Daniel Barenboim dirigiert Tanzmusiken aus aller Welt im Silvesterkonzert 2001

31. Dez 2001
Silvesterkonzert

Berliner Philharmoniker
Daniel Barenboim

  • Johann Sebastian Bach
    Orchestersuite Nr. 3 D-Dur BWV 1068: Gavotte I und II (4 Min.)

  • Wolfgang Amadeus Mozart
    Divertimento in D-Dur KV 334: Menuetto (5 Min.)

  • Wolfgang Amadeus Mozart
    Rondo für Klavier und Orchester D-Dur KV 382 (11 Min.)

    Daniel Barenboim Klavier

  • Giuseppe Verdi
    Aida: Tanz der kleinen Mohrensklaven (1 Min.)

  • Antonín Dvořák
    Slawischer Tanz g-Moll op. 46 Nr. 8 (4 Min.)

  • Peter Tschaikowsky
    Der Nussknacker op. 71: Blumenwalzer (8 Min.)

  • Jean Sibelius
    Valse triste op. 44 (5 Min.)

  • Johann Strauss
    Kaiserwalzer op. 437 (12 Min.)

  • Zoltán Kodály
    Tänze aus Galánta (20 Min.)

  • Horacio Salgán
    A fuego lento (4 Min.)

  • Zequinha de Abréu
    Tico Tico (5 Min.)

  • Johann Strauss
    Unter Donner und Blitz op. 324 (3 Min.)

  • José Carlí
    El Firulete (3 Min.)

  • Johannes Brahms
    Ungarischer Tanz Nr. 1 g-Moll (5 Min.)

Mit Tanzmusik aus drei Jahrhunderten feierten die Berliner Philharmoniker und Dirigent Daniel Barenboim 2001 Silvester – und enthüllten dabei die ganze schwungvolle Vielfalt des Genres. Den Anfang machte eine Gavotte von Bach, dessen Musik damit zum ersten Mal seit 1984 wieder in einem Silvesterkonzert der Philharmoniker erklang; damals hatte Karajan das Magnificat dirigiert. Es folgten ein Menuett von Mozart sowie das Rondo für Klavier und Orchester KV 386, für das Barenboim zur großen Freude des Publikums vom Dirigentenpult ans Klavier wechselte.

Nach diesem klassisch-barocken Auftakt kamen die Romantiker zum Zug mit dem kecken Tanz der kleinen Mohrensklaven aus Verdis Aida und Dvořáks glutvollem Slawischem Tanz Nr. 8. Eine Walzerfolge der besonderen Art bildeten sodann Tschaikowskys duftiger Blumenwalzer aus dem Nussknacker, Sibelius’ melancholische Valse triste und der prunkvolle Kaiserwalzer von Johann Strauß und ließen Zuhörer und Orchester gemeinsam im Dreiviertel-Takt schwelgen.

Mit Kodálys Tänzen aus Galánta wechselte Barenboim danach ins 20. Jahrhundert, bevor er zum Abschluss noch zwei Leckerbissen aus seiner südamerikanischen Heimat präsentierte: In Horacio Salgáns Orchestertango A fuego lento und dem jazzigen Ohrwurm Tico Tico stellten die Philharmoniker einmal mehr unter Beweis, dass ihnen keine Musiksprache der Welt fremd ist: »Nicht viele Symphonieorchester, europäische zumal, könnten exotische Rhythmen so trennscharf artikulieren«, schrieb ein Kritiker. Das begeisterte Publikum erklatschte sich noch drei Zugaben, bevor es Dirigent und Orchester entließ und zu weiteren Silvesterfeierlichkeiten eilte.

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