Simon Rattle dirigiert einen Beethoven-Abend in Taipeh

07. Mai 2016
Aus dem Nationalen Konzertsaal, Taipeh

Berliner Philharmoniker
Sir Simon Rattle

Iwona Sobotka, Eva Vogel, Christian Elsner, Dimitry Ivashchenko

  • Ludwig van Beethoven
    Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21 (27 Min.)

  • Ludwig van Beethoven
    Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125 (75 Min.)

    Iwona Sobotka Sopran, Eva Vogel Mezzosopran, Christian Elsner Tenor, Dimitry Ivashchenko Bass, BBC Singers, Taiwan National Chorus

  • kostenlos

    Open-Air-Publikum in Taipeh begrüßt die Berliner Philharmoniker (1 Min.)

Die Berliner Philharmoniker haben Freunde in der ganzen Welt. Eine besonders enge Verbindung hat sich über die letzten Jahre zum taiwanesischen Publikum entwickelt. In Taipeh gastierten das Orchester und sein Chefdirigent Sir Simon Rattle mit diesem Konzert bereits zum vierten Mal. Im Gepäck haben sie einen Ausschnitt ihres wichtigsten Projekts der Saison 2015/2016, die ganz im Zeichen der Symphonien Ludwig van Beethovens stand. Nachdem der komplette Zyklus bereits in Berlin, Wien, Paris und New York bejubelt worden war, präsentiert dieses Konzert gewissermaßen ein hochkonzentriertes Substrat mit der Ersten und der letzten Symphonie. Eine zusätzliche emotionale Note erhält das Konzert im Nationalen Konzertsaal von Taipeh durch die Mitwirkung des Taiwan National Chorus im Chor über Schillers Ode An die Freude.

Das Konzert bietet eine aufregende Reise von Beethovens symphonischem Erstling zu seinem Gattungstestament. Bezeichnenderweise wurde die Erste Symphonie 1800, genau zu Beginn des neuen Jahrhunderts uraufgeführt und steht, ebenso programmatisch, in der vorzeichenlosen Tonart C-Dur. Zu dieser gelangt Beethoven allerdings erst nach einer ganzen Serie harmonischer Überraschungen in der in jeder Hinsicht unkonventionellen langsamen Einleitung. Zu bewundern sind im Werk des 30-Jährigen die vollendete Beherrschung der Instrumentierung und die Kunst, aus einfachsten Bausteinen ein komplexes motivisches System zu errichten. Ein knappes Vierteljahrhundert später vollendete Beethoven seine letzte Symphonie. Nicht nur durch den Einsatz von Singstimmen, sondern auch durch die Wiederkehr von Themen aus allen vorangegangenen Sätzen stellt das Finale einen geradezu revolutionären Akt in der Geschichte der Gattung dar. Und die Zahl Neun sollte auch für die nachfolgenden Symphoniker Bruckner, Dvořák und Mahler zur magischen Grenze werden.

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