Kirill Petrenko dirigiert Ravels »Boléro«
»Ich habe nur ein Meisterwerk geschaffen, den Boléro; nur schade, dass keine Musik drinnen ist«, so Maurice Ravels sarkastisches Urteil über seine bis heute populärste Komposition. Als eine Art Vorläufer des Minimalismus verweigert der als Ballettmusik konzipierte Boléro jede motivisch-thematische Arbeit im traditionellen Sinn: 17 Minuten lang wiederholt sich ein laszives Thema über gleichbleibendem Rhythmus. Die Genialität liegt in der Sogwirkung: Neu hinzutretende Instrumente und provokant reibungsreiche Intervall-Schichtungen lassen den Klang stetig anschwellen – bis sich die Spannung in einem bacchantischen Exzess entlädt.
© 2025 Berlin Phil Media GmbH
Recording Producer, Editing: Christoph Franke
Recording Engineer: Gero Meissner
Immersive Mix: René Möller
Recorded: 20 Jun 2024 · Philharmonie Berlin