Mariss Jansons und Frank-Peter Zimmermann

Mariss Jansons und Frank-Peter Zimmermann

Berliner Philharmoniker
Mariss Jansons

Frank Peter Zimmermann

  • Béla Bartók
    Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta Sz 106

  • Dmitri Schostakowitsch
    Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 cis-Moll op. 129

    Frank Peter Zimmermann Violine

  • Maurice Ravel
    Daphnis et Chloé, Suite Nr. 2

In seiner Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta gelang es Béla Bartók, ein dichtes Netz von Klangfarbenbeziehungen zu knüpfen, in dem sich kontinuierliche Übergänge und unvermittelte Kontraste gegenüberstehen. Die große Bedeutung, die dem Orchesterklang zukommt, unterstreicht die auf klangräumliche Wirkungen abzielende Aufstellung der Instrumentalisten: Laut Partitur sind die in zwei Quintette aufgeteilten Streicher links und rechts vom Podium so zu platzieren, dass sich beide Gruppen am äußersten Ende des Halbkreises in den Kontrabässen berühren, während die Mitte des Podiums dem Schlagwerk vorbehalten bleibt. Mariss Jansons hat Bartóks »Meisterwerk« (Paul Sacher) für sein Gastdirigat bei den Berliner Philharmonikern ausgewählt, ebenso wie die Zweite Suite aus Maurice Ravels »Symphonie chorégraphique« Daphnis et Chloé, die Igor Strawinsky als »eines der schönsten Produkte in der gesamten französischen Musik« bezeichnete.

Zwischen diesen beiden Werken widmet sich Frank Peter Zimmermann Dmitri Schostakowitschs hochoriginellem Ersten Violinkonzert – einem Werk, dessen Premiere verschoben werden musste, da das sowjetische Zentralkomitee kurz vor der Vollendung ein faktisches Verbot von konzertanter Instrumentalmusik ausgesprochen hatte. Während die sowjetische Premiere am 29. Oktober 1955 in Leningrad mit dem Widmungsträger David Oistrach totgeschwiegen wurde, geriet die zwei Monate später erfolgte amerikanische Erstaufführung mit demselben Solisten in der New Yorker Carnegie Hall zur Sensation: Dimitri Mitropoulos, der die New Yorker Philharmoniker dirigiert hatte, reagierte auf den nicht enden wollenden Beifall, indem er die Partitur dem jubelnden Publikum entgegenhielt ...

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