»Late Night« mit François-Xavier Roth

»Late Night« mit François-Xavier Roth

Philharmonie »Late Night«

Mitglieder der Berliner Philharmoniker
François-Xavier Roth

  • Edgard Varèse
    Density 21.5 für Flöte solo

  • Edgard Varèse
    Hyperprism für Bläser und Schlaginstrumente

  • Edgard Varèse
    Intégrales für kleines Blasorchester und Schlagzeuger

  • Edgard Varèse
    Ionisation für 13 Schlagzeuger

  • Edgard Varèse
    Octandre für sieben Bläser und Kontrabass

    Sarah Aristidou Sopran

  • Edgard Varèse
    Offrandes, zwei Stücke für Sopran und Kammerorchester

  • Edgard Varèse
    Poème électronique für Tonband

Klangvisionen am späten Abend: »Stellen Sie sich die Projektion einer geometrischen Figur auf einer Ebene vor, wobei die Figur und die Ebene sich im Raum bewegen – beide mit willkürlich wechselnden Geschwindigkeiten in Bezug auf Vorwärtsbewegung und Drehung.« Edgard Varèse war fasziniert von einer einkomponierten räumlichen Bewegung von Klängen – ebenso wie von der Verwendung unterschiedlicher Geräuschwerte, die primär durch Percussionsinstrumente erreicht wurden und unter dem Schlagwort »Befreiung des Klangs« in die Musikgeschichte eingingen. All dies ist in Werken wie Hyperprism, Intégrales und Ionisation deutlich ausgeprägt.

Neben diesen Werken widmen sich Mitglieder der Berliner Philharmoniker und François-Xavier Roth in dieser Late Night auch Edgard Varèses Octandre, in dem sich der Komponist voller Vitalität mit vier einzeln besetzten Holzbläsern, drei Blechbläsern und einem Kontrabass vom traditionellen Streicherklang abwandte, der für ihn das 18. und 19. Jahrhundert repräsentierte. In Offrandes wiederum wird die Sopranstimme von orchestralen Atmosphären umgeben, deren Klangpalette vom zartesten Pianissimo bis zur plötzlichen Eruption reicht.

21,5 bezeichnet die Dichte von Platin und gab Density 21.5 für Flöte seinen Titel: Das Werk schrieb Varèse für den Flötisten Georges Barrère, der um ein kurzes Solo gebeten hatte, mit dem er 1936 im Rahmen eines New Yorker Galakonzerts sein neues Platininstrument präsentieren wollte. Die endgültige »Befreiung des Klangs« erreichte Varése in seinen letzten Werken für Elektronik, u. a. in seinem Poème électronique für Tonband, das während der Brüsseler Weltausstellung 1958 in Le Corbusiers Philips-Pavillon von mehreren Millionen Menschen gehört wurde.

Jetzt ansehen

Testen Sie die Digital Concert Hall

Testen Sie die Digital Concert Hall

Sehen Sie ein Konzert mit Symphonien von Ludwig van Beethoven, dirigiert von Sir Simon Rattle.

Kostenloses Konzert ansehen