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Karajan dirigiert Brahms’ Symphonien Nr. 1–4

02.–03. Jan 1973

Berliner Philharmoniker
Herbert von Karajan

  • Johannes Brahms
    Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 68 (45 Min.)

  • Johannes Brahms
    Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73 (41 Min.)

  • Johannes Brahms
    Symphonie Nr. 3 F-Dur op. 90 (33 Min.)

  • Johannes Brahms
    Symphonie Nr. 4 e-Moll op. 98 (41 Min.)

Die Brahms-Tradition der Berliner Philharmoniker reicht zurück bis in die allerersten Jahre des Orchesters, als 1887 Brahms’ Freund und musikalischer Weggefährte Hans von Bülow die künstlerische Leitung des Ensembles übernahm. Wie Herbert von Karajan oft und gern erzählte, waren sich Brahms und Bülow nicht immer einig darüber, wie Brahms’ Musik gespielt werden müsse. Bülow legte großen Wert auf präzise Tempi, während Brahms selbst eine Schwäche hatte fürs »Treiben und Halten«, wie er es nannte. Mit Arthur Nikisch (1895–1922) und Wilhelm Furtwängler (1922–54) folgten in Berlin zwei inspirierende Dirigenten auf Bülow, wobei gerade Furtwängler ein berühmter Brahms-Dirigent war und wie der Komponist selbst ein großer Freund des »Treibens und Haltens«. Diesen Brahms-Stil mit einem vollen, dunklen Orchesterklang und freier Behandlung der Tempi innerhalb eines gleichbleibenden Grundpulses erbte und übernahm Karajan.

Die Erste Symphonie, mit der Brahms sich so lange quälte, ist ein Werk von ungebremster Leidenschaft, und von allen Brahms-Symphonien hat Karajan sie am häufigsten dirigiert. Zu Beginn seiner Karriere war sie so etwas wie seine musikalische Visitenkarte, die er bei wichtigen Antrittskonzerten aufs Programm setzte (1934 in Aachen, 1938 in Amsterdam und 1946 in Wien), und im Februar 1955 beendete er mit dieser Symphonie auch das Eröffnungskonzert der allerersten Nordamerika-Tournee der Berliner Philharmoniker in Washington.

Die Dritte Symphonie dirigierte Karajan meist nur als Teil zyklischer Aufführungen. Ganz anders lag der Fall hingegen bei der lyrischen Zweiten und der schicksalsschweren Vierten: Karajan liebte diese beiden Werke und präsentierte sie in vielen unvergesslichen Interpretationen. Bei seinem Debüt mit den Berliner Philharmonikern am 8. April 1938 beschloss die Vierte das Konzertprogramm, und schon damals lobte im Berliner Tageblatt der renommierte Musikkritiker Heinrich Strobel »die rhythmische Unerbittlichkeit, die unerhörte musikalische Energie und die Intensität in der melodischen Formung« dieser Aufführung.

Unitel

© 1973 Unitel

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