Künstler*in

Richard Wagner

Komponist

Richard Wagner beeinflusste durch neuartige Harmonik, geniale Instrumentation und seine Konzeption des Gesamtkunstwerks alle auf ihn folgenden bedeutenden Komponisten. Auch offizielle Gegenspieler wie Brahms oder Debussy konnten sich der Faszination seiner Musik nicht entziehen. Die seit 1876 stattfindenden Festspiele in Bayreuth im von Wagner selbst entworfenen Opernhaus sind bis heute ausschließlich Aufführungen der großen Musikdramen vom Fliegenden Holländer bis zum Parsifal verpflichtet. Auch in der vierten Generation liegt dabei die Leitung des Festivals in den Händen der Familie.

Die Herkunft aus unordentlichem Theatermilieu, die Affäre und Ehe mit Franz Liszts Tochter Cosima, die im Zerwürfnis endende Freundschaft mit Friedrich Nietzsche, die Förderung durch den Bayern-König Ludwig II., der ständige Wechsel zwischen Prekarität und Luxusleben machten den 1883 in Venedig gestorbenen Wagner zu einer der schillerndsten Künstlergestalten des 19. Jahrhunderts. Sein opportunistischer Antisemitismus befremdet dabei bis heute. Alle Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker von Hans von Bülow bis zu Kirill Petrenko waren und sind leidenschaftliche Wagner-Interpreten. Herbert von Karajan realisierte bei den Salzburger Festspielen in den 1960er Jahren die erste philharmonische Gesamtaufführung vom Ring des Nibelungen, Simon Rattle knapp 40 Jahre später am selben Ort und in Aix-en-Provence die zweite. Sir Simon dirigierte zudem gefeierte konzertante Aufführungen unter anderem der Walküre und von Tristan und Isolde in Berlin.

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