Konzert

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Die Silvesterkonzerte aus der Berliner Philharmonie zeigen immer wieder, dass sich musikalischer Anspruch und Unterhaltungswert nicht ausschließen müssen. Zum Jahreswechsel 2011/12 gab es unter Leitung von Simon Rattle Tanzmusik der gehobenen Art von Dvořák, Grieg, Ravel, Strauss, Strawinsky und Brahms und dazwischen als »ernstes« Mittelstück das Klavierkonzert von Edvard Grieg mit Jewgenij Kissin am Klavier.

Ebenfalls in einem Silvesterkonzert hatte Kissin 1988 bei den Berlinern debütiert, damals noch unter Herbert von Karajan und mit Tschaikowskys Erstem Klavierkonzert. 23 Jahre später bewies das einstige Wunderkind, dass er auch mit 40 Jahren noch eine Naturgewalt an den Tasten ist; man konnte meinen, »dass hier keine Hämmer auf Stahlsaiten schlagen, sondern dass Kissin die Musik förmlich mit seinen Händen formt: Er knetet und meißelt, schiebt Klangwellen vor sich her, lässt Noten abtropfen, schlägt einzelne Töne ein wie Nägel, schüttet eine Kiste Glasmurmeln aus. Riesenjubel« (Der Tagesspiegel).

Dvořáks Slawische Tänze und die Ungarischen Tänze von Johannes Brahms sind mittlerweile fester Bestandteil aller Silvesterkonzerte aus der Philharmonie unter der Leitung von Sir Simon Rattle. 2011 wurden sie ergänzt um Ravels Alborada del gracioso sowie Tänzerisches aus Strauss’ Salome und Strawinskys Feuervogel. Hier konnten vor allem Stefan Schweigert am Fagott und Albrecht Mayer an der Oboe mit hinreißenden Soli glänzen, bevor die Philharmoniker ihr Publikum nach einer letzten Zugabe beschwingt in die Neujahrsnacht entließen.

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