Kostenlos: die Junge Deutsche Philharmonie mit Jonathan Nott

So, 12. März 2017

Junge Deutsche Philharmonie
Jonathan Nott

  • kostenlos

    Maurice Ravel
    Valses nobles et sentimentales (Orchesterfassung) (00:17:56)

  • kostenlos

    Gustav Mahler
    Kindertotenlieder (00:28:56)

    Michelle Breedt Sopran

  • kostenlos

    Dmitri Schostakowitsch
    Symphonie Nr. 15 A-Dur op. 141 (00:47:58)

  • kostenlos

    Interview
    Michelle Breedt im Gespräch mit David Panzer (00:07:17)

Die Junge Deutsche Philharmonie und die Berliner Philharmoniker verbindet eine lange musikalische Partnerschaft, denn seit vielen Jahren ist das sich aus Musikstudenten im Alter von 18 bis 28 zusammensetzende Nachwuchsorchester in Konzerten der Stiftung Berliner Philharmoniker zu hören. Dieses Mal präsentiert es unter der Leitung von Jonathan Nott die geistreichen Valses nobles et sentimentales, mit denen Maurice Ravel erklärtermaßen »eine Reihe von Walzern im Stile Schuberts« komponieren wollte: elegante Werke, in denen der französische Komponist das fand, was er beim Schreiben von Musik immer gesucht habe, nämlich das »stets neue Vergnügen einer nutzlosen Beschäftigung«. Einen großen Kontrast hierzu bilden Gustav Mahlers kammermusikalisch angelegte Kindertotenlieder nach Friedrich Rückerts gleichnamiger Gedichtsammlung, in denen die weltweit gefragte Mezzosopranistin Michelle Breedt den Gesangspart übernimmt.

Abschließend steht Dmitri Schostakowitschs 15. Symphonie auf dem Programm, die um den Tod ebenso wie um die Schattenseiten des Lebens zu kreisen scheint. Als das Werk am 8. Januar 1972 im großen Konzertsaal des Moskauer Konservatoriums Premiere hatte, wurde es gefeiert; offenbar hatten die meisten Rezensenten den grotesk-optimistischen Tonfall des ersten Satzes ebenso für bare Münze genommen wie den hochpathetischen Tonfall des folgenden Trauermarschs. Dass das Finale vom Motiv der »Todesverkündigung« aus Wagners Walküre eingeleitet wird, bevor in einer monumentalen Passacaglia das »Gewaltmotiv« aus der lange verfemten Oper Lady Macbeth von Mzensk anklingt, warf von offizieller Seite ebenfalls keine Fragen auf …

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