Konzert

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Daniel Harding ist nicht nur ein begabter, sondern offenbar auch ein couragierter Künstler. Mit gerade einmal 17 Jahren stellte er eine Gruppe von Musikern zusammen, nahm mit ihnen Schönbergs Pierrot Lunaire auf und schickte den Mitschnitt an Sir Simon Rattle zur Begutachtung. Dieser engagierte den Nachwuchsdirigenten spontan als seinen Assistenten beim City of Birmingham Symphony Orchestra. Später arbeitete Harding als Assistent Claudio Abbados erstmals mit den Berliner Philharmonikern zusammen, worauf 1996 sein Debüt am Pult des Orchesters folgte.

In diesem Konzert trifft Harding auf Janine Jansen und interpretiert mit ihr das Violinkonzert von Benjamin Britten – eines jener Werke, bei denen es rätselhaft bleibt, warum man sie nicht häufiger im Konzertsaal antrifft. Janine Jansen zählt zu den leidenschaftlichsten Fürsprechern des von Jascha Heifatz als »unspielbar« charakterisierten Konzerts und unterstreicht hier seine herausragenden Qualitäten: die dämonische Virtuosität, die raffinierte Textur, die dichte Atmosphäre. »Sie hält den passionierten Ton konsequent durch bis zum Schluss, molto espressivo, formt die steil auf und ab schießende Steigungskurve der drei Sätze aus einem einzigen, heißen Atem« – so ein Kritiker.

Zuvor steht an diesem Abend Béla Bartóks Divertimento für Streicher auf dem Programm: der seltene Fall einer klassischen Komposition des 20. Jahrhunderts, die ihrem Titel nach vor allem unterhalten will. Richard Strauss’ Tondichtung Tod und Verklärung beschwört hingegen die letzten Dinge des Lebens, allerdings mit durchaus diesseitiger Lust an Klangrausch und Ekstase.

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