Beschwingte und beliebte Werke mit den Berliner Philharmonikern

Beschwingte und beliebte Werke mit den Berliner Philharmonikern
  • Bedřich Smetana
    Die verkaufte Braut: Ouvertüre (9 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Mariss Jansons

  • George Gershwin
    Girl Crazy: Ouvertüre (6 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Kirill Petrenko

  • John Adams
    Short Ride in a Fast Machine (5 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Alan Gilbert

  • Igor Strawinsky
    LʹOiseau de feu (Der Feuervogel), Suite (1919): Höllentanz des Königs Kaschtschei · Wiegenlied · Finale (12 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Claudio Abbado

  • Georg Friedrich Händel
    Concerto grosso G-Dur HWV 319 (13 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Emmanuelle Haïm

  • Antonín Dvořák
    Slawische Tänze op. 72 (Auswahl) (10 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Sir Simon Rattle

  • Jean Sibelius
    Valse triste op. 44 (5 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Daniel Barenboim

  • Peter Tschaikowsky
    Der Nussknacker op. 71: Pas de deux (5 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Mariss Jansons

  • kostenlos

    Gustav Mahler
    Symphonie Nr. 5 cis-Moll: 4. Adagietto (12 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Zubin Mehta

  • Dmitri Schostakowitsch
    Tanz der Puppen: Nr. 1 Lyrischer Walzer (arr. Tamas Batiashvili) (4 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Iván Fischer

    Lisa Batiashvili Violine

  • George Gershwin
    Fascinating Rhythm (3 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Sir Simon Rattle

    Wayne Marshall Klavier, Audra McDonald Gesang

  • Samuel Barber
    Adagio for Strings op. 11 (8 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Kirill Petrenko

  • Wolfgang Amadeus Mozart
    Rondo für Klavier und Orchester D-Dur KV 382 (11 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Daniel Barenboim

    Daniel Barenboim Klavier

  • Johannes Brahms
    Ungarische Tänze: Nr. 11 d-Moll · Nr. 15 B-Dur (Orchestrierung von Iván Fischer) (8 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Iván Fischer

  • Edvard Grieg
    Symphonischer Tanz A-Dur op. 64 Nr. 2 (6 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Sir Simon Rattle

  • Georges Bizet
    L’Arlesiénne, aus Suiten Nr. 1 und Nr. 2: Carillon · Farandole (8 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Claudio Abbado

  • Richard Wagner
    Lohengrin: Vorspiel zum Ersten Akt (11 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Christian Thielemann

  • Manuel de Falla
    El amor brujo, Ballettpantomime: Danza del fuego (4 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Claudio Abbado

  • Stephen Sondheim
    »Send in the clowns« aus A Little Night Music (6 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Kirill Petrenko

    Diana Damrau Sopran

  • Dmitri Kabalewsky
    Colas Breugnon op. 90: Ouvertüre zur Oper (5 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Sir Simon Rattle

  • Gabriel Fauré
    Pavane (7 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Sir Simon Rattle

  • Sergej Prokofjew
    Symphonie Nr. 1 D-Dur op. 25 »Symphonie classique« (16 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Tugan Sokhiev

  • Heitor Villa-Lobos
    Bachianas Brasileiras: Nr. 5 (13 Min.)

    Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker

    Anna Prohaska Sopran

  • Felix Mendelssohn Bartholdy
    Die Hebriden, Ouvertüre h-Moll op. 26 (12 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Pablo Heras-Casado

  • John Williams
    E.T.: Flying Theme (5 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Sir Simon Rattle

  • Leonard Bernstein
    Symphonische Tänze aus West Side Story (25 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Kirill Petrenko

Die besonders in Deutschland lange Zeit streng gewahrte Grenze zwischen ernster und Unterhaltungsmusik ist in Wahrheit immer durchlässig gewesen. Mozart, der wie Felix Mendelssohn Bartholdy die Kunst beherrschte, das Komplizierte ganz einfach klingen zu lassen, schrieb Serenaden und Divertimenti, Antonín Dvořák Slawische Tänze, und die Ungarischen Tänze gehören zu den populärsten Werken von Johannes Brahms, der zudem eine tiefe Verehrung für den Wiener Walzerkönig Johann Strauss hegte (wie später der Avantgardist Arnold Schönberg für George Gershwin). So raffinierte Komponisten wie Robert Schumann, Maurice Ravel und Sergej Prokofjew schufen einige ihrer schönsten Werke für den unverbildeten Geschmack von Kindern.

In Ländern jenseits des deutschsprachigen Raums hat man traditionell weniger Berührungsängste: In Frankreich setzte man sehr bewusst auf einen Kontrast zum deutschen »Tiefsinn«. Das trifft auf Maurice Ravel ebenso zu wie auf Francis Poulenc oder Darius Milhaud, die in viele ihrer Werke Jazzrhythmen und -klänge einarbeiteten. In der russischen Musik sind der melodische Erfindungsreichtum von Tschaikowsky und Rachmaninow und die bildhafte Charakterisierungskunst von Prokofjew und Strawinsky Garanten für den Zuspruch eines breiten Publikums. Schostakowitsch schließlich beherrschte den tragischen Tonfall so meisterhaft wie den leichten. Und natürlich muss in diesem Kontext auch Amerika erwähnt werden. Komponisten von Charles Ives bis zu John Adams haben Alltagsgeräusche, den Sound der großen Stadt, unwiderstehliche Rhythmen und Melodien in ihren Werken verewigt. Leonard Bernstein besaß als Komponist wie Dirigent ein einzigartiges Talent, das Anspruchsvolle mit dem Zugänglichen und Mitreißenden zu verbinden.

Die Institution des »seriösen« symphonischen Abends ist relativ jung. Beethovens Konzerte waren Potpourris, in denen einzelne Opernarien neben der Uraufführung einer Symphonie zu hören waren, zwischendrin setzte sich der Komponist ans Klavier, um eine seiner berühmten Improvisationen vorzutragen. Auch die Berliner Philharmoniker haben immer schon auch für das ganz große Publikum gespielt: So pflegten sie seit ihrer Gründung in einer regelmäßigen Reihe die Tradition der »populären Konzerte«. Diese haben eine zeitgemäße Fortsetzung gefunden in den Auftritten des Orchesters in der Waldbühne sowie in den Silvesterkonzerten, die längst nicht mehr aus dem musikalischen Kalender wegzudenken sind.