• Gustav Mahler
    Symphonie Nr. 5 cis-Moll (73 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Sir Simon Rattle

  • Gustav Mahler
    Symphonie Nr. 6 (95 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Sir Simon Rattle

  • Gustav Mahler
    Symphonie Nr. 7 e-Moll (83 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Sir Simon Rattle

  • Gustav Mahler
    Symphonie Nr. 8 Es-Dur »Symphonie der Tausend« (88 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Sir Simon Rattle

    Erika Sunnegårdh Sopran, Susan Bullock Sopran, Anna Prohaska Sopran, Lilli Paasikivi Mezzosopran, Nathalie Stutzmann Alt, Johan Botha Tenor, David Wilson-Johnson Bariton, John Relyea Bass, MDR-Rundfunkchor , Howard Arman Einstudierung, Knaben des Staats- und Domchors Berlin, Rundfunkchor Berlin, Simon Halsey Einstudierung

  • Gustav Mahler
    Das Lied von der Erde (77 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Sir Simon Rattle

    Anne Sofie von Otter Mezzosopran, Stuart Skelton Tenor

  • Gustav Mahler
    Symphonie Nr. 9 (91 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Sir Simon Rattle

  • Gustav Mahler
    Lieder eines fahrenden Gesellen (19 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Sir Simon Rattle

    Christian Gerhaher Bariton

  • Gustav Mahler
    Fünf Lieder nach Gedichten von Friedrich Rückert (24 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Sir Simon Rattle

    Magdalena Kožená Mezzosopran

Die Berliner Philharmoniker können auf eine bemerkenswerte Mahler-Tradition zurückblicken. So ist der Komponist selbst als Dirigent mehrfach mit dem Orchester aufgetreten, hat hier seine Zweite und Dritte Symphonie interpretiert, erstere sogar als Uraufführung. Die hohe Wertschätzung des Orchesters für den zu Lebzeiten und viele Jahre danach alles andere als unumstrittenen Komponisten belegen verschiedene Daten: So wurde die monumentale Achte Symphonie bereits im Jahr 1912 in Berlin aufgeführt, hier fand 1923 auch der erste deutsche Mahler-Zyklus statt und beim Rundfunk-Debüt der Philharmoniker ein Jahr später war die Auferstehungs-Symphonie zu hören. Zu den Dirigenten Mahlers bei den Philharmonikern gehörten dessen enger Vertrauter Bruno Walter, Raffael Kubelik, Otto Klemperer und Leonard Bernstein, der bei seinem einzigen Programm mit dem Orchester eine unvergessene Aufführung der Neunten leitete. Nachdem Wilhelm Furtwängler und Herbert von Karajan ein eher distanziertes Verhältnis zum Komponisten gepflegt hatten (Karajans Interesse steigerte sich allerdings in seinen späten Jahren), wurden mit Claudio Abbado und Sir Simon Rattle zwei ausgewiesene Mahler-Experten an die Spitze des Orchesters berufen.

In Sir Simons musikalischer Laufbahn spielte kaum ein Komponist eine so zentrale Rolle wie Mahler: So dirigierte er die Zweite Symphonie mit eigens zusammengestelltem Orchester und Chor bereits als Teenager. In seiner Zeit als Music Director des City of Birmingham Symphony Orchestra realisierte Rattle einen Zyklus, der zum großen Teil auch auf Aufnahmen dokumentiert ist. Und viele entscheidende Stationen in der Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern wurden von Mahler-Interpretationen markiert: Bei seinem Debüt im Jahre 1987 steht ebenso die sechste, gelegentlich als »Tragische« bezeichnete Symphonie auf dem Programm wie in seinem letzten Konzert als Chefdirigent in der Philharmonie im Juni 2018. Und in Rattles Einstandskonzert als musikalischer Leiter war eine gefeierte Aufführung der fünften zu erleben.

In den Jahren 2010 und 2011 folgten zwei Jubiläen aufeinander: Mit dem ersten jährte sich der Geburtstag des Komponisten zum 150., mit dem zweiten dessen Todestag zum 100. Mal. Dem Anlass entsprechend brachten Sir Simon und die Philharmoniker die neun vollendeten Symphonien des Komponisten und dessen Lied von der Erde zur Aufführung. Wie diese Playlist mit sämtlichen Symphonien und wichtigen Orchesterliedern zeigt, war Mahlers Musik auch in den folgenden Jahren ein wichtiger Bestandteil des Repertoires. Und so wird Sir Simons Ära bei den Berliner Philharmonikern nicht zuletzt als eine Zeit der großen Mahler-Abende in Erinnerung bleiben.