Kostenlos: Die »Vokalhelden« mit Simon Rattle und einer Kinderoper

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So, 21. Juni 2015

Orchester aus Berliner Philharmonikern und jugendlichen Instrumentalisten
Sir Simon Rattle

  • kostenlos

    Jonathan Dove
    Was lauert da im Labyrinth, Text von Alasdair Middleton (Deutsche Fassung von Arne Muus), Autragswerk der Stiftung Berliner Philharmoniker gemeinsam mit dem London Symphony Orchestra Uraufführung (00:59:55)

    Simon Halsey Einstudierung, Florian Hoffmann Theseus (Tenor), Götz Schubert Minos (Schauspieler), Eva Vogel Mutter  (Frauenstimme), Pavlo Hunka Dädalus (Bass-Bariton), Vokalhelden-Projektchor, Gabriel Frimpong Minotaurus (Tänzer)

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»Ist es das Monster?«

Was lauert da im Labyrinth? – Eine Oper für alle von Jonathan Dove

»Ich erinnere mich, dass ich in meinen frühen Teenagerjahren The Hobbit las und den Text auf dem Klavier in Musik übersetzte«, bekannte Jonathan Dove im November 2009 in einem Interview für das Magazin Time Out. »Damals baute ich auch Modell-Theater, die immer komplizierter wurden, die letzte Bühne enthielt meinen kompletten Märklin-Baukasten, hatte UV-Beleuchtung und eine hydraulische Drehbühne.« Kein Wunder, dass sich der 1959 in London geborene Sohn eines Architektenehepaars so konsequent und erfolgreich der Operngattung zugewandt hat wie nur wenige andere zeitgenössische Tonsetzer. Jonathan Dove wurde an der Universität in Cambridge vom Neoromantiker Robin Holloway unterrichtet und begann nach seinem Diplom eine Karriere als Liedbegleiter, Repetitor und Arrangeur. Den Durchbruch als Komponist hatte er mit seiner Flughafenkomödie Flight, die 1998 im Auftrag der Glyndebourne Touring Opera entstand und seither wiederholt auf dem Spielplan des Glyndebourne Festivals zu finden war. Die Oper über eine Gruppe von Reisenden, die für 24 Stunden auf einem Flughafen gestrandet sind, war inzwischen viele Male auf Bühnen in Europa, den USA und in Australien zu erleben; zudem wurde sie vom Fernsehen ausgestrahlt. In ihr verbindet der Brite zeitgenössische Opernelemente mit der Tradition der Opera buffa und bezieht sich zugleich auf das sogenannte »CNN-Operngenre«, das reale Ereignisse aufgreift und zu dem etwa John Adams’ Nixon in China und The Death of Klinghoffer zählt sowie Anthony Davis’ X, The Life and Times of Malcolm Xzählen. Der Kritiker Victor Lewis-Smith beschrieb Flight euphorisch als »ein Werk, das die Gattung der Oper wie eine blühende Kunstform erscheinen lässt und nicht wie ein elegantes Fossil. Es ist nie leicht, zugängliche Kunst zu schaffen, ohne seine Integrität zu kompromittieren, aber Dove und seiner Librettistin De Angelis ist dies mit großem Erfolg gelungen.«

Inzwischen umfasst Jonathan Doves Werkkatalog mehr als 20 Opern, in denen es ihm aufgrund seines lebendigen und an der Bühnenpraxis geschulten Theaterinstinkts immer wieder gelungen ist, sich auch den unerfahrenen Konzertgängern unmittelbar mitzuteilen: »Meiner Meinung nach kann Oper etwas für jedermann sein – sie ist doch ein Ort der Schönheit, des Staunens, der Freude und der Verzauberung.« So überrascht es nicht, dass der Komponist im Auftrag des britischen Fernsehsenders Channel 4 bereits zwei TV-Opern für ein Millionenpublikum geschrieben hat: When She Died (2002) setzt sich mit den britischen Reaktionen auf den Tod von Prinzessin Diana auseinander; und Man on the Moon (2006), die von der ersten Mondlandung handelt. Doves musikalisches Märchen The Enchanted Pig, ein Auftragswerk des Londoner Theaters Young Vic, wurde so oft gespielt wie sonst nur Broadway-Produktionen oder Musicals – ein Erfolg, an den der Komponist mit der an Weihnachten 2007 uraufgeführten Oper The Adventures of Pinocchio (geschrieben im Auftrag der Opera North) anknüpfen konnte: Das 2009 mit dem British Composer Award ausgezeichnete Bühnenstück, war nicht nur in Großbritannien, sondern auch in Deutschland sowie in den USA zu sehen und liegt inzwischen in einer Aufnahme aus dem Sadler’s Wells Theatre London in der Regie von Martin Duncan als DVD und als Blu-ray Disc vor.

Wie viele britische Gegenwartskomponisten engagiert sich Jonathan Dove im Bereich der lokalen Kulturarbeit; so leistete er etwa als künstlerischer Leiter des Spitalfields Festivals in den Jahren 2001 bis 2006 einen bedeutenden Beitrag zum Musikleben und Bildungswesen des früheren Londoner Elendsviertels. Mehrere seiner Werke haben Menschen mit unterschiedlichstem soziokulturellem Hintergrund zusammengebracht, um gemeinsam musikalische Projekte zu gestalten – u. a. die 1999 in London uraufgeführte »Community-Oper« Tobias and the Angel, eine Kirchenoper mit Gemeindebeteiligung, The Palace in the Sky (2000) sowie die »Community-Kantate« On Spital Fields(2005), für die Dove mit dem Kompositionspreis der Royal Philharmonic Society ausgezeichnet wurde. Weiterhin versucht er immer wieder mit seinem Schaffen, Jugendliche für die »klassische Musik« zu begeistern: Für Grundschulen im Londoner Osten komponierte er 2001 die für Kinder geschriebene und von Kindern zu inszenierende Oper The Hackney Chronicles, die regelmäßig aufgeführt wird. Mit Swanhunter, einem Kompositionsauftrag der Opera North, schuf er nach The Adventures of Pinocchio eine weitere Jugend-Oper, die im November 2009 im Grand Theatre in Leeds ihre erfolgreiche Premiere hatte.

All seine Erfahrungen, die Dove im Rahmen seiner »Community-Opern« gemacht hat, sowie die Fertigkeiten, die er sich bei seiner Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erwarb – das Schreiben für Laiendarsteller und für ein anderes als das typische Opernpublikum –, hat der britische Komponist in sein jüngstes Opernprojekt einfließen lassen: die musikalisch bisweilen zwischen Strawinskys Sacre du printemps, fetzigen Jazzanklängen und amerikanischem Minimalismus changierende Oper Was lauert da im Labyrinth? nach einem Libretto von Alasdair Middleton. Das ungewöhnlich besetzte Ensemble unter der Leitung von Sir Simon Rattle besteht neben den Gesangssolisten – Heldentenor (Theseus), Mezzosopran (Theseus Mutter) und Bass-Bariton (Dädalus) – auch aus einem Sprecher (Minos) und einem Tänzer (Minotaurus); das Orchester setzt sich aus Mitgliedern der Berliner Philharmoniker und zahlreichen jungen Instrumentalistinnen und Instrumentalisten zusammen. Doch damit nicht genug, denn das Werk, das in diesem Konzerten Premiere hat, verlangt gleich drei verschiedene Chöre, was eine ideale Zusammenarbeit mit dem Education-Projekt Vokalhelden garantiert, bei dem sich Kinder und Jugendliche in verschiedenen Stadtteilen Berlins zum gemeinsamen Singen zusammenfinden.

In Was lauert da im Labyrinth? greifen Dove und Middleton die antike Sage von Theseus auf, der auszog, um den Minotaurus zu töten: Der kretische König Minos forderte nach dem Sieg über die Athener von jenen regelmäßig sieben Jünglinge und sieben Jungfrauen als Tribut, weil sein Sohn durch eine Hinterlist auf attischem Gebiet zu Tode gekommen war; die Unglücklichen verschwanden in den Tiefen des Labyrinths und fielen dem menschenfressenden Ungeheuer – halb Stier, halb Mensch – zum Opfer. Gemäß der antiken Sage erhielt der strahlende Held Theseus von der Tochter des Minos, Ariadne, nicht nur sein Schwert, sondern auch einen Bindfaden, dessen Ende er am Eingang des Irrgartens befestigte. Nachdem er das Ungetüm niedergestreckt hatte, fand er dank des Fadens den Weg in die Freiheit zurück.

Um eine Aufführungsdauer von rund 55 Minuten nicht zu überschreiten und die Anzahl der Solisten zu begrenzen, verzichteten Dove und Middleton in der Oper auf die Ariadne-Figur. Stattdessen trifft der mit allerlei Helden-Klischees ausgestattete Theseus – »Mutter wartet mit dem Essen, sein Duft verlockt mich sehr, doch fragt ihr mich ganz ehrlich, dann lockt das Wagnis mehr.« im Labyrinth auf den brillanten Erfinder, Techniker und Baumeister Dädalus, der einst im Auftrag von König Minos das gefährliche Labyrinth erbaut hatte. Dädalus führt Theseus zum Minotaurus, der das Ungeheuer unter lautem Kampfgeheul und unter Rückgriff auf die Comic-Sprache besiegt (»Batsch! Uff! Peng! Knack! Schmetter! Polter! Duck dich! Tritt! Stoß! Schlag!«). Mit Dädalusʼ Hilfe finden die Athener anschließend »zu Licht und Freiheit« zurück. Die Oper endet schließlich mit der glücklichen Rückkehr in die Heimat: » die Sonne erwacht, ein strahlender Tag lacht und dieser Tag lacht auf ewig.«

Harald Hodeige

Gabriel Frimpong wurde in Ghana geboren und ist in Berlin aufgewachsen; er hat eine abgeschlossene Ausbildung als Kaufmann im Groß- und Außenhandel. Seit 2006 trainiert er Breakdance, bereits 2010 ertanzte er sich den Meistertitel bei der Berliner »Battle Of The Year«. Zwei Jahre später wurde Gabriel Frimpong bei der »Battle Of The Year Deutschland« Vizemeister. Er ist Mitglied der Berliner Tanzgruppe Flying Steps, die sich auf Breakdance, Popping und Locking spezialisiert hat; zudem unterrichtet er seit 2013 als Tanzlehrer in der Flying Steps Academy. In den Konzerten der Stiftung Berliner Philharmoniker gibt der Tänzer nun sein Debüt.

Der gebürtige Berliner Florian Hoffmann erhielt im Rahmen eines Vorstudiums am Peter-Cornelius-Konservatorium in Mainz eine Gesang- und Klavierausbildung und gewann 1995 den Förderpreis des Kulturministeriums Rheinland-Pfalz. Danach absolvierte er an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« ein Gesangstudium bei Renate Faltin und Reiner Goldberg. Auftritten bei der ersten Ruhrtriennale in Essen 2002 und im Fürstentum Liechtenstein folgte ab der Spielzeit 2005/2006 ein Engagement an der Berliner Staatsoper Unter den Linden, wo der junge Sänger bereits 2003 im Rahmen einer Koproduktion als Aret in Haydns Philemon und Baucis debütiert hatte. Hier war Florian Hoffmann u. a. als Pong in Puccinis Turandot zu erleben, als Basilio in Mozarts Le nozze di Figaro, als Steuermann in Der fliegende Holländer, als Pedrillo in Die Entführung aus dem Serail, als Tom Rakewell in Strawinskys The Rake’s Progress und als Kudrjáš in Janáčeks Katja Kabanowa. Der Tenor arbeitete mit Dirigenten wie Philippe Jordan, Zubin Mehta, Ingo Metzmacher und Sir Simon Rattle zusammen; außerdem sang er unter Daniel Barenboim den Hirten sowie die Stimme des jungen Seemanns in Tristan und Isolde, David in Die Meistersinger von Nürnberg, Jaquino in Beethovens Fidelio und Andres in Alban Bergs Wozzeck. Neben seinen Verpflichtungen an der Berliner Staatsoper ist Florian Hoffmann auch als Konzert- und Oratoriensänger aktiv. Zudem gastierte er u. a. am Baden-Badener Festspielhaus, an den Opernhäusern in Antwerpen und Brüssel, beim Festival in Aix-en-Provence und war seit seinem Debüt im Sommer 2009 wiederholt Gast bei den Bayreuther Festspielen. In den Konzerten der Stiftung Berliner Philharmoniker gibt Florian Hoffmann nun sein Debüt.

Pavlo Hunka wurde als Sohn eines ukrainischen Vaters und einer englischen Mutter in Großbritannien geboren. Er studierte zunächst Sprachpädagogik und Jura und arbeitete vier Jahre lang als Rechtsanwalt, bevor er sich am Royal Northern College of Music in Manchester zum Sänger ausbilden ließ und sein Können bei Maria Sandulescu in der Schweiz vervollkommnete. Seit seinem dreijährigen Festengagement am Theater Basel gastiert der Bassbariton an den renommierten Opernhäusern in Paris, Wien, München, Florenz, Amsterdam, London und Salzburg; hierbei arbeitete er mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Jeffrey Tate, Semyon Bychkov, Zubin Mehta, Peter Schneider und Mark Wigglesworth zusammen. Pavlo Hunkas Repertoire umfasst Partien wie Barak (Die Frau ohne Schatten), Golaud (Pelléas et Mélisande), Blaubart (Herzog Blaubarts Burg), Pizarro (Fidelio), Kaspar (Der Freischütz), Caligula in Detlev Glanerts gleichnamiger Oper sowie zahlreiche weitere Rollen des russischen, deutschen und italienischen Repertoires. Sein Debüt als Falstaff hatte der Sänger an der Canadian Opera Toronto, wo er anschließend auch als Hunding (Die Walküre), Alberich (Siegfried) sowie in der Titelpartie von Alban Bergs Wozzeck zu erleben war. Weitere Gastengagements führten den Künstler an die English National Opera (Chowantschina, Les Troyens), an die Oper Bonn (Lulu), zum Maggio Musicale Fiorentino (Wozzek), an das Teatro Real Madrid (Pique Dame) sowie nach Amsterdam, Brüssel, Genf, Moskau, Lissabon und Palermo. Bei den Berliner Philharmonikern debütierte Pavlo Hunka Ende November/Anfang Dezember 1994 als Pfleger im Rahmen einer von Claudio Abbado dirigierten konzertanten Produktion von Richard Strauss’ Elektra, die im April des folgenden Jahres auch bei den Salzburger Osterfestspielen zu erleben war.

Annechien Koerselman studierte an der Toneelacademie Maastricht. Die holländische Regisseurin arbeitet im Bereich des Sprech- und Musiktheaters, wobei sich Musik wie ein roter Faden durch alle ihren Produktionen zieht. So kreierte Annechien Koerselman u. a. die Musiktheateraufführung Die Musikfabrik, für die sie mit dem »Junge Ohren«-Preis 2012 ausgezeichnet wurde. Zu den jüngsten Arbeiten von Annechien Koerselman zählen die Inszenierungen der Jugendopern Kannst du pfeifen, Johanna (Musik: Gordon Kampe, Libretto: Dorothea Hartmann) und Gold (Musik: Leonard Evers, Libretto: Flora Verbrugge) an der Deutschen Oper Berlin. Am Theater an der Rott in Eggenfelden brachte sie die neue Jugendoper Tischlein, deck dich von Peter Androsch und Dorothea Hartmann auf die Bühne, für die Philharmonie Luxembourg konzipierte und inszenierte sie die musikalisch-theatralischen Konzerte Feiervillchen, Bout’Chou – 4 Jahreszeiten und Carmencita. Neben ihrer Arbeit als Regisseurin schreibt Annechien Koerselman auch Theatertexte und fertigt Roman-Adaptionen für die Bühne an. In den Konzerten der Stiftung Berliner Philharmoniker ist ihre Arbeit nun erstmals zu erleben.

Uta Materne studierte Kunst und Szenografie in Düsseldorf und Hannover. Bereits während des Studiums arbeitete sie als Ausstatterin für verschiedene Film- und Fernsehproduktionen sowie als freie Assistentin am Schauspiel Hannover, am Theater Basel sowie am Theater Neumarkt in Zürich. Ab der Spielzeit 2003/2004 assistierte sie zwei Jahre lang u. a. bei Bettina Meyer, Penelope Wehrli und Anna Viebrock am Theater Basel, wo auch eigene Bühnenbilder entstanden. Seit 2006 arbeitet Uta Materne als freie Bühnenbildnerin mit Regisseuren wie Julia Hölscher, Franz Wittenbrink, Rafael Sanchez, Albrecht Hirche, Barbara Tacchini und Krystyn Tuschhoff an der Staatsoper Stuttgart, dem Schauspiel Hannover, dem Staatsschauspiel Dresden, dem Staatstheater Oldenburg, der Deutschen Oper Berlin, dem Schauspiel Düsseldorf, dem Oldenburgischen Staatstheater und dem Staatstheater Braunschweig. In den Konzerten der Stiftung Berliner Philharmoniker gibt Uta Materne nun ihr Debüt.

Götz Schubert wurde bereits während seines Studiums an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin für mehrere Film- und Fernsehproduktionen engagiert. Gleichzeitig weckte er die Aufmerksamkeit von großen Theatermachern wie Jürgen Gosch, Peter Stein oder Thomas Langhoff. Nach Engagements am Deutschen Theater und am Maxim Gorki Theater in Berlin wurde Götz Schubert in der DEFA-Filmsatire Zwei schräge Vögel von 1989 (Regie: Erwin Stranka) einem breiteren Publikum bekannt. Auf der Bühne war der Schauspieler u. a. als Alceste in Molières Der Menschenfeind zu erleben, als Jago in Shakespeares Otello und als Tasso in Goethes Torquato Tasso sowie in seinem eigenen, viel gelobten Ein-Mann-Stück Helden wie wir. Im Film trat er in Produktionen auf wie Der tödliche Befehl (Regie: Winfried Oelsner), Der Turm (Regie: Christian Schwochow), Ihr mich auch (Regie: Hans-Günther Bücking), KDD (Regie: Christian Zübert, Andreas Prochaska) oder Neger, Neger, Schornsteinfeger (Regie: Jörg Grünler). Zudem arbeitete Götz Schubert mit Regisseuren wie Dieter Wedel, Lars Kraume, Matti Geschonneck und Rainer Kaufmann zusammen. Sein intensives Spiel und seine große Wandlungsfähigkeit wurden vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Adolf-Grimme-Preis und mit dem Deutschen Fernsehpreis. In den Konzerten der Stiftung Berliner Philharmoniker gibt Götz Schubert nun sein Debüt.

Eva Vogel studierte in den USA am New Yorker Mannes College of Music und an der Yale University. Außerdem wurde die Mezzosopranistin von Christa Ludwig und Brigitte Fassbaender unterrichtet. Bereits während ihres Studiums war sie mit Partien in Opern von Monteverdi, Mozart, Bizet und Verdi auf der Bühne zu erleben; von 2003 an gehörte sie für zwei Jahre lang zum Studio der Oper Köln. Festengagements in Düsseldorf und Innsbruck folgten. In diesen Jahren erweiterte die Künstlerin ihr Repertoire um Partien in Werken von Vivaldi, Händel, Gluck, Rossini, Donizetti, Mascagni, Johann Strauß, Wagner, Humperdinck, Richard Strauss und Prokofjew. Als Gast wurde Eva Vogel an Häuser wie das Staatstheater Wiesbaden, Staatstheater Nürnberg, Theater Bremen, Concertgebouw Amsterdam und an das Royal Opera House, Covent Garden, verpflichtet. Liederabende und Konzertauftritte führten sie u. a. zum Klavierfestival Ruhr, nach Amsterdam, Brüssel, Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Essen, Mailand, New York, Alabama, Winnipeg und Seoul; Sir John Eliot Gardiner, Ingo Metzmacher, Jonathan Nott und Edo de Waart zählen zu den Dirigenten, mit denen sie bereits zusammengearbeitet hat. Für die von Sir Simon Rattle dirigierte Ring-Tetralogie mit den Berliner Philharmonikern beim Sommerfestival in Aix-en-Provence und bei den Salzburger Osterfestspielen wurde Eva Vogel als Grimgerde (Die Walküre) bzw. Wellgunde (Götterdämmerung) verpflichtet. In Berliner Konzerten des Orchesters war sie zuletzt an drei Abenden Ende Mai 2012 unter Sir Simon Rattles Leitung ebenfalls als Grimgerde in konzertanten Aufführungen von Wagners Walküre zu erleben.

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