Pēteris Vasks
Komponist
Der Lette Pēteris Vasks erlebte als Kind den Staatsterror der sowjetischen Zentralregierung – mit Massendeportationen und Zwangsumsiedlungen im Rahmen einer »Russifizierung« des Baltikums. Als Komponist bekannte er sich früh zu einem humanen und religiösen Ethos seiner Werke: »Das Mitleiden mit den Schmerzen der Welt empfinde ich als den Ausgangspunkt meines Schaffens. Ich habe immer davon geträumt, dass meine Musik – tröstend und fragend – dort zu hören wäre, wo sich unglückliche Menschen aufhalten.« Seine oft gespielte Musica dolorosa für Streichorchester entstand 1983 als Requiem nach dem Verlust seiner Schwester.