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Europakonzert aus Istanbul mit Mariss Jansons und Emmanuel Pahud

01. Mai 2001
Europakonzert aus Istanbul

Berliner Philharmoniker
Mariss Jansons

Emmanuel Pahud

  • Joseph Haydn
    Symphonie Nr. 94 G-Dur »Mit dem Paukenschlag« (24 Min.)

  • Wolfgang Amadeus Mozart
    Konzert für Flöte und Orchester Nr. 2 D-Dur KV 314 (21 Min.)

    Emmanuel Pahud Flöte

  • Hector Berlioz
    Symphonie fantastique op. 14 (55 Min.)

Mit ihren Europakonzerten erinnern die Berliner Philharmoniker alljährlich an den Tag ihrer Gründung am 1. Mai 1882, als sich 54 Musiker zu einem demokratisch verwalteten Ensemble zusammenschlossen, ohne dabei auf die Unterstützung des Staates oder eines wohlhabenden Mäzens rechnen zu können. Ihr Mut wurde belohnt und markierte den Beginn einer Erfolgsgeschichte, die bis heute andauert und das Orchester 2001 zum allerersten Mal nach Istanbul führte, in den östlichsten Zipfel Europas, wo sie in der Hagia Eirene, der »Kirche des heiligen Friedens«, ihr 11. Europakonzert gaben. 

Am Pult stand der Lette Mariss Jansons, seinerzeit Chefdirigent in Pittsburgh und immer ein gern gesehener Gast bei den Philharmonikern. Zum Auftakt dirigierte er Haydns Symphonie Nr. 94 »Mit dem Paukenschlag«, eine der zehn »Londoner« Symphonien, und nach Meinung der Presse zeigte seine straffe Stabführung, »dass er sich mit den Prinzipien der historischen Aufführungspraxis befasst hat … ein durchsichtiger, heller Orchesterklang, flotte Tempi und eine Art der Phrasierung, bei der sich Karajan im Grabe umdrehen würde«. Anschließend brillierte Emmanuel Pahud, seit 1992 Soloflötist der Philharmoniker, in Mozarts D-Dur-Konzert mit gewohnter Fingerfertigkeit und samtig-weichem Flötenton – dass Mozart die Flöte nach eigener Aussage nicht besonders mochte, verrät das Werk an keiner Stelle.

Nach der Pause erklang mit Berlioz’ Symphonie fantastique ein Schlüsselwerk romantischer Programmmusik, das eine (selbstverständliche unglückliche) Liebesgeschichte zum Thema hat. Die fünf Sätze begleiten den »Erzähler« durch verschiedene Abenteuer, von einem prachtvollen Ball über die eigene Hinrichtung (nachdem er meint, seine Geliebte aus Eifersucht ermordet zu haben) bis hin zu einem Hexensabbat. Eine packende Mischung aus Sex & Crime, die sicher zum nachhaltigen Erfolg des Werks beigetragen hat, auch wenn Berlioz selbst hoffte, »dass die Symphonie an und für sich und abgesehen von aller dramatischen Absicht ein musikalisches Interesse beanspruchen darf«.

EuroArts

Aufzeichnung aus der Hagia Eirene, Istanbul
© 2001 EuroArts Music International

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