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    Stringle Bells (01:00:11)

    Sarah Willis Moderation

Im Mittelpunkt des diesjährigen Weihnachtsfamilienkonzerts stand die zahlenmäßig stärkste Gruppe der Berliner Philharmoniker: Die Streicher, vertreten von Geigern, Bratschern und Kontrabassisten – nur die Cellisten hatten frei. Stattdessen kamen die Schlagzeuger des Orchesters mit ihrem beeindruckenden Arsenal an Glocken dazu. Eine Kollegin aus der Blechbläser-Abteilung durfte ebenfalls nicht fehlen: Mit ihrem Moderatorentalent, mit Charme und Witz führte Hornistin Sarah Willis durch das so amüsante wie lehrreiche Konzert.

So demonstrierten die Streicher, wie sich der »col legno«-Effekt anhört, wie verschieden ein Ton klingt, wenn man ihn einmal ohne und einmal mit Vibrato spielt oder wie man einen täuschend echten Regentropfen-Klang erzeugt. Ein und dasselbe vierstimmige Stück von Telemann bekam das Publikum einmal von den strahlenden Geigen, dann von den melancholischeren Bratschen und schließlich von den grummelnden Kontrabässen präsentiert.

Wussten Sie schon, dass es unter den philharmonischen Streichern zwei Geschwisterpaare gibt oder was die Musiker außer ihren Instrumenten noch so alles in ihren Kästen verstecken? Sarah Willis zeigt es Ihnen. Dabei entgeht ihr allerdings, welcher prominente Gast sich in der riesigen Kontrabasskiste auf die Bühne geschmuggelt hat und zur Begeisterung des Publikums über die Bühne huscht: der Weihnachtsmann persönlich!

Wie üblich waren die Kinder im Saal nicht nur als Zuhörer, sondern auch als Mitspieler gefragt. Gegen Ende des Konzerts eroberten Schüler der Berliner Charlie-Chaplin-Grundschule als tanzende Schneeflocken das Podium – bis in einem grandiosen Finale das gesamte Publikum mit einer Jingle-Bells-Choreografie das philharmonische Weihnachtsfest beendete.