Claudio Abbado dirigiert Schubert, Debussy und Mahler

24. Mai 2009

Berliner Philharmoniker
Claudio Abbado

Angelika Kirchschlager, Rundfunkchor Berlin

  • Franz Schubert
    Rosamunde, Fürstin von Zypern D 797, Bühnenmusik (30 Min.)

    Angelika Kirchschlager Mezzosopran, Rundfunkchor Berlin, Simon Halsey Einstudierung

  • Gustav Mahler
    Des Knaben Wunderhorn: Drei Lieder: Lob des hohen Verstandes· Wo die schönen Trompeten blasen · Rheinlegendchen (16 Min.)

    Angelika Kirchschlager Mezzosopran

  • Claude Debussy
    La Mer, trois esquisses symphoniques für Orchester (30 Min.)

  • kostenlos

    Interview
    Simon Halsey spricht über Schubert, Mahler, Debussy und Claudio Abbado (16 Min.)

2009 interpretierte Claudio Abbado mit den Berliner Philharmonikern drei Werke von Komponisten, mit denen ihn eine besonders innige Beziehung verband. So spielte Claude Debussy schon deshalb für den Dirigenten eine zentrale Rolle, weil es dessen Nocturnes gewesen war, die in dem erst sieben Jahre alten Abbado den Wunsch weckten, Musiker zu werden. Und die Kompositionen von Franz Schubert und Gustav Mahler, den unvergleichlichen Meistern des Wienerischen Tonfalls, standen immer schon im Mittelpunkt des Repertoires von Abbado, der prägende Studienjahre in der österreichischen Hauptstadt verbracht hatte.

Debussy versah sein 1905 uraufgeführtes Orchesterwerk La Mer mit dem Untertitel »Drei symphonische Skizzen«. Ähnlichkeiten zu den symphonischen Dichtungen der deutschen Schule bestehen dabei kaum, zumal das »Programm«, soweit man von einem solchen überhaupt sprechen kann, eine offenkundig menschenfreie maritime Szenerie zum Gegenstand hat. Die ungeheuer frei entwickelte, sich zum Schluss großartig aufgipfelnde Dramaturgie des Stücks verweist auf die geradezu religiöse Naturverehrung des französischen Komponisten. Oder wie er es selbst formulierte: »Empfinden, zu welchen erregenden und erhabenen Schauspielen die Natur uns vergängliche und störende Durchreisende einlädt, das nenne ich beten.« In diesem Konzert dirigierte Abbado La Mer bei den Berliner Philharmonikern zum ersten Mal.

Debussy und den fast gleichalten Gustav Mahler verbindet der Versuch, Naturstimmungen musikalisch einzufangen. Die von Abbado zusammengestellte und von der Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager gesungene Auswahl aus Mahlers Wunderhorn-Liedern umfasste eine Tierfabel, ein hintergründiges Kriegslied sowie einen unbeschwert-kindlichen Walzer und vermittelte damit auf engem Raum den Ausdrucksreichtum des Liedkomponisten Mahler.

Zum Auftakt erklang Franz Schuberts Bühnenmusik zu Helmina von Chézys heute vergessenem Schauspiel Rosamunde, Fürstin von Zypern, wobei in den Gesangseinlagen neben Kirchschlager auch der Rundfunkchor Berlin zu hören war. Eine Zwischenaktmusik aus dieser durch liedhafte Schlichtheit und traumhaft-zarte Atmosphäre bewegenden Musik spielten die Berliner Philharmoniker auch im Mai 2014 anlässlich eines Gedenkkonzerts für ihren ein halbes Jahr zuvor verstorbenen ehemaligen Chefdirigenten. Dabei blieb das Dirigentenpult leer: als Verweis auf die Lücke, die der tief verehrte Abbado in der Musikwelt hinterlassen hat.

Jagd-, Wunder- und Muschelhörner

Fundsachen in Werken von Schubert, Mahler und Debussy

Rosamundes Befreiung – Musik zu einem nichtigen Anlass

Durch Schaden wird man nicht unbedingt klug; manch einer wittert neues Glück auch da, wo keines winkt. Im Nachhinein weiß man eben vieles besser. Jedenfalls nahm Franz Schubert, der mit Werken für die Bühne noch nie Glück gehabt hatte, Ende 1823 den Auftrag an, die Bühnenmusik zu einem Schauspiel von Helmina von Chézy zu komponieren: Rosamunde, Fürstin von Zypern. Die Absprache war knapp getroffen, so dass Schubert in einem Zeitraum von höchstens zwei Wochen Zwischenaktmusiken, Ballette und Chöre schrieb. Derart hastig vorbereitet, geriet die erste Aufführung von Rosamunde am 20. Dezember 1823 im Theater an der Wien zum Fiasko. Das Stück wurde am nächsten Tag noch ein einziges Mal gespielt und verschwand dann auf Nimmerwiedersehen aus dem Repertoire.

Für Rosamunde schrieb Schubert zehn Stücke, die nur zum Teil an das Geschehen auf der Bühne gekoppelt sind. Der Geisterchor für Männerstimmen, Hörner und Posaunen erklang aus dem Off, der Hirtenchor, ein mit prominenten Klarinettensoli versehenes Tanzlied, und der beherzt aufsingende Jägerchor gehören in den letzten Akt. Ein kleines Juwel sind die knapp anderthalbminütigen Hirtenmelodien für Bläsersextett, die im Theater an der Wien ebenso viel Applaus erhielten wie die Romanze, ein schlichtes und wehmütiges Strophenlied in dunkler Instrumentierung. Die beiden Ballette der Partitur sind der Handlung nicht eindeutig zuzuordnen. Das erste nimmt das schneidige Kopfmotiv des ersten Entre-Acts auf und mündet in ein sanftes Andante mit pastosem Bläserklang. Es scheint eher eine Pantomime zu begleiten denn ein Ballett. Das zweite – charmant, heiter, vital – mochte wohl als Finale der Rosamunde dienen.

Die Schwergewichte in Schuberts Schauspielmusik sind zweifellos die Entre-Acts, die Zwischenaktmusiken. Die erste wurde wegen seiner symphonischen Dimension und der Tonart h-Moll 1867 in London als Finale zur Unvollendeten aufgeführt. Zum Glück ist daraus keine Tradition geworden: Fragment ist Fragment, und handfeste Beweise gibt es nicht. Der dritte Entre-Act ist ein fünfteiliges Andantino, dessen Hauptthema im typisch schubertschen Wanderrhythmus daherkommt. Der Komponist hat es seinem nahezu parallel entstandenen a-Moll-Streichquartett entnommen und durch zwei Passagen in lebhafter triolischer Bewegung unterbrochen – eines der schönsten Stücke aus Rosamunde.

So dunkel die Schatten der Vergessenheit sich über das Schauspiel Rosamunde senkten, so hell leuchtete das Licht, das sich über die Musik breitete. Ihr Schöpfer hat das nicht mehr erlebt. Erst lange nach seinem Tod entdeckte die Nachwelt auch die Orchestermusik Schuberts, die die Zeitgenossen über seinen Liedern und Tänzen nie recht wahrgenommen hatten. Späte Gerechtigkeit, auch für die Rosamunde-Musik. Befreit von der Schauerromantik auf der Bühne ist sie so populär geworden, wie Schubert sich das vermutlich nie hätte ausmalen können. Zum Glück wird man durch Schaden nicht immer klug...

Schöne Trompeten aus dem Wunderhorn

Franz Schubert komponierte alles, auch Lieder. Gustav Mahler komponierte nahezu ausschließlich Symphonien und Lieder, verband zuweilen beide Gattungen in einem Werk. Die weitaus meisten seiner Textvorlagen entnahm er einer Anthologie, die laut Johann Wolfgang von Goethe in jeden Haushalt gehört: Des Knaben Wunderhorn – 723 Gedichte und Lieder, aufgelesen und zu Beginn des 19. Jahrhunderts herausgegeben von Achim von Arnim und Clemens Brentano. Der Erfolg dieser Sammlung war enorm. Und sie faszinierte Mahler fast 90 Jahre später mehr als alle Gedichte von Mörike, Eichendorff, Hölderlin etc. Warum?

Zum einen wegen ihrer Unvollkommenheit: Die Gedichte der Wunderhorn-Sammlung sind keine unantastbar ausgefeilte Lyrik, durchdacht in jedem Wort, überlegt in jedem Komma. Schon die Herausgeber hatten sich nicht gescheut, redigierend einzugreifen. Mahler tat das auch, ließ Verse aus, dichtete sie um, änderte ihre Ordnung, erfand neue Titel. Er behandelte die Wunderhorn-Texte, als seien sie ein Steinbruch der Dichtung: »Felsblöcke«, wie er sagte, »aus denen jeder das Seine formen dürfe.«

Zum anderen fand Mahler in Des Knaben Wunderhorn das geballte Leben. Nichts Menschliches ist hier fremd, sei es abgründige Traurigkeit oder alberne Neckerei, sehnsüchtiges Hoffen oder banaler Alltag, schmerzende Einsamkeit oder deftiger Übermut. Das Wunderhorn mag zur Zeit seiner Publikation einer Sehnsucht nach verlorener Unschuld und einfachem Leben entsprochen haben. Mahler hingegen verweigert jede romantische Verklärung. Er ist kein Märchenonkel, er erzählt kein »Es war einmal...« Er nimmt die Texte so ernst, als sei das, was sie schildern, gerade erst und wirklich geschehen.

Das Lob des hohen Verstandes ist nicht nur ein musikalischer Spaß, sondern auch eine satirische Fabel: Einzig die Größe seiner Ohren qualifiziert einen Esel zum Richter über die Gesangsqualität von Kuckuck und Nachtigall. Der Witz besteht darin, dass sich der Vortrag der Nachtigall von dem des Kuckucks nicht unterscheidet, dem Esel aber trotzdem kraus und unverständlich in den Ohren klingt. Er kürt den Kuckuck zum Sieger – angeblich hoher Verstand hört eben nur das, was er hören will.

Wo die schönen Trompeten blasen, da möchte man nicht sein. Das Lied, von Mahler aus zwei Wunderhorn-Gedichten kombiniert und mit neuem Titel versehen, besingt den Abschied eines Soldaten von seiner Liebsten. Mit einfachsten und doch subtilsten Mitteln schildert Mahler einfühlsam Szenerie und Atmosphäre. Am Ende, wenn er die grüne Heide besingt, stehen dem Soldaten nur noch Holzbläser und die schönen Trompeten zur Seite. Die Musik weiß es besser als der Text.

Das Rheinlegendchen: ein wohliger Walzer ganz ohne Satire und Melancholie. Kurioserweise war in diesem Fall die Melodie zuerst da: Mahler blätterte im Wunderhorn auf der Suche nach passenden Versen zu einem musikalischen Einfall. Das Lied ein komponiertes Idyll, dessen Melodie so vertraut klingt, als sei sie seit Jahrhunderten überliefert. Solch behagliches Vergnügen geht vielleicht nicht so unvergesslich unter die Haut wie die Doppelbödigkeit anderer Wunderhorn-Lieder Mahlers. Aber genau dafür liebte der Komponist die Sammlung, weil ihre Gedichte und Lieder ihn zu allem inspirierten: zu vergnügter Burleske, hintergründiger Deutung und volksliedhafter Einfachheit.

Launen des Meeres

Gustav Mahler komponierte Symphonien. Claude Debussy komponierte, wenn es hochkam, symphonische Skizzen. Von Herzen misstrauisch gegenüber tradierten Gepflogenheiten, verabscheute er die Fesseln jeder Konvention und empfand die Schönheit einer klassischen Durchführung als Schönheit rein technischer Art, die keinen Menschen interessiere. Ihm ging es um anderes: um Sinnlichkeit, Raffinement, Nuancen, Farben. Und er hasste es, sich musikalisch zu wiederholen. Bei entsprechender Gefahr, so sagte er, würde er lieber Ananas züchten, als sich weiter der Musik widmen. Und so gibt es in La Mer kaum Takte, geschweige denn ganze Phrasen oder Satzteile, die sich wiederholen. Entsprechend unvorhersehbar ist der Verlauf: Es sind Skizzen, Momentaufnahmen entsprechend, die zu nichts verpflichten, schon gar nicht zu einem etablierten Modell aus Exposition, Durchführung und Reprise. Vielmehr treibt sich die Musik selbst voran, scheint naturhaft und ganz unmittelbar aus sich selbst heraus zu wachsen. Das war eine Vorstellung, die Debussy liebte.

Auf Anhieb nachvollziehendes Hören scheint schwer, wenn keine Themen aufgestellt werden und die Musik einer ständigen Veränderung unterworfen ist. Immerhin liefern die Titel der drei Sätze von La Mer Anhaltspunkte: Sonnenaufgang über dem Meer, in zögerlicher Spannung und sparsamer Instrumentation beginnend, sich in Farben und Dynamik steigernd bis zum Satzschluss. Spiel der Wellen, unruhig aufblitzende Figurationen, wechselnde Tempi, Wasserflimmern, Luftzittern. Dialog zwischen Wind und Meer, am Ende eher Kampf als Dialog und eher bedrohlicher Orkan als Wind. Da bleibt dem Hörer viel Spielraum für Assoziationen. Ohnehin will Debussy, ein vehementer Gegner von musikalischer Naturmalerei, nicht schildern, sondern beschwören, will nicht die sichtbare Natur nachahmen, sondern ihr Unsichtbares erfassen. Mit La Mer entwarf er eine symphonische Monumentalskizze von unerschöpflicher Kurzweil, das grandiose Bild eines sich endlos wandelnden Schauspiels voll funkelnder Details in Farbe, Rhythmik und Harmonik. Ganz und gar unakademisch. Wie das Meer...

Claudio Abbado stand 1966 zum ersten Mal am Pult der Berliner Philharmoniker, die ihn im Oktober 1989 zu ihrem Künstlerischen Leiter wählten. In den Jahren bis 2002 hat er das Profil des Orchesters und seiner Konzertprogramme entscheidend geprägt: Er stellte den Werken der Klassik und Romantik die Musik des 20. Jahrhunderts gleichberechtigt an die Seite und war Spiritus rector der alljährlichen – auch in Zusammenarbeit mit anderen Kunstgattungen konzipierten – Themenschwerpunkte. 1994 übernahm er außerdem die künstlerische Leitung der Salzburger Osterfestspiele. Abbados Wirken als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker waren andere bedeutende Tätigkeiten vorausgegangen: Von 1968 bis 1986 leitete er als Musikdirektor das Teatro alla Scala in seiner Heimatstadt Mailand, wo er 1960 sein Debüt als Dirigent gegeben hatte. Zwischen 1986 und 1991 war er Musikdirektor der Wiener Staatsoper, von 1987 an auch Generalmusikdirektor der Stadt Wien. 1988 rief Claudio Abbado das Festival Wien Modern ins Leben, das sich zu einem interdisziplinären Festival der zeitgenössischen Kunst entwickelt hat. Der musikalische Nachwuchs war Claudio Abbado stets ein besonderes Anliegen: Er gründete das European Community Youth Orchestra und das Gustav Mahler Jugendorchester, aus denen das Chamber Orchestra of Europe bzw. das Mahler Chamber Orchestra hervorgingen. Claudio Abbado wurde u. a. mit der Goldmedaille der Internationalen Gustav-Mahler-Gesellschaft, dem Ernst von Siemens Musikpreis und dem Großen Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. 2003 erhielt er die Goldmedaille der Royal Philharmonic Society in London; im Sommer 2005 wurde ihm die Ehrenbürgerschaft der Stadt Luzern verliehen: Dort hatte er 2003 das Lucerne Festival Orchestra erneut ins Leben gerufen. Kern dieses Orchesters ist das Mahler Chamber Orchestra; an den ersten Pulten spielen Solisten wie Kolja Blacher, Wolfram Christ, Sabine Meyer sowie die Musiker des Hagen Quartetts. Seit 2004 steht Claudio Abbado wieder regelmäßig am Pult der Berliner Philharmoniker: zuletzt im Mai des vergangenen Jahres mit Werken von Ludwig van Beethoven und Hector Berlioz.

Angelika Kirchschlager ist im Opern- wie im Konzertbereich gleichermaßen auf den renommiertesten Bühnen der Welt zu Hause. In Salzburg geboren, studierte sie zunächst Klavier am dortigen Mozarteum, bevor sie für ihre Gesangsausbildung zu Walter Berry an die Wiener Musikakademie wechselte. Erste Engagements an der Wiener Kammeroper (DieZauberflöte) brachten ihr schnell weitere Rollen vor allem als Mozart-Interpretin ein (Cherubino, Dorabella, Zerlina). Seit 1993 gehört sie zum Ensemble der Wiener Staatsoper, wo sie neben den großen Mozart-Partien auch Rollen in Werken von Richard Strauss, Jacques Offenbach, Claude Debussy, Johann Strauß und Georg Friedrich Händel gestaltete. Im Juni 2007 wurde sie vom österreichischen Bundeskanzler zur Kammersängerin der Wiener Staatsoper ernannt. Unter der Leitung von Sir Simon Rattle sang sie 2002 am Royal Opera House in London bei der Uraufführung von Nicholas Maws Oper Sophie’s Choice die Titelpartie. Riccardo Muti, Seiji Ozawa und Sir Colin Davis sind weitere bedeutende Dirigenten, mit denen Angelika Kirchschlager zusammengearbeitet hat. Im Konzertfach reicht ihr Repertoire von Bach über Schubert, Brahms, Debussy bis Mahler, Wolf und Weill. Ihr Debüt bei den Berliner Philharmonikern gab sie unter der Leitung von Claudio Abbado in den Konzerten zum Jahresende 1995. Zuletzt gastierte hier im Juni 2007 in Kurt Weills Ballett-Oper Die sieben Todsünden (Dirigent: Simon Rattle). Angelika Kirchschlager unterrichtet als außerordentliche Professorin an der Universität »Mozarteum« in Salzburg.

Der Rundfunkchor Berlin, 1925 gegründet, prägte unter Dirigenten wie George Szell, Hermann Scherchen, Otto Klemperer und Erich Kleiber musikalische Sternstunden der 1920er- und 1930er-Jahre. Nach dem Zweiten Weltkrieg machte er mit seinem Chefdirigenten Helmut Koch die Oratorien Händels erstmals in der Originalgestalt international bekannt. Dietrich Knothe (1982 – 1993) formte den Chor zu einem Präzisionsinstrument für schwierigste Literatur; Robin Gritton (1994 – 2001) bereicherte und verfeinerte die Farbpalette des Ensembles. Seit 2001 leitet Simon Halsey den Rundfunkchor. Er legt besonderes Gewicht auf die stilistisch und sprachlich perfekte, dabei lebendige und mitreißende Wiedergabe von Werken aller Epochen und Stile. Eine rege Aufnahmetätigkeit dokumentiert diese Arbeit: So erhielt die mit den Berliner Philharmonikern entstandene CD-Veröffentlichung von Strawinskys Psalmensymphonie unter der Leitung von Sir Simon Rattle den »Grammy Award« 2009 als beste Choraufnahme. Simon Halsey initiierte außerdem zahlreiche Projekte des Chores im Bildungs- und Erziehungsbereich sowie einmal im Jahr ein großes Mitsingkonzert. In der Reihe Broadening the Scope of Choral Music suchen der Rundfunkchor Berlin und Künstler unterschiedlichster Sparten gemeinsam nach alternativen szenischen Formen und Präsentationsarten von Chormusik. Das Vokalensemble ist Partner führender Orchester und Dirigenten in aller Welt; langjährige Kooperationen verbinden ihn mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Deutschen Symphonie-Orchester und den Berliner Philharmonikern. Bei den Philharmonikern gastierte der Chor zuletzt erst vor wenigen Tagen unter der Leitung von Seiji Ozawa in Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium Elias op. 70.

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