Daniele Gatti dirigiert Strawinsky und Schostakowitsch

23. Jan 2021

Berliner Philharmoniker
Daniele Gatti

  • Igor Strawinsky
    Apollon musagète (revidierte Fassung von 1947) (35 Min.)

  • Dmitri Schostakowitsch
    Symphonie Nr. 5 d-Moll op. 47 (53 Min.)

  • kostenlos

    Interview
    Daniele Gatti im Gespräch mit Aleksandar Ivić (15 Min.)

Igor Strawinsky verbindet in seinem Ballett Apollon musagète die heitere, lichte Atmosphäre der Klassik mit dem lässigen, urbanen Lebensgefühl der 1920er-Jahre. Dmitri Schostakowitsch wiederum schrieb seine Fünfte Symphonie in der Klangästhetik des 19. Jahrhunderts, als vordergründige Hommage an den Sozialismus. Doch seine Musik besitzt einen doppelten Boden: »Der Jubel ist unter Drohungen erzwungen«, meinte der Komponist. »Man muss schon ein kompletter Trottel sein, um das nicht zu hören.«

Daniele Gatti ist musikalischer Leiter des Teatro dell’Opera di Roma und des Orchestra Mozart in Bologna sowie künstlerischer Berater des Mahler Chamber Orchestra. Zudem gastiert er an renommierten Opernhäusern und bei Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Leipziger Gewandhaus oder dem Orchestra Filarmonica della Scala. Mehrfach leitete er die Wiener Philharmoniker im Rahmen der Salzburger Festspiele, so bei Aufführungen der Opern Elektra (2010), La Bohème (2012), Die Meistersinger von Nürnberg (2013) und Il trovatore (2014).
Gatti studierte Komposition und Dirigieren am Konservatorium seiner Heimatstadt Mailand. Er war Musikdirektor des Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom, des Teatro Comunale in Bologna (1997 – 2007), des Royal Philharmonic Orchestra (1996 – 2009) sowie Erster Gastdirigent am Royal Opera House, Covent Garden und Chefdirigent am Zürcher Opernhaus. Von 2008 bis 2016 leitete er das Orchestre National de France; anschließend war er bis August 2018 Chefdirigent des Royal Concertgebouw Orchestra in Amsterdam. Für seine Arbeit beim Orchestre National de France wurde Gatti von der französischen Regierung zum »Chevalier de la Légion d’Honneur« ernannt. Bei den Berliner Philharmonikern gab Daniele Gatti sein Debüt im April 1997 mit Werken von Berlioz, Liszt und Bartók; bei seinen letzten Konzerten mit dem Orchester im September 2017 standen Symphonien von Hindemith und Brahms auf dem Programm.

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