Donald Runnicles dirigiert ein Konzert »à la française«

Donald Runnicles dirigiert ein Konzert »à la française«

Berliner Philharmoniker
Donald Runnicles

Martina Welschenbach, Kelley O'Connor, Noel Bouley, Rundfunkchor Berlin

  • Olivier Messiaen
    Hymne

    Martina Welschenbach Sopran, Kelley O'Connor Mezzosopran, Noel Bouley Bass-Bariton, Rundfunkchor Berlin, Simon Halsey Einstudierung

  • Olivier Messiaen
    Les Offrandes oubliées, Méditation symphonique

    Martina Welschenbach Sopran, Kelley O'Connor Mezzosopran, Noel Bouley Bass-Bariton, Rundfunkchor Berlin, Simon Halsey Einstudierung

  • Claude Debussy
    La Damoiselle élue

    Martina Welschenbach Sopran, Kelley O'Connor Mezzosopran, Noel Bouley Bass-Bariton, Rundfunkchor Berlin, Simon Halsey Einstudierung

  • Maurice Duruflé
    Requiem op. 9

    Martina Welschenbach Sopran, Kelley O'Connor Mezzosopran, Noel Bouley Bass-Bariton, Rundfunkchor Berlin, Simon Halsey Einstudierung

Donald Runnicles ist Spezialist für Requiem-Aufführungen. Dieser Eindruck zumindest entsteht, wenn man auf die philharmonischen Konzerte zurückblickt, die der schottische Dirigent seit 2003 geleitet hat: So dirigierte er bereits die Requiem-Vertonungen von Benjamin Britten, Hector Berlioz und Johannes Brahms. Diesmal widmet sich der Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin der Totenmesse von Maurice Duruflé. Das Werk ist die bekannteste Schöpfung des französischen Komponisten, der im 20. Jahrhundert zu den großen Organisten seines Landes zählte. Duruflé, ein Schüler von Louis Vierne und Paul Dukas, ließ sich in seinem Requiem von den gregorianischen Weisen der katholischen Liturgie inspirieren, die er teilweise original zitiert und in sehr subtile Klänge hüllt. Auf diese Weise kreierte er eine Vokalkomposition von suggestivem Charakter – archaisch, transzendent, tröstlich. Und eines macht das Werk deutlich: Duruflés Klangsprache wurzelt nicht nur in der Gregorianik, sondern auch im französischen Impressionismus.

Eröffnet wird das Programm mit zwei Werken von Duruflés Zeitgenossen und Kollegen Olivier Messiaen: Hymne und Les Offrandes oubliées. Wie Duruflé war auch Messiaen Organist. Kirche, Gottesdienst und Religiosität prägten sein musikalisches Schaffen ebenfalls stark. Die beiden Orchesterkompositionen, die zu den frühen Arbeiten Messiaens zählen, besitzen einen sakralen Charakter und zeichnen sich durch eine farbenreiche, atmosphärisch dichte Klangsprache aus. Ein weiteres Frühwerk ist die poetische Kantate La Damoiselle élue von Claude Debussy. Der junge Komponist steht bei diesem Werk zwar noch unter dem Einfluss der Musik Richard Wagners, doch Debussys persönlicher Stil lässt sich bereits deutlich erkennen.

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