Interviews
18. Sep 2014

Sir Simon Rattle über den Schumann/Brahms-Zyklus (16 Min.)

Robert Schumann war ein engagierter Förderer des jungen Johannes Brahms, der seinerseits Schumann nach dessen Tod ein bewunderndes Andenken bewahrte. Gemeinsam hatten sie zudem die Zuneigung zu Clara Schumann, sicherlich die große Liebe im Leben beider Komponisten. Als einen frühen Höhepunkt der Spielzeit 2014/2015 und zugleich als Bestandteil des Berliner Musikfests präsentierten die Berliner Philharmoniker und ihr Chefdirigent Sir Simon Rattle einen Zyklus mit den jeweils vier Symphonien der beiden Komponisten innerhalb weniger Tage, wobei in jedem Konzert ein Werk von Brahms auf eines von Schumann folgte. Diese Aufführungen können als eine Art Bilanz der jahrelangen und intensiven Auseinandersetzung mit diesen Werken während der Rattle-Ära gelten. In dieser Einführung spricht der Dirigent über Schumann, der Forschungsergebnissen zufolge noch schneller als Mozart komponierte und in dessen Leben sich manische mit depressiven Phasen abwechselten. Zudem kommt Brahms’ steiniger Weg zu seiner Ersten Symphonie zur Sprache und der Einfluss Clara Schumanns auf beide Komponisten.

Das Konzert