Vokalhelden-Chorprojekt: A Trip to the Moon

Vokalhelden-Chorprojekt: A Trip to the Moon

Vokalhelden-Chorprojekt

Gesangssolisten, Musiker der Berliner Philharmoniker und jugendliche Instrumentalisten, Vokalhelden-Kinderchor, Vokalhelden-Projektchor mit Jugendlichen und Erwachsenen
Simon Halsey

Ela Baumann

  • Andrew Norman
    Neues Werk – Uraufführung, Auftragswerk der Stiftung Berliner Philharmoniker gemeinsam mit dem London Symphony Orchestra

Im Herbst 2013 entstand unter der künstlerischen Leitung von Simon Halsey ein neuer Bereich im Rahmen des Education-Programms der Berliner Philharmoniker, der langfristig Lebensräume für das Singen und das gemeinsame Musikmachen schaffen möchte: die Vokalhelden – ein Projekt, bei dem Kinder und Jugendliche in verschiedenen Stadtteilen Berlins zum gemeinsamen Singen zusammenfinden: »Es liegt in unserer Verantwortung«, so die Prämisse Simon Halseys, »das Leben unserer Kinder zu bereichern, indem wir ihnen die Freude am Singen vermitteln. Das ist gut für ihre Gesundheit, ihre Konzentration und ihre Entwicklung; sie werden über eine Fähigkeit verfügen, die es ihnen zeitlebens ermöglicht, Freundschaften zu schließen; das Interesse am Singen und ihre Begeisterung wird sie stets mit anderen verbinden – sei es in ihrer direkten Umgebung oder in der ganzen Welt.«

Nach der Beteiligung an den Aufführungen der Kinderopern Was lauert da im Labyrinth von Jonathan Dove (2015) und Die beiden Musikanten von Peter Maxwell Davies (2016) steht gegen Ende dieser Spielzeit ein weiteres großes Vokalhelden-Chorprojekt auf dem Plan, bei dem neben den Vokalhelden-Kinderchören auch Jugend- und Erwachsenenchöre bei einem gemeinsamen Konzert mit den Berliner Philharmonikern und jugendlichen Instrumentalisten unter der Leitung von Sir Simon Rattle mitwirken werden: Die Premiere eines neuen musikdramatischen Werks eigens für dieses Vokalhelden-Projekt des US-amerikanischen Komponisten Andrew Norman, der 1979 in eine Familie eingefleischter Star-Wars-Fans hineingeboren wurde: »Wir sahen es jedes Wochenende, jahrelang – ernsthaft ...«

Fasziniert von John Williams’ bekannter Filmmusik, beschloss Norman schon in jungen Jahren, Komponist zu werden, was tatsächlich unter einem guten Stern stand, da der Absolvent der Thornton School of Music an der University of Southern California und der Yale School of Music mit Kompositionspreisen schier überhäuft wurde: »Er ist ein wunderbarer Orchestrator und seine Fantasie ist wirklich außergewöhnlich«, lautete das Urteil des Pianisten und Dirigenten Jeffrey Kahane, der im Dezember 2015 Normans Klavierkonzert Split mit dem von James Gaffigan dirigierten New York Philharmonic uraufgeführt hat. Über Normans neue Oper war noch nichts zu erfahren, was mit seiner Arbeitsweise zusammenhängt: »Ich ziehe mich für sechs Monate in meine Höhle zurück und komme dann mit der vollständig fertigen Partitur wieder heraus«, sagt er (wobei er mit »Höhle« die umgebaute Garage neben seinem Haus in El Sereno nordöstlich von Los Angeles meint). Ob das Stück in den Weiten des Weltraums spielen wird, steht noch in den Sternen.

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