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Europakonzert 2012 aus Wien mit Gustavo Dudamel und Gautier Capuçon

01. Mai 2012
Europakonzert aus Wien

Berliner Philharmoniker
Gustavo Dudamel

Gautier Capuçon

  • Johannes Brahms
    Variationen über ein Thema von Joseph Haydn op. 56a (21 Min.)

  • Joseph Haydn
    Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 C-Dur Hob. VIIb:1 (27 Min.)

    Gautier Capuçon Violoncello

  • Ludwig van Beethoven
    Symphonie Nr. 5 c-Moll op. 67 (38 Min.)

Alljährlich erinnern die Berliner Philharmoniker am 1. Mai mit einem Konzert in einer anderen europäischen Kulturmetropole an den Jahrestag ihrer Gründung am 1. Mai 1882. Den 130. Geburtstag feierte das Orchester in einem ganz besonderen Ambiente: 2012 bildete die Winterreithalle der Spanischen Hofreitschule in Wien die prachtvoll-barocke Kulisse für das 22. Europakonzert der Berliner Philharmoniker. Mit Werken von Haydn, Beethoven und Brahms zollte das Programm der Wiener Musiktradition Tribut, als Solist am Cello glänzte Gautier Capuçon und das Ganze stand unter der musikalischen Leitung von Gustavo Dudamel.

In Sichtweite der Hofreitschule, am Michaelerplatz gegenüber der Hofburg, wohnte Joseph Haydn während seiner musikalischen Lehrzeit bei Nicola Porpora von 1750 bis 1755. Sein Cellokonzert Nr. 1 in C-dur entstand Anfang der 1760er Jahre in Eisenstadt, wohin Haydn 1761 mit Dienstantritt bei Fürst Paul Anton Esterházy übersiedelt war. Gedacht für den damaligen Solocellisten der Hofkapelle, brachte dieses Konzert auch die phänomenalen Fähigkeiten von Gautier Capuçon bestens zur Geltung, der mit diesem Standardwerk des Cellorepertoires seinen Einstand bei den Berliner Philharmonikern gab.

Haydns Technik, aus kleinsten Motiven ein großes Ganzes zu formen, wurde für folgende Komponistengenerationen wegweisend, weswegen auch Brahms ihm 1873 mit den Variationen op. 56a ein klingendes Denkmal setzte. Dass es sich bei dem von ihm übernommenen Thema nicht um ein Originalkomposition Haydns handelt, sondern um ein altes burgenländisches Wallfahrtslied, konnte der gebürtige Hamburger Brahms ja nicht ahnen.

Das Hauptwerk an diesem Abend in der Hofreitschule war jedoch ohne Frage Beethovens revolutionär aufbrausende Fünfte Symphonie, deren prägnantes, pochendes Viertonthema nach einer vielzitierten Andekote für »das Schicksal« stehen soll. »Mit unbändiger Energie« stürzte sich Dudamel in das Allegro con brio des Kopfsatzes: »Atemloser kann man es kaum lesen« (Die Presse). Die Philharmoniker ließen sich nicht lange bitten und »legten sich buchstäblich bis zum letzten Mann ins Zeug – bei weitem keine Selbstverständlichkeit im üblichen Orchestergetriebe« (Der Standard).

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