Interviews
22. Sep 2018

Daniel Harding über Bruckners Fünfte Symphonie (11 Min.)

Im September 2018 dirigierte Daniel Harding bei den Berliner Philharmonikern Anton Bruckners Fünfte Symphonie; ein Werk, an dem sich die Geister scheiden, wie der britische Dirigent in dieser Einführung erklärt: Manche halten es für eine der bedeutendsten Schöpfungen des Komponisten, andere finden keinen Zugang. Im Finale der Symphonie hat Bruckner seine kontrapunktische Meisterschaft auf die Spitze getrieben. Hier seien die Interpreten, so Harding, zu genauester Analyse aufgefordert, eine rein intuitive Deutung werde der Musik nicht gerecht. In anderen Passagen spreche die Symphonie »österreichischen Dialekt«, weshalb Harding das Werk weniger in der Tradition Richard Wagners als Franz Schuberts sieht.

Das Konzert