08. Feb 2001
Aus der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Rom

Berliner Philharmoniker
Claudio Abbado

  • Ludwig van Beethoven
    Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21 (30 Min.)

  • Ludwig van Beethoven
    Symphonie Nr. 2 D-Dur op.36 (37 Min.)

  • Ludwig van Beethoven
    Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica« (53 Min.)

  • Ludwig van Beethoven
    Symphonie Nr. 4 B-Dur op. 60 (38 Min.)

  • Ludwig van Beethoven
    Symphonie Nr. 5 c-Moll op. 67 (39 Min.)

  • Ludwig van Beethoven
    Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68 »Pastorale« (43 Min.)

  • Ludwig van Beethoven
    Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92 (42 Min.)

  • Ludwig van Beethoven
    Symphonie Nr. 8 F-Dur op. 93 (31 Min.)

  • Beethovens Symphonien: Eine Einführung von Claudio Abbado (26 Min.)

Claudio Abbado hat immer wieder Beethovens Symphonien in der Berliner Philharmonie dirigiert. Aber erst am Ende seiner Amtszeit als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker entschloss er sich zu einer Gesamtaufführung. Es blieb dem Publikum seiner italienischen Heimat vorbehalten, im Februar 2001 in der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom Zeuge dieser Interpretationen zu werden. Diese markierten für die Kritiker ebenso wie für die beteiligten Musiker Sternstunden in der Zusammenarbeit von Dirigent und Orchester.

Auch das Publikum spendete begeisterten Beifall. Aus ihm sprach nicht zuletzt Dankbarkeit darüber, Claudio Abbado wieder als Dirigent von ungebrochener Gestaltungskraft zu erleben, nachdem er über Monate eine schwere Krankheit überwunden hatte. Vor allem aber waren es die sehnigen, vorwärts drängenden Interpretationen selbst, die nach jedem Konzert zu stehenden Ovationen führten. Von einer »Revolution« sprach die Financial Times. Anstelle der Monumentalität früherer Zeiten trete hier »etwas Schlankeres, Erdigeres, Experimentelleres: etwas, das sich beim Fundus der Alte-Musik-Bewegung bedient, ohne dass die Persönlichkeit der Berliner Philharmoniker angetastet würde«. Auch optisch ist der stilistische Wandel erkennbar, denn im Vergleich zu früheren Jahren lässt Abbado die Symphonien von einem reduzierten Streicherapparat spielen. Dabei kommt eine neue Notenausgabe von Jonathan Del Mar zum Einsatz, die den neuesten Forschungsstand abbildet. Alle diese Neuerungen sind für Abbado keineswegs Selbstzweck, sondern bloße Mittel, um zum Kern von Beethovens Musik vorzustoßen. Seinen Orientierungspunkt in dieser Frage beschrieb er so: »Wenn man versucht, Beethovens Welt objektiv zu betrachten, dann ist eine Interpretation à la Haydn ebenso falsch wie eine Interpretation à la Wagner. Ideal – und das ist die Schwierigkeit – ist nur: Beethoven.«

Obwohl Orchester und Dirigent in Rom sämtliche Beethoven-Symphonien aufführten, wurde die Neunte damals nicht aufgezeichnet, da das Werk bereits wenige Monate zuvor, beim Europakonzert im Mai 2000 in Berlin, fürs Fernsehen produziert worden war. Dieser Mitschnitt steht auch in der Digital Concert Hall zur Verfügung.

Zum Europakonzert 2000 mit Beethovens Neunter Symphonie

EuroArtsAufzeichnung aus der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Rom

© 2001 EuroArts Music International
Erhältlich auf DVD und Blu-ray im EuroArts-Shop

Jetzt ansehen

Testen Sie die Digital Concert Hall

Testen Sie die Digital Concert Hall

Sehen Sie ein Konzert mit Symphonien von Ludwig van Beethoven, dirigiert von Sir Simon Rattle.

Kostenloses Konzert ansehen