossen.

Unmittelbar vor der Basler Urauff├╝hrung seines Bratschenkonzerts Compases para preguntas ensimismadas [Zeitma├če f├╝r gedankenverlorene Fragen] am 11. Februar 1971 hatte der Dirigent Paul Sacher den Komponisten gefragt: ┬╗Was machen wir als n├Ąchstes?┬ź Henze reagierte schnell und schlug vor, f├╝r Brenton Langbein, den Konzertmeister des Collegium Musicum Basel, ein Violinkonzert zu schreiben. Schon damals wollte er seiner Komposition das erst sp├Ąter ver├Âffentlichte Enzensberger-Gedicht zugrundelegen, um einen anderen Systemzusammenhang in Frage zu stellen, n├Ąmlich das ┬╗System Instrumentalkonzert┬ź. Dies geschieht schon durch das ungewohnte Auftreten des Solisten. Er st├╝rmt erst dann aufs Podium, wenn das Orchester bereits angefangen hat. Statt des ├╝blichen Fracks tr├Ągt er einen wallenden rot gef├╝tterten Frackmantel, dazu auf dem Kopf einen Dreispitz mit Feder. ┬╗Der Virtuose tritt auf, wie die Romantik ihn gesehen hat, als Zauberk├╝nstler und Tragik umwitterter Hexenmeister, hier allerdings in der Version eines in Dialektik verstrickten Baron M├╝nchhausen.┬ź Nach wenigen Takten legt er Mantel und Hut ab, nimmt die Geige unters Kinn und setzt den Bogen an. Bevor er aber mit dem Spiel beginnt, rezitiert eine M├Ąnnerstimme die ersten drei Zeilen des Gedichts. Der Solist unternimmt noch mehrere vergebliche Spielversuche, bis er schlie├člich selbst das G├Âdelsche Theorem vortr├Ągt, sich dazu auf der Violine begleitend. Damit scheint zun├Ąchst die Spielhemmung gebannt.


Ein umfangreicher zweiter, nun rein instrumentaler Teil (teorema) f├╝hrt schon bald erneut zu Verunsicherung, wenn nach Bratschenglissandi das Taktger├╝st zerbricht und einzelne Blasinstrumente aleatorisch aus dem fixierten Rhythmus ausbrechen. Es findet sich danach zwar wieder ein gemeinsamer Rhythmus, aber nur noch als mechanisches Gerippe. Die Harfe stimmt eine barocke Pavane an, w├Ąhrend die Streicher ┬╗ordin├Ąr, sentimental┬ź einen Walzer dagegensetzen. Im dritten Satz (fantasia I) spiegelt sich das Violinsolo in den Echos, Kanons und Umf├Ąrbungen einer Tonbandeinspielung. Dieser musikalischen Selbstreflexion entsprechen die Strophen f├╝nf und sechs des Gedichts, die mit den verzweifelten Worten enden ┬╗Gewi├čheit = Inkonsistenz┬ź.


Das nachfolgende divertimento illustriert diese Formel, ├╝berlagern sich hier doch nacheinander ein Lautenst├╝ck von Dowland, die Harfen-Pavane und ein schwungvoller Walzer. Dazu der Komponist: ┬╗Fragmente von elisabethanischen und romantischen Musiken tauchen auf und versinken, sie k├Ânnen als H├Âr-Wegweiser genommen werden, k├Ânnten aber auch H├Âr-Fallen sein und zu Denk-Trugschl├╝ssen f├╝hren.┬ź Zur fantasia II setzt der Solist wieder den Dreispitz auf und beginnt auf einer verst├Ąrkten Violine den Dialog mit dem Tonband. Aber der Sprecher entlarvt die Unsinnigkeit dieser Versuchsanordnung: ┬╗Jeder denkbare Reiter [...] ist ein Subsystem eines gen├╝gend reichhaltigen Sumpfes.┬ź Nach dem Ende des Gedichtvortrags bleibt der Solist zur conclusione im Hintergrund stehen. Nach einigen ┬╗mit ├╝bertriebenem Vibrato┬ź gespielten Takten der tiefen Streicher tritt er langsam nach vorn, um erneut seinen Einsatz vorzubereiten. Die gro├če Form, das ┬╗System┬ź, ist jedoch schon l├Ąngst zerfallen. Vergeblich versucht der Geiger, ┬╗sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen bzw. mit nicht endenwollendem Optimismus weiterzufiedeln┬ź. Et├╝denhafte Aleatorik und ger├Ąuschhafte Partien wechseln mit fixierten Rhythmen und Tuttischl├Ągen. Mitten in einer gro├čen dynamischen Steigerung bricht das Konzert an seinem H├Âhepunkt ab. Henze sprach von ┬╗├ťberschneidungen von Gesangsszene, Konzertmusik und Theater┬ź. Die permanente Mehrdeutigkeit und eine ┬╗Prise Clownerie┬ź solle ┬╗beim ersten H├Âren Vergn├╝gen machen und so spielerisch kommen, wie es das Gedicht Enzensbergers zu tun scheint┬ź. Aber er warnte, sich mit dem Spa├č zu begn├╝gen: ┬╗Der H├Ârer sollte da nicht stehen bleiben.┬ź In seiner Autobiografie wurde der Komponist deutlicher: ┬╗Es ist ein schreckliches St├╝ck, gerade weil es so lustig ist: der schiere Pessimismus.┬ź

Den Jubelt├Ânen von Gustav Mahlers Achter Symphonie, die im September 1910 in M├╝nchen vorgestellt wurde, folgte ein Jahr sp├Ąter ebenfalls in M├╝nchen die Urauff├╝hrung eines stilleren und dunkleren Werks, des Liedes von der Erde. Niemand hatte es f├╝r m├Âglich gehalten, dass dem Aufschwung der Symphonie der Tausend ein solcher Absturz folgen w├╝rde. Der Komponist selbst war sich im Vorfeld unsicher, wie das Publikum reagieren w├╝rde. ┬╗Ist das ├╝berhaupt auszuhalten?┬ź, fragte er den Dirigenten Bruno Walter. ┬╗Werden sich nicht die Menschen danach umbringen?┬ź Mahler f├╝rchtete wohl, die Auff├╝hrung k├Ânne eine ├Ąhnliche Selbstmordwelle ausl├Âsen wie einst die Ver├Âffentlichung von Goethes Werther. Auch Bruno Walter beobachtete best├╝rzt einen tiefen Bruch innerhalb von Mahlers Schaffen: ┬╗Ist es wirklich derselbe Mensch, der ÔÇ║in Harmonie mit dem UnendlichenÔÇ╣ den Bau der Achten errichtet hatte, den wir nun im Trinklied vom Jammer der Erde wiederfinden? Der einsam im Herbst zur trauten Ruhest├Ątte schleicht, nach Erquickung lechzend? Der mit freundlichem Altersblick auf die Jugend, mit sanfter R├╝hrung auf die Sch├Ânheit schaut? Der in der Trunkenheit Vergessen des sinnlosen irdischen Daseins sucht und schlie├člich in Schwermut Abschied nimmt?┬ź Die Antwort des Dirigenten lautete: ┬╗Es ist kaum derselbe Mensch und Komponist.┬ź Seine bisherigen Werke seien aus dem Gef├╝hl des Lebens entstanden. Nun aber sei ┬╗die Erde im Entschwinden, eine andere Luft weht herein, ein anderes Licht leuchtet dar├╝ber┬ź.



Mit seinem Lied von der Erde reagierte der Komponist auf die Lebenskrise des Jahres 1907. Drei Schicksalsschl├Ąge hatten ihn getroffen: der Tod seiner ├Ąlteren Tochter, der R├╝cktritt vom Posten des Hofoperndirektors nach einer antisemitischen Kampagne und schlie├člich eine schwere Herzerkrankung. In dieser Situation, als f├╝r ihn eine Welt zusammenbrach, stie├č Mahler auf ein soeben erschienenes Insel-B├Ąndchen Die chinesische Fl├Âte. Unter den darin enthaltenen Nachdichtungen chinesischer Lyrik fand er S├Ątze wie ┬╗Dunkel ist das Leben, ist der Tod┬ź, ┬╗Mein Herz ist m├╝de┬ź und ┬╗Mir war das Gl├╝ck in dieser Welt nicht hold┬ź. Sechs Gedichte aus dieser Sammlung w├Ąhlte er zur Vertonung aus, vor allem solche von Li-Tai-Po, einem Dichter des 8. Jahrhunderts. Der exotische Schauplatz bot dem Komponisten die M├Âglichkeit zur Distanzierung: In den Bildern aus einem fernen Land und einer vergangenen Epoche konnte er von sich selbst sprechen. Eine Symphonie sollte es werden, und dieses Wort schrieb er auch auf das Notenblatt. Da Mahler abergl├Ąubisch aber vor einer neunten Symphonie zur├╝ckschreckte, mied er eine Nummerierung. Sein Lied von der Erde ist ein Mittelding zwischen einem Zyklus von Orchesterliedern und einer Symphonie. Dem ┬╗Systemzwang┬ź, den damals das Schaffen einer Symphonie bedeutete, wich der Komponist aus.

Zwischen Lied und Symphonie hatte es f├╝r Mahler schon immer ein enges Wechselverh├Ąltnis gegeben. Seine Lieder eines fahrenden Gesellen hatte er in seine Erste Symphonie integriert, seine Wunderhorn-Lieder in die Symphonien Zwei bis Vier. Im Lied von der Erde, dieser ┬╗Symphonie f├╝r Tenor- und Alt- (oder Bariton-) Stimme und Orchester┬ź ÔÇô so der Untertitel ÔÇô, steht Liedhaftes ganz im Vordergrund. Wie schon bei fr├╝heren Liedkompositionen ging Mahler mit den Textvorlagen sehr frei um. Er vertauschte Abschnitte, setzte neue Worte, neue Zeilen und neue ├ťberschriften ein. Drei Gedichte montierte er f├╝r den Abschied, in dem er besonders viele ├änderungen und Erg├Ąnzungen vornahm. Das Fremde verwandelt er dabei in Eigenes. So konnte er 1908 an Bruno Walter schreiben: ┬╗Ich glaube, dass es wohl das Pers├Ânlichste ist, was ich bis jetzt gemacht habe.┬ź Durchaus eigenartig ist die Synthese von Liedhaftem und Symphonischem, die ihm gelang, wenn er vokale und instrumentale Linien eng verkn├╝pfte und oft ineinander ├╝bergehen lie├č. Gr├Â├čere Orchesterzwischenspiele ├╝bernehmen im Kopfsatz und im Finale die Funktion einer Durchf├╝hrung.



Der erste Satz, das Trinklied vom Jammer der Erde, stellt Leben und Tod, Genuss und Leiden nebeneinander, als geh├Ârten die Gegens├Ątze zusammen und bildeten eine Einheit. Wein und Gesang dienen hier aber nur dazu, d├╝stere Gedanken zu verdr├Ąngen; wirklichen Trost spenden sie nicht. So lautet denn der wiederkehrende Refrain ┬╗Dunkel ist das Leben, ist der Tod┬ź. Zusammengehalten wird der Satz durch ein zuerst von den Violinen vorgestelltes Dreiton-Motiv a ÔÇô e ÔÇô g aus der fern├Âstlichen Pentatonik, das in verschiedenen Gestalten wiederkehrt. W├Ąhrend der Tenor schw├Ąrmerisch vom Leben sang, artikuliert die Frauenstimme in Der Einsame im Herbst nur noch matte Klaget├Âne. Mit in sich kreisenden Figuren, die ┬╗etwas schleichend, erm├╝det┬ź zu spielen sind, nimmt dieser Satz schon den Abschied vorweg. Einen Aufschwung gibt es noch vor den Worten ┬╗Mein Herz ist m├╝de┬ź, die aber ┬╗ohne Ausdruck┬ź zu singen sind. Auch die hoffnungsvolle Dur-Episode bei ┬╗Ich kommÔÇÖ zu dir, traute Ruhest├Ątte┬ź weicht schnell der Resignation. Wiederum im Wechsel von Frauen- und M├Ąnnerstimme folgen die zwei Idyllen Von der Jugend und Von der Sch├Ânheit, die an vergangenes Gl├╝ck erinnern und mit t├Ąnzerischen Rhythmen aus der Statik ausbrechen. Diese beiden S├Ątze stehen an der Stelle, in der man in der Symphonie ein Scherzo erwartet. Das f├╝nfte Lied (Der Trunkene im Fr├╝hling) handelt in seinem l├Ąrmend auftrumpfenden Ton nur ├Ąu├čerlich von Lebenslust, beschreibt in Wahrheit aber einen Menschen, der sich so weit vom Leben entfernt, dass ihn schlie├člich nicht einmal mehr der Fr├╝hling ber├╝hrt. Damit ist der Weg zum nicht enden wollenden Abschied vorbereitet, der von der Helligkeit des Tages ins Nachtdunkel wechselt. Die c-Moll-Tonart von Mahlers fr├╝her Todtenfeier und Seufzerfiguren der H├Ârner verdeutlichen schon zu Beginn, dass es sich um einen Weg in den Tod handelt. W├Ąhrend die ganze Natur sich schlafen legt, bricht der einsame Wanderer ins Gebirge auf, wo er seine Heimat, seine ┬╗St├Ątte┬ź zu finden hofft. Ein langer, fahler Trauermarsch, von Mahler in der Partitur als ┬╗Grabgel├Ąut┬ź bezeichnet, begleitet diesen Weg. Wenn der Wanderer zu den wiederholten Worten ┬╗ewig, ewig┬ź in den Bergen verschwindet, erstirbt auch der Klang.

Mahler selbst hat dieses Werk nicht mehr h├Âren k├Ânnen. Ein halbes Jahr vor der M├╝nchner Urauff├╝hrung verschied in Wien dieser K├╝nstler, den heute viele als den gr├Â├čten Komponisten des 20. Jahrhunderts verehren. ┬╗Es ist ein Reden in dieser Musik wie von tausend Menschenstimmen, sie hat die einfachsten Formulierungen f├╝r schwierigste Zust├Ąnde.┬ź (Hans Werner Henze)

Albrecht D├╝mling

[2 Werkk├Ąsten]

[Textk├Ârper:]

T1:
┬╗Der Virtuose tritt auf, wie die Romantik ihn gesehen hat, als Zauberk├╝nstler und Tragik umwitterter Hexenmeister.┬ź
Hans Werner Henze


T2:
┬╗Es ist ein schreckliches St├╝ck, gerade weil es so lustig ist: der schiere Pessimismus.┬ź
Hans Werner Henze


T3:
Mit seinem Lied von der Erde reagierte Gustav Mahler auf die Lebenskrise des Jahres 1907.

T4:
Zwischen Lied und Symphonie hatte es f├╝r Mahler schon immer ein enges Wechselverh├Ąltnis gegeben.
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Sehen Sie ein Konzert mit Mahlers Symphonie Nr. 1 und Beethovens Symphonie Nr. 4, dirigiert von Sir Simon Rattle.

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