Englische Musik mit den Berliner Philharmonikern

Englische Musik mit den Berliner Philharmonikern
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    Edward Elgar
    Symphonie Nr. 2 Es-Dur op. 63 (54 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Kirill Petrenko

  • Benjamin Britten
    The Young Person’s Guide to the Orchestra op. 34 (19 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Sir Simon Rattle

  • Henry Purcell
    Suite aus der Semi-opera The Fairy Queen (27 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Emmanuelle Haïm

  • Benjamin Britten
    Peter Grimes: Passacaglia (9 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Andris Nelsons

  • William Walton
    Symphonie Nr. 1 b-Moll (53 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Semyon Bychkov

  • Thomas Adès
    Three Studies from Couperin (15 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Alan Gilbert

  • Edward Elgar
    Konzert für Violine und Orchester h-Moll op. 61 (53 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Zubin Mehta

    Pinchas Zukerman Violine

  • Ralph Vaughan Williams
    Fantasia on a Theme by Thomas Tallis (18 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Sir Simon Rattle

  • Thomas Tallis
    »Spem in alium« für acht fünfstimmige Chöre a capella (9 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Sir Simon Rattle

    Rundfunkchor Berlin, Simon Halsey Einstudierung

  • Benjamin Britten
    Konzert für Violine und Orchester op. 15 (36 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Daniel Harding

    Janine Jansen Violine

  • Sir George Benjamin
    Palimpsests für Orchester (23 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Sir George Benjamin

  • Edward Elgar
    The Dream of Gerontius, Oratorium op. 63 (101 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Daniel Barenboim

    Anna Larsson Mezzosopran, Ian Storey Tenor, Kwangchoul Youn Bass, Rundfunkchor Berlin, Simon Halsey Einstudierung

Die Bedeutung der englischen Musik in der Renaissance- und Barockzeit kann ebenso wenig bestritten werden wie ihre zentrale Rolle in Moderne und Gegenwart. Zu den erfolgreichsten Komponistinnen und Komponisten der zeitgenössischen Musik gehören auffällig viele Künstler – wie Rebecca Saunders, George Benjamin oder Thomas Adès –, die aus England stammen. Und in der Geschichte der Populärmusik muss Großbritannien ohnehin keine Konkurrenz fürchten.

Die polemische Rede vom »Land ohne Musik« bezieht sich also auf das 18. und das 19. Jahrhundert, auf einen Zeitraum, in dem die ganz großen britischen Namen tatsächlich fehlen. Für dieses Phänomen hat man bis heute keine überzeugende Erklärung gefunden, zumal England auch in dieser Epoche über eine vitale Musikszene und ein so sachkundiges wie begeisterungsfähiges Publikum verfügte. Bedeutende Erfolge feierten dort Händel, Haydn und Mendelssohn, dessen Elias in englischer Sprache in Birmingham uraufgeführt wurde.

Das Fehlen direkter Vorbilder wurde schließlich zur Herausforderung für Benjamin Britten, der von der musikalischen Romantik seines Heimatlandes wenig hielt. Bei der Entwicklung seiner Klangsprache orientierte er sich daher einerseits an zentralen kontinentaleuropäischen Komponisten und andererseits an der englischen Barockmusik. So basiert sein berühmtes Werk The Young Person’s Guide to the Orchestra auf einem Thema von Henry Purcell. Auch Ralph Vaughan Williams bezieht sich in seiner Fantasia on a Theme by Thomas Tallis auf die Alte Musik.

Sir Simon Rattle war der erste britische Chefdirigent der Berliner Philharmoniker. In seiner Amtszeit hat er neben zentralen Werken von Purcell, Britten und Edward Elgar auch Uraufführungen englischer Komponisten dirigiert. Und als Vorprogramm zu Mahlers monumentaler Achter Symphonie präsentierte er mit »Spem in alium« ein Meisterwerk der frühen Vokal-Polyphonie von Thomas Tallis.

Edward Elgar veröffentlichte seine wichtigsten Werke zwar erst im 20. Jahrhundert, blieb stilistisch aber doch ein Zeitgenosse der Romantik. 2012 legte der pilharmonische Chefdirigent Kirill Petrenko ein begeisterndes Plädoyer für Elgars Zweite Symphonie ein, die vom Orchester 37 Jahre lang nicht aufgeführt worden war. Weitere Hauptwerke des Komponisten sind in dieser Auswahl das Violinkonzert und das eindringliche Oratorium The Dream of Gerontius, mit dem Elgar an die Tradition der englischen Chormusik anknüpfte.