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Die Vokalhelden laden ein: Weihnachtliches Mitsingkonzert

Die Vokalhelden laden ein: Weihnachtliches Mitsingkonzert
Das gewählte Konzert wird bearbeitet und steht in Kürze zur Verfügung.

03. Dez 2017

Mitglieder der Berliner Philharmoniker

Bürger Lars Dietrich

  • kostenlos

    Weihnachtliches Mitsingkonzert

    Vokalhelden Level 1 Chor, Vokalhelden Level 2 Chor, Carolin Strecker Chorleitung, Tobias Walenciak Chorleitung, Johannes Wolff Chorleitung, Bürger Lars Dietrich Moderation, Roman Vinuesa Arrangement, Peter Häublein Arrangement, Jelka Weber Flöte, Martin Stegner Viola, Mark Wyand Saxofon und Klarinette, Otwin Zipp Posaune und Tuba, Kai Brückner Gitarre, Raphael Haeger Klavier, Gunars Upatnieks Kontrabass, Franz Schindlbeck Schlagzeug, Vincent Vogel Schlagzeug

Mitklatschen, Mitsingen, Mitmachen – beim Weihnachtskonzert der Vokalhelden ist das große und kleine Publikum wichtiger Teil der Show. Und gleichzeitig geht es mit den jugendlichen Chorsängern des Education-Programms auf eine musikalische Weltreise, die in Amerika beginnt und über Frankreich, Spanien, Großbritannien, Russland sowie Deutschland nach Puerto Rico führt. Dabei wird eines deutlich: Die Weihnachtslieder der verschiedenen Nationen wecken ganz unterschiedliche Stimmungen und Gefühle in uns: besinnlich, festlich, fröhlich, ausgelassen…

Auf dieser Reise begegnen wir Rudolph the Red Nosed Reindeer, ziehen mit den Wildgänsen in Richtung Süden, tanzen Calypso, Zumba und Trepak und erfreuen uns an traditionellen Weihnachtslieder wie O Tannenbaum, Il est né le divin enfant oder Feliz Navidad. Unterstützung erhalten die Vokalhelden in diesem Konzert von Mitgliedern der Berliner Philharmoniker und musikalischen Gästen, die den Chor instrumental begleiten und auch reine Instrumentalnummern vortragen. Sämtliche Stücke des Programms erklingen in Arrangements von Roman Vinuesa und Peter Häublein. Durch das Konzert führt ein Mann, den das kleine Publikum aus seinen Auftritten in Sendungen wie Schloss Einstein und der KIKA-Serie Sturmfrei kennt: Bürger Lars Dietrich, der nicht nur ein begnadeter Schauspieler und lustiger Moderator ist, sondern auch ein leidenschaftlicher Rapper.

Mit ihrem Education-Programm möchten die Berliner Philharmoniker ihre Arbeit und ihre Musik einem breiten Publikum zugänglich machen. Ermöglicht wird diese Initiative von der Deutschen Bank.

Sing mit den Volkalhelden!

Weihnachtslieder aus aller Welt

Die Vokalhelden

Ich habʼ kein Schwert mit scharfer Klinge,
bin nicht bärenstark und ringe,
nein, was ich als Held vollbringe,
ist viel besser, denn ich singe!

Singen ist die tollste Sache,
das, was ich am liebsten mache!

Früher sang ich meist allein,
fühlte mich dabei ganz klein.
Jetzt kann ich Vokalheld sein
im großen Heldenchorverein!

Mit den Philharmonikern,
singe ich besonders gern!

Zum Konzert dann aufgestellt,
ist klar, dass man zusammenhält.
Die Bühne wird zu unsʼrer Welt
und jeder fühlt sich ganz als Held!

Singst du auch so gern wie ich?
Komm zu uns, wir suchen dich!

Auf jede Probe freuʼ ich mich,
denn hier kennen alle sich.
Auch dir gefielʼ das sicherlich –
Freunde warten hier auf dich!

»Fröhliche Weihnacht überall!« – aber immer etwas anders

Wie feiert ihr eigentlich Weihnachten?

Viele Kinder freuen sich riesig auf das Weihnachtsfest, doch nicht alle Menschen, die in Deutschland leben, feiern die Geburt Christi. Und diejenigen, die sie feiern, tun dies auf ganz verschiedene Art. Wir haben für euch einige Vokalhelden gefragt, was sie an Weihnachten machen, was sie mögen und was sie sich wünschen.

Clara Linnea (8 Jahre) freut sich besonders auf Weihnachten, weil sie dann zusammen mit ihrer gleichaltrigen Freundin und Vokalheldin Stella in die Kirche geht, wo im Gottesdienst weihnachtliche Lieder gesungen werden. Natürlich freut sie sich auch auf die Geschenke, die sie danach bekommt. Stella erzählt uns, dass ihre Eltern am Tag vor Heiligabend den Weihnachtsbaum kaufen. »Während sie den Baum aufstellen und schmücken, warten wir im Flur und singen, bis wir ins Wohnzimmer dürfen.« Das Spannende: Der Baum steht jedes Jahr an einer anderen Stelle im Zimmer!

Yasin (10 Jahre) stammt aus der Türkei und wie die meisten Türken feiert auch seine Familie Weihnachten nicht, da sie dem muslimischen Glauben angehört, bei dem es kein Weihnachtsfest gibt. »Aber wir haben ein anderes großes Fest«, erklärt Yasin, »wir feiern das Zuckerfest am Ende des Fastenmonats Ramadan.« Manchmal fliegt er dann zu seinen Verwandten in die Türkei, worauf er sich immer ganz besonders freut.

Nissirin (9 Jahre) geht mit der ganzen Familie zu Weihnachten in die Kirche, wo sie selbst beim Krippenspiel auftritt, einem Theaterstück, das von der Geburt Jesu handelt: »Letztes Jahr war ich ein Engel!«, berichtet sie stolz. Dass ihre Mutter aus dem afrikanischen Kamerun stammt, zeigt sich an Weihnachten vor allem beim Essen: »Bei uns gibt es immer Hühnchen und Reis mit gekochten Bananen.«

Auch Die Eltern von Chiderea (10 Jahre) kommen ebenfalls aus Afrika, genauer aus Nigeria. Wie bei Nissirin ist der Kirchenbesuch am Heiligabend auch für ihre Familie ein festes Ritual. Chiderea freut sich außerdem schon seit November auf den Adventskranz, den Tannenbaum und natürlich auf tolle Geschenke.

Schwitzen für den Weihnachtsbaum? Das kennt Josefine (12 Jahre) gut, denn der Weihnachtsbaum für ihr Zuhause wird von den Familienmitgliedern mit vereinten Kräften selbst gefällt. »Mein Bruder und ich machen beim Sägen immer schon nach der Hälfte schlapp, dann muss unser Papa ran«, erklärt sie lachend. Nach der schweißtreibenden Sägerei freut sie sich besonders auf das Weihnachtsessen, bei dem es zum Nachtisch Mohnsuppe gibt. Außerdem kommen ihre Großeltern zu Besuch, die sie sonst das ganze Jahr nicht sieht.

Manchmal ist es gar nicht so einfach, sich für ein Festessen zu entscheiden. »Papa will immer Sauerkraut, Würstchen und Kartoffeln«, erzählt Helene (11 Jahre), »aber wir Kinder wollen viel lieber Raclette.« In puncto Weihnachtsdekoration sind sich hingegen alle einig: »Wir haben einen großen Adventskranz mit einer riesigen roten Kerze, die wir jedes Jahr anzünden – und sie hält immer noch!«

Nina (9 Jahre) hat eine irische Mutter und besucht die Europa-Schule, an der viel Englisch gesprochen wird. Ihr Lieblingsweihnachtslied ist auch ein englisches, obwohl es den französischen Titel »Noël, Noël« hat. Fast das Beste an Weihnachten ist für sie der Schweinebraten, der an Heiligabend auf den Tisch kommt. Nina liest gern und ist ein echter »Bücherwurm«, deshalb hofft sie beim Auspacken der Geschenke auf ganz viele Bücher.

Leocadia (10 Jahre) liebt Pferde und wünscht sich natürlich Reitzubehör zu Weihnachten. Bei der Weihnachtsdekoration legt sie selbst Hand an, denn in jedem Jahr ist es ihre Aufgabe den Adventskranz zu binden. »Ein richtiges Lieblingsweihnachtslied habe ich nicht, aber ›Feliz Navidad‹ finde ich toll«, verrät sie uns.

Natalia (8 Jahre) hofft, dass in diesem Jahr Inline-Skates für sie unter dem Weihnachtsbaum liegen, damit sie mit ihrem zwei Jahre älteren Bruder Alexei und ihrem Vater um die Wette fahren kann.

Für Alva (12 Jahre) ist der Heiligabend besonders schön, weil sie diesen Tag mit ihren Eltern, die den Rest des Jahres getrennt leben, gemeinsam feiert. Obwohl an den anderen Feiertagen auch noch ihre Großeltern kommen, steht für sie fest: »Am schönsten finde ich es wirklich mit meinen Eltern zu dritt Zeit zu verbringen.«

Vera (11 Jahre) ist von den vielen bunten Lichtern begeistert, die an den Dezembertagen den Kurfürstendamm erleuchten. Zu Weihnachten wünscht sie sich nicht nur ein Handy, sondern auch »Frieden auf der Welt«.

Daria (12 Jahre) hat ein ganz besonderes Herzensanliegen: »Mein Papa ist sehr krank und ich wünsche mir, dass es ihm besser geht und er wieder Musik machen kann.«

Das wünschen wir ihm auch, und allen anderen kleinen und großen Menschen, dass sich ihre Weihnachtswünsche erfüllen!

So klingt Weihnachten …

»Lass es schneien, lass es schneien, lass es schneien« wünschen sich die Amerikaner Sammy Cahn und Jule Styne, die 1945 gemeinsam das Lied »Let it snow« geschrieben haben. Im Text des Popsongs, der heute zu den beliebtesten Weihnachtsliedern zählt, kommt das Weihnachtsfest eigentlich gar nicht vor. Stattdessen geht es darum, es sich im Warmen gemütlich zu machen, während es draußen bitterkalt ist. Angeblich entstand »Let it snow« übrigens im kalifornischen Hollywood, und zwar im Sommer, und damit während der heißesten Zeit des Jahres – kein Wunder, dass die beiden Autoren sich nach einer Abkühlung sehnten!

Auch das Lied »Calypso Gloria« wurde von einer Amerikanerin komponiert, nämlich von der Jugendchorleiterin Emily Crocker. Der Text ist allerdings nicht in englischer Sprache, sondern auf Latein verfasst, denn er stammt aus der Bibel. So beschwingt wie dieses Lied klingt, so fröhlich ist auch der Text: Gott wird gelobt und den Menschen wird Frieden auf der Erde gewünscht – und das nicht nur zu Weihnachten.

Ein bisschen traurig, aber zugleich sehr schön klingt die Melodie des Lieds »Something told the geese«, das von den Amerikanerinnen Rachel Lyman Field und Sherri Porterfield geschrieben wurde, denn in dem englischsprachigen Gedicht geht es um einen Abschied. Die Wildgänse verlassen die Gegend und ziehen in den Süden, weil es ihnen im Sommerquartier zu kalt wird. Doch es gibt einen großen Trost: Wie alle Zugvögel kommen auch die Wildgänse wieder zurück, sobald es Frühling wird.

Kennt ihr das auch, wenn es im Winter so kalt und windig ist, dass ihr eine ganz rote Nase bekommt? Daran dachte sicher auch der amerikanische Zeichner, der 1939 ein Malbuch für Kinder entwarf, in dem es um Rudolph, ein rotnasiges Rentier geht. Zunächst wird der arme Rudolph gehänselt, weil er anders ist als die anderen Rentiere, die den Schlitten von Santa Claus – so heißt der Weihnachtsmann in Amerika – ziehen. Am Ende erweist sich seine leuchtend rote Nase als nützlich, denn als zusätzlicher Scheinwerfer ist er dem Schlittenführer eine große Hilfe. Der Komponist Johnny Marks fand die Geschichte von »Rudolph, the Red Nosed Reindeer« so witzig, dass er einen Song daraus machte, zu dem man einfach mitwippen muss.

… Frankreich

Die Franzosen begehen Weihnachten meist mit einem festlichen Essen. Die Gläubigen unter ihnen besuchen vorher die Heilige Messe in der Kirche, wo auch Lieder wie das traditionelle »Il est né le divin enfant« gesungen werden, das von der Geburt des Jesuskindes berichtet.

… in Spanien

In Spanien müssen die Kinder sehr geduldig sein: Anders als in Deutschland bekommen sie ihre Weihnachtsgeschenke erst am 6. Januar, dem Dreikönigstag. Die Zeit dazwischen vertreiben sie sich gern mit Singen, denn in Spanien gibt es die Villancicos (sprich: Wijansikos). Schon im Mittelalter sang man in Spanien Villancicos an festlichen Tagen, aber mittlerweile verstehen alle darunter ein Weihnachtslied, etwa das schwungvoll-tänzerische »Zumba, zumba«, in dem es darum geht, zur Feier des Tages allerhand Instrumente wie den Schellenkranz oder die Fidel zu spielen.

… in Großbritannien

Weihnachten ist in Großbritannien ein buntes Fest, allerdings kommt hier der Weihnachtsmann erst in der Nacht nach Heiligabend. Ein ganz besonderer Tag ist auch der 26. Dezember, denn am sogenannten Boxing Day bedanken sich die Briten mit kleinen Geschenken bei Briefträgern, Müllarbeitern und Busfahren für die Arbeit, die sie das ganze Jahr über leisten. Wer weiß, vielleicht hat auch die englische Komponistin Jan Holdstock den Kanon »Noël, Noël« als Geschenk für die fleißigen Kinder ihres Chors geschrieben.

… in Russland

Die Winter in Russland können sehr kalt werden – da ist es nicht verwunderlich, dass der Weihnachtsmann dort Väterchen Frost heißt und meist von seiner Enkelin namens Schneeflöckchen begleitet wird. Um sich an den klirrend kalten Weihnachtstagen warm zu halten, kann man entweder so schöne Weihnachtslieder wie das traditionelle »Eta notsch swjataja« singen, das von der Geburt Jesu handelt, oder einen wirbelnden Trepak tanzen, bei dem man hüpft und springt, die Arme und Beine in die Luft wirft oder schwindelerregende Pirouetten dreht!

… in Deutschland

Wusstet ihr, dass der Weihnachtsbaum mit Schmuck, so wie wir ihn heute kennen, vor etwa 150 Jahren in Deutschland »erfunden« wurde und sich von hier aus fast in die ganze Welt verbreitet hat? Grund genug, diesen besonderen Baum, der auch in der kalten Jahreszeit grün leuchtet, mit dem Lied »O Tannenbaum« zu loben.

… in Puerto Rico

Na gut, eigentlich gehört die Karibikinsel Puerto Rico zu Amerika. Dadurch sprechen die Puertoricaner nicht nur Spanisch, sondern auch Englisch. Weihnachten ist auf der Insel ein karnevalartiges Fest, das ganze sechs Wochen lang gefeiert wird! Und zu Temperaturen, wie wir sie bei uns nur aus dem Hochsommer kennen, schwingen die Puertoricaner sogar an Weihnachten gerne das Tanzbein, so zum Beispiel zu dem weltberühmten Lied »Feliz Navidad«, das in spanischer und englischer Sprache fröhliche Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr wünscht.

Kleine Chorgeschichte(n)

Irgendwann im Mittelalter: Und jetzt im Chor!

Die Anfänge des Chorgesangs reichen zurück bis zur mittelalterlichen Kirchenmusik. Damals kamen die Mönche und Priester auf die Idee, eine Melodie nicht mehr allein, sondern als Gruppe zu singen – der einstimmige Chorgesang war geboren! Über die Jahrhunderte hinweg entwickelte sich dann die Mehrstimmigkeit und mit ihr die Notenschrift, denn die Musik wurde dadurch so kompliziert, dass man bald nicht mehr alles auswendig singen konnte.

15. bis 17. Jahrhundert: Gesang aus allen Ecken

Spätestens im 15. Jahrhundert fanden die Menschen heraus, dass man in großen Kirchen einen ganz besonders eindrucksvollen Effekt erzielen kann, wenn sich die Sänger an verschiedenen Stellen des Raums aufstellen. Die Tradition des »Quempas-Singens« entwickelte sich in Weihnachtsgottesdiensten. Hierbei standen die Chöre in allen vier Ecken der Kirche und sangen Lieder wie das »Quem pastores laudaveret«, von dem sich der Name dieser besonderen Form des Singens ableitet, von den verschiedenen Positionen aus sowohl strophenweise abwechselnd als auch alle zusammen. Die Gemeinde saß bei diesem Erlebnis im wahrsten Sinne mittendrin und hörte den Lobgesang der Hirten aus allen Richtungen des Raums.

Der Italiener Giovanni Gabrieli war Organist an der bedeutendsten Kirche in Venedig, dem Dom San Marco, und komponierte besonders prachtvolle mehrchörige Stücke. Dabei verteilte er nicht nur die Sänger im Kirchenraum, sondern auch die Gruppen der Instrumentalisten. Ein Besucher, der 1608 in San Marco war, berichtet, er habe dort »die beste Musik meines ganzen Lebens gehört. Sie war so schön, dass ich jederzeit bereitwillig 100 Meilen zu Fuß gehen würde, um dergleichen zu hören.«

18. Jahrhundert bis heute: Chorsingen macht Freu(n)de

Vor 275 Jahren wurde das Oratorium Der Messias, ein großes Musikstück des Barockkomponisten Georg Friedrich Händel für Solisten, Chor und Orchester in der irischen Stadt Dublin uraufgeführt. Das Publikum war sehr neugierig auf das Werk und es wurden so viele Karten für den Konzertsaal vorverkauft, dass man den Damen riet, auf die damals modischen, sehr auslandenden Reifröcke zu verzichten, damit mehr Zuhörer Platz fänden. Tatsächlich wurde Der Messias ein absoluter Hit – und das nicht nur beim Publikum: Im Jahr 1857 – Händel war schon lange tot – wirkten bei einer Aufführung des Oratoriums im Londoner Crystal Palace sage und schreibe 2000 Chorsänger (und 500 Orchestermusiker) mit – ein echtes Massenspektakel!

Überhaupt wurde der Chorgesang in dieser Zeit beliebter als je zuvor, vor allem bei den »normalen« Leuten, die das Singen zum Spaß und nicht als Berufssänger betrieben. Namhafte Komponisten wie Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann und Johannes Brahms schrieben viele Stücke für Vokalensembles. Die begeisterten Hobbysänger gründeten sogenannte Liedertafeln oder auch Liederkränze, also Vereine, die sich regelmäßig trafen, um miteinander zu singen. Anfangs handelte es sich dabei meist um reine Männer- bzw. Frauenchöre. In Berlin wurde 1791 der weltweit erste gemischte Chor gegründet, die Sing-Akademie. Das Gebäude der Vereinigung befindet sich gegenüber der Staatsoper Unter den Linden und beherbergt heute das Maxim Gorki Theater.

Doch was ist eigentlich so faszinierend daran, in einem Chor zu singen? Eine mögliche Antwort hierauf gibt ein sehr berühmtes Musikstück aus dem Jahr 1824, das heute auch als Europahymne gespielt wird: Ludwig van Beethovens Ode an die Freude. Es ist eigentlich der Schlusssatz aus Beethovens Neunter Symphonie. Nachdem die ersten drei Sätze allein vom Orchester gespielt werden – so wie es in einer Symphonie bis dahin immer üblich war – singen im Finale nicht nur vier Solisten, sondern auch ein Chor einen Text des Dichters Friedrich Schiller. In der vielleicht berühmtesten Textzeile heißt es da: »Alle Menschen werden Brüder«. Genau das ist es, was das Chorsingen so besonders macht: Menschen, die aus verschiedenen Ländern kommen, unterschiedliche Sprachen sprechen und ganz verschiedene Dinge erlebt haben, können in einem Chor zusammen singen. Jeder gehört dazu und jeder trägt dazu bei, dass am Ende ein schöner Chorklang entsteht – gemeinsam, friedlich und mit Spaß.

Susanne Ziese

Unsere Mitsinglieder:

O Tannenbaum

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
wie grün sind deine Blätter!
Du grünst nicht nur zur Sommerszeit,
nein, auch im Winter, wenn es schneit.
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
wie grün sind deine Blätter!

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
du kannst mir sehr gefallen.
Wie oft hat nicht zur Weihnachtszeit
ein Baum von dir mich hoch erfreut!
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
du kannst mir sehr gefallen!

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
dein Kleid will mich was lehren:
Die Hoffnung und Beständigkeit
gibt Trost und Kraft zu jeder Zeit.
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
dein Kleid will mich was lehren.

Feliz Navidad!

Feliz Navidad! Feliz Navidad! Feliz Navidad!
Prospero año y felicidad.
I wanna wish you a merry christmas
I wanna wish you a merry christmas
I wanna wish you a merry christmas
from the bottom of my heart.