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Interviews
30. Mai 2015

Mitglieder der Berliner Philharmoniker erinnern sich an Lorin Maazel (19 Min.)

Der Amerikaner Lorin Maazel gehörte zu den ganz wenigen Dirigenten-Wunderkindern – bereits im Alter von neun Jahren trat er zum ersten Mal bei einem öffentlichen Konzert vor ein Orchester. Auch als Geiger und Komponist machte der 1930 Geborene Karriere, vor allem aber wurde er zu einem der erfolgreichsten Maestri des 20. und 21. Jahrhunderts. Maazel ist in allen bedeutenden Opernhäusern und Konzertsälen der Welt aufgetreten, im Laufe seiner langen Karriere übernahm er zahlreiche wichtige Leitungspositionen. Das Berliner Publikum erlebte ihn in den 60er und 70er Jahren als Chefdirigent sowohl des Radio-Symphonie-Orchesters Berlin (heute: Deutsches Symphonie-Orchester) als auch der Deutschen Oper. Auch mit den Berliner Philharmonikern verband ihn eine spezielle Beziehung; so galt er nach Herbert von Karajans Tod als aussichtsreicher Kandidat für dessen Nachfolge. Dass das Orchester schließlich nicht ihn, sondern Claudio Abbado zum neuen Chefdirigenten wählte, hat den selbstbewussten Künstler tief gekränkt. Dennoch ist er später wiederholt zum Orchester zurückgekehrt. Nach längerer Unterbrechung sollte Maazel im Mai 2015 wieder bei den Philharmonikern dirigieren, doch sein überraschender Tod am 13. Juli 2014 verhinderte das Zusammentreffen. In diesem Film erinnern sich die Orchestermitglieder Peter Brem, Klaus Wallendorf, Laurentius Dinca, Rudolf Watzel, Stefan Schweigert und Rainer Seegers an einen Dirigenten, der über ein perfektes Gedächtnis und eine makellose Schlagtechnik verfügte, die Aura des Unfehlbaren ausstrahlte und im persönlichen Gespräch doch auch nahbar und humorvoll sein konnte.

Das Konzert