Interviews
24. Mai 2015

Gianandrea Noseda im Gespräch mit Stanley Dodds (15 Min.)

Gianandrea Noseda gehört zu den zahlreichen bedeutenden Dirigenten, die der Klassikbetrieb dem nach wie vor eigentlichen Mutterland der Musik, Italien, zu verdanken hat. Sein Debüt bei den Berliner Philharmonikern bestritt Noseda im Mai des Jahres 2015 mit einem Programm, das die Vielseitigkeit des Maestros unter Beweis stellte: Mit den berühmten Vier letzten Liedern von Richard Strauss (Solistin war die finnische Sängerin Camilla Nylund) und der Partita des in Deutschland kaum bekannten Goffredo Petrassi zeigte er seine Kompetenz im deutschen und italienischen Repertoire. Wie nicht zuletzt aus seiner zehnjährigen Tätigkeit als erster Gastdirigent beim Orchester des Mariinsky-Theaters in St. Petersburg hervorgeht, fühlt sich Noseda aber auch der russischen Musik besonders verbunden. So stand am Ende des Konzerts mit den Berliner Philharmonikern eine Aufführung der Vierten Symphonie von Peter Tschaikowsky. Über Petrassi, den der Dirigent fast noch kennengelernt hätte, über Richard Strauss’ Abschiedsgesänge und Tschaikowskys Symphonie, in der sich der Ausdruck einer tiefen persönlichen Krise mit originellen formalen Aspekten verbindet, spricht Noseda in diesem Interview mit dem Geiger Stanley Dodds, der seit 1994 Mitglied der Berliner Philharmoniker ist.

Das Konzert