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Karajan dirigiert Beethoven, Weber, Rossini und Wagner

21.–22. Jan 1975

Berliner Philharmoniker
Herbert von Karajan

  • Ludwig van Beethoven
    Egmont op. 84: Ouvertüre (8 Min.)

  • Ludwig van Beethoven
    Coriolan, Ouvertüre op. 62 (9 Min.)

  • Carl Maria von Weber
    Der Freischütz op. 77: Ouvertüre (10 Min.)

  • Gioacchino Rossini
    Guillaume Tell: Ouvertüre (12 Min.)

  • Richard Wagner
    Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg : Ouvertüre (14 Min.)

Der vorliegende Film wurde im Januar 1975 vor einem geladenen Publikum aufgezeichnet und gehört zu den eindrucksvollsten Videodokumenten der Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan. Im Grunde seines Herzens war Karajan ein Theatermann, und bei den fünf Stücken in diesem Programm handelt es sich ausnahmslos um Bühnenmusik. Bis 1967, als Karajan die Berliner Philharmoniker dauerhaft für die Salzburger Osterfestspiele engagierte, hatten sie noch keinerlei Erfahrung im Orchestergraben sammeln können. In den nächsten 21 Jahren spielten sie in insgesamt 19 Opern von Wagner, Verdi, Beethoven, Strauss und Puccini, bei denen Karajan neben der musikalischen Leitung jeweils auch die Regie übernahm. Rossinis Wilhelm Tell hat Karajan nie im Opernhaus dirigiert, doch die Ouvertüre zu dieser Oper – eher eine viersätzige Tondichtung als ein konventionelles Eröffnungsstück – faszinierte ihn sein Leben lang. Berlioz fühlte sich durch das Zwiegespräch der fünf Solocelli zu Beginn an die tiefe Stille in den Bergen erinnert, wenn Naturgewalten und menschliche Leidenschaften zur Ruhe kommen. Im Rahmen seiner Abschlussprüfung probte Karajan 1928 in Wien vor seinen Lehrern genau dieses Stück, wobei er besonderes Augenmerk auf die Celli-Passagen des Anfangs legte und die Trompeten einzeln vorspielen ließ, um sicher zu stellen, dass sie den Rhythmus im berühmten Schluss dieser Ouvertüre absolut präzise spielen würden. Wagners Tannhäuser hat Karajan zwar mehrfach im Theater dirigiert, jedoch nie vollständig für Platte aufgenommen. Dieser Mitschnitt präsentiert eine Interpretation der Ouvertüre, die beinahe aus sich selbst zu glühen scheint – für Karajan das Markenzeichen eines wirklich großartigen Orchesters. »Im Konzert strahlte er eine unglaubliche Kraft und Anspannung aus«, erinnerte sich ein Musiker, der ihn jahrzehntelang aus nächster Nähe beobachten konnte. »Seine Muskeln waren so angespannt, dass er oft schmerzhafte Krämpfe in der linken Hand bekam, die sich nur schwer lösen ließen. Er schonte sich nie, wenn er am Dirigentenpult stand.«

UnitelAufgenommen in der Philharmonie, Berlin, 21./22. Januar 1975
© 1975 Unitel

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