Von Herbert von Karajan bis Kirill Petrenko: Historische Meilensteine in der Digital Concert Hall

Von Herbert von Karajan bis Kirill Petrenko: Historische Meilensteine in der Digital Concert Hall
  • Ludwig van Beethoven
    Symphonie Nr. 5 c-Moll op. 67 (32 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Herbert von Karajan

  • Ludwig van Beethoven
    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur op. 15 (43 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Daniel Barenboim

    Daniel Barenboim Klavier

  • Maurice Ravel
    La Valse (14 Min.)

    Berliner Philharmoniker, Israel Philharmonic Orchestra

    Zubin Mehta

  • Wolfgang Amadeus Mozart
    Symphonie Nr. 35 D-Dur KV 385 »Haffner-Symphonie« (23 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Claudio Abbado

  • Anton Bruckner
    Symphonie Nr. 7 E-Dur (95 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Sergiu Celibidache

  • kostenlos

    Igor Strawinsky
    Le Sacre du printemps Fassung von 1947 (39 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Sir Simon Rattle

    Royston Maldoom Choreographie

  • Gustav Mahler
    Symphonie Nr. 4 G-Dur (Bearbeitung für Kammerensemble von Erwin Stein) (54 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Kirill Petrenko

    Christiane Karg Sopran

Die 1882 gegründeten Berliner Philharmoniker sind im Vergleich, etwa mit den Staatskapellen in Berlin und Dresden, ein relativ junges Orchester. Zeitzeugenberichte reichen über wenige Generationen bis in die Anfangsjahre zurück. Die philharmonische Geschichte ist aber auch wegen der rasanten Fortschritte der Reproduktionsmedien im 20. Jahrhundert so reichhaltig dokumentiert. Bereits das Wirken Wilhelm Furtwänglers ist diskografisch umfangreich dokumentiert und in der Ära Herbert von Karajans kamen zahlreiche Filmaufnahmen hinzu. Unsere Playlist versammelt Aufzeichnungen von einigen besonders denkwürdigen Konzertereignissen zwischen 1966 und 2020.

Die Auswahl beginnt mit Herbert von Karajans Studioproduktion von Beethovens Fünfter Symphonie, deren visuelle Umsetzung dem renommierten Filmregisseur Henri-Georges Clouzot anvertraut worden war. Es folgt ein unvergessliches Konzert, das die Berliner Philharmoniker nur drei Tage nach dem Mauerfall mit Daniel Barenboim ansetzten. Im Zeichen eines in Frieden vereinten Europas steht auch das jährliche Europakonzert. Bei der Gründungsveranstaltung mit Chefdirigent Claudio Abbado erklangen 1991 in Prag ausschließlich Werke von Mozart. Ein Jahr später kehrte Sergiu Celibidache zum ersten Mal nach Berlin zurück. Der wegen der Wahl Herbert von Karajans verstimmte Dirigent hatte sich nach 38 Jahren doch noch zu einem Gastspiel bewegen lassen. Ebenso legendär ist die erste Israel-Tournee der Philharmoniker: Unter der Leitung von Zubin Mehta traten sie 1990 gemeinsam mit dem Israel Philharmonic Orchestra auf. In Israel schließlich sollte 2020 auch das erste Europakonzert mit Chefdirigent Kirill Petrenko stattfinden. Wegen des Ausbruchs der Corona-Pandemie musste die Reise abgesagt werden. Die stattdessen in der Philharmonie realisierte bewegende Aufführung von Mahlers Vierter Symphonie, bei der nur 15 Orchestermitglieder musizierten, kann bereits heute als historisch signifikantes Ereignis gelten.