Kirill Petrenko dirigiert »Hänsel und Gretel«
Zwei mutige Kinder, die sich durch Cleverness aus den Fängen einer Hexe befreien – Engelbert Humperdinck machte aus dem populären Märchen Hänsel und Gretel eine Oper, die bis heute generationenübergreifend verzaubert. Einzigartig ist die Mischung aus volksliedhaften Melodien und einem von Richard Wagner inspirierten Orchesterklang. Die farbenfrohe szenische Aufführung zum 25-jährigen Bestehen des Education-Programms wird von Kirill Petrenko dirigiert.
Seit über 100 Jahren gehört Hänsel und Gretel zu den beliebtesten Opern für die ganze Familie. Ein Werk, das in über zwanzig Sprachen übersetzt wurde und auch heute noch für viele junge Menschen die erste Begegnung mit klassischer Musik und der Opernwelt bedeutet. Für ihren Schöpfer Engelbert Humperdinck war Hänsel und Gretel der größte Erfolg. Der Spätromantiker komponierte das Stück nach einem Libretto seiner Schwester Adelheid Wette, das sich an die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm anlehnt. Was zunächst als Projekt mit ein paar Kinderliedern begann, sorgte im familiären Kreis für so große Begeisterung, dass Humperdinck die abenteuerliche Geschichte samt Happy End schließlich in eine abendfüllende Oper verwandelte – mit geschickt platzierten Volksliedern wie »Ein Männlein steht im Walde« oder »Brüderchen, komm tanz mit mir«.
Es entstand eine ungemein farbenreiche Vertonung des bekannten Märchens um das Geschwisterpaar, das im tiefen Wald in den Bann der bösen Hexe gerät (und sich ihrer durch eine List entledigt). Kein Geringerer als Richard Strauss urteilte begeistert: »Welch herzerfrischender Humor, welch köstlich naive Melodik, welche Kunst und Feinheit in der Behandlung des Orchesters, welche Vollendung in der Gestaltung des Ganzen, welch blühende Erfindung, welch prachtvolle Polyphonie – und alles originell«. Kein Wunder, dass der Erfolg von Hänsel und Gretel seit der fulminanten Premiere am 23. Dezember 1893 ungebrochen ist. Mit der Aufführung bei den Berliner Philharmonikern geht für Kirill Petrenko – so bekannte der Chefdirigent in der Pressekonferenz zu Saisonbeginn – ein ganz persönlicher Traum in Erfüllung.
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