Das Silvesterkonzert 2002 mit Bernsteins »Wonderful Town«

Di, 31. Dezember 2002
Silvesterkonzert

Berliner Philharmoniker
Sir Simon Rattle

  • Leonard Bernstein
    Ouvertüre zu Candide (00:05:46)

  • George Gershwin
    My man’s gone now (00:05:06)

    Wayne Marshall Klavier, Audra McDonald Gesang

  • George Gershwin
    Ask me again (00:04:22)

    Wayne Marshall Klavier, Audra McDonald Gesang

  • George Gershwin
    Fascinatin’ rhythm (00:03:33)

    Wayne Marshall Klavier, Audra McDonald Gesang

  • Leonard Bernstein
    Wonderful Town (Auszüge) (01:15:16)

    Simon Halsey Einstudierung, Thomas Hampson Bariton, Timothy Robinson Tenor, Audra McDonald Gesang, Kim Criswell Gesang, Wayne Marshall Klavier, Karl Daymond Bariton, Brent Barrett Gesang, European Voices, Michael Dore Gesang, Ian Wood Trompete, Candace Allen Choreographie, Andreas van Zoelen Saxophon, Raschèr Saxophone Quartet Saxophonquartett

Eine wunderbare Stadt

Zu seinem Einstand bei den alljährlichen Silvesterkonzerten der Berliner Philharmoniker unterhielt Sir Simon Rattle das Publikum in der Hauptstadt mit einer Liebeserklärung an eine andere »wunderbare Stadt«: Auf dem Programm stand mit Auszügen aus Bernsteins Wonderful Town Tanzmusik vom Allerfeinsten, dargeboten von Broadway-erfahrenen Solisten und einer bestens aufgelegten »Hausband«.

Die Geschichte von zwei Schwestern aus Ohio, die im »Big Apple« ihr Lebens- und Liebesglück finden, ist eine brillante Hommage an das swingende, überdrehte New York der 1930er-Jahre. Mit Witz und Ironie kombiniert Bernstein in seiner Partitur populäre Musikstile dieser Zeit wie Conga, Swing und Ragtime mit einschmeichelnden Balladen, und das Ganze ist geprägt von unwiderstehlichen, pulsierenden Rhythmen, wie sie zu den Markenzeichen dieses Komponisten gehören und spätestens seit seinem Welterfolg West Side Story als Inbegriff des dynamischen Großstadtlebens am Hudson River gelten können.

Die Philharmonie wurde an diesem Abend zur ganz großen Showbühne mit Lichteffekten und einem Hauch von Kunstnebel, und Publikum und Presse waren gleichermaßen begeistert: »Die Philharmoniker, teilweise bigbandhaft angereichert durch eine Kohorte Saxophonisten, spielten ganz und gar fabelhaft, mit dem schier grenzenlosen Luxus ihrer klanglichen Mittel« (Berliner Zeitung), und ihr neuer Chefdirigent »warf sich mit blitzblankem Enthusiasmus in die musikalische Freudenschlacht« (Berliner Morgenpost).

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