Jonathan Kelly mit Strauss’ Oboenkonzert
Richard Strauss’ Oboenkonzert atmet den Geist Schuberts und Mozarts – jedoch im modernen Klanggewand. Solooboist Jonathan Kelly bringt es hier an der Seite Sir Simon Rattles zum Leuchten.
»Es kann ohne Zögern behauptet werden«, äußerte einst Arthur Nikisch, »dass in einem erstrangigen Orchesterkörper ein jedes Mitglied die Bezeichnung ›Künstler‹ verdient«. Mit diesem Credo trug der damalige Chefdirigent des Berliner Philharmonischen Orchesters bei dessen Mitgliedern wesentlich zu einem solistischen Selbstverständnis bei. Bis heute steht der Name Berliner Philharmoniker für ein Orchester, dessen Mitglieder nicht nur im Kollektiv, sondern auch individuell – sei es solistisch oder in Kammermusikensembles – künstlerische Höchstleistungen erbringen.
Ob mit virtuosen Solowerken, dialogreichen Doppelkonzerten oder klangsinnlichen zeitgenössischen Kompositionen: Wenn Mitglieder der Berliner Philharmoniker vor das Orchester und ins Rampenlicht treten, sind musikalische Highlights garantiert – auch in der Saison 2026/27. Erleben Sie schon jetzt einige dieser besonderen Auftritte in unseren Archiv-Empfehlungen.
Richard Strauss’ Oboenkonzert atmet den Geist Schuberts und Mozarts – jedoch im modernen Klanggewand. Solooboist Jonathan Kelly bringt es hier an der Seite Sir Simon Rattles zum Leuchten.
»Musik von einer solchen Frische – man könnte sagen, dass sie gut riecht«, so Darius Milhaud über seine Kollegin Germaine Tailleferre. Deren Harfen-Concertino stellt Marie-Pierre Langlamet vor.
»In Fidl-Fantazye: A Klezmer Concerto verheirate ich zwei musikalische Welten, die ich seit Kindertagen gleichermaßen liebe: Klassik und Klezmer – und es war mir eine enorme Freude, diese Liebe mit meinen Kolleginnen und Kollegen teilen zu können.«
Ist das ein Hornkonzert? In seinem NONcerto hinterfragt Richard Ayres die Gattung auf höchst unterhaltsame Weise. Solohornist Stefan Dohr präsentiert es mit Virtuosität – und unter vollem Körpereinsatz.
Ein Klagegesang, ein Scherzo von beißender Ironie, eine schicksalhafte Passacaglia und eine alles fortreißende Burleske: Daishin Kashimoto, Erster Konzertmeister, bringt die Facetten von Dmitri Schostakowitschs Erstem Violinkonzert zum Ausdruck.
I Hear the Water Dreaming – so poetisch wie sein Titel klingt Tōru Takemitsus Werk für Flöte und Orchester, das auf den Traumzeit-Mythos der australischen Aborigines Bezug nimmt. Soloflötist Emmanuel Pahud spielt es an der Seite Kazuki Yamadas.
Ein weltfremder Ritter und sein pragmatischer Knappe: In Phantastischen Variationen fing Richard Strauss die skurrilen Abenteuer Don Quixotes ein. Diyang Mei, Erste Solobratscher, und Ludwig Quandt, Erster Solocellist, »verkörpern« das ungleiche Duo mit Esprit.
»Der besondere Reiz dieses Klarinettenkonzerts liegt für mich vor allem darin, dass die Musik – wie eigentlich immer bei Mozart – so ehrlich ist. Sich bei der Aufführung in das philharmonische Klangbett als Solist hineinfallen zu lassen, ist ein absoluter Luxus.«
Spanische Rhythmen, weittragende Melodien und funkelnde Orchesterfarben: Bruno Delepelaire, Erster Solocellist, interpretiert das Cellokonzert von Édouard Lalo – und bringt sein Instrument dabei auf betörende Weise zum Singen.
Ein Kontrabass als Soloinstrument? Unbedingt! Eine traumartige Szene entwirft Gerald Barry in seinem Konzert Aus »Die bitteren Tränen der Petra von Kant«, das Matthew McDonald, Erster Solobassist, uraufführt.