Eine Dirigentin empfiehlt: Susanna Mälkkis Highlights

  • Ludwig van Beethoven
    Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125 (65 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Herbert von Karajan

    Christa Ludwig Alt, Gundula Janowitz Sopran, Walter Berry Bass, Jess Thomas Tenor, Walter Hagen-Groll Chorleiter, Chor der Deutschen Oper Berlin

  • Gustav Mahler
    Symphonie Nr. 1 D-Dur (55 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Claudio Abbado

  • Igor Strawinsky
    Le Rossignol (55 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Pierre Boulez

    Barbara Hannigan Sopran (Die Nachtigall), Stephanie Weiss Mezzosopran (Die Köchin), Julia Faylenbogen Mezzosopran (Der Tod), Edgaras Montvidas Tenor (Der Fischer), Roman Trekel Bariton (Der Kaiser von China), Georg Zeppenfeld Bass (Der Kammerherr), Peter Rose Bass (Der Bonze), Jan Remmers Tenor (Japanischer Gesandter), Wolfram Teßmer Bariton (Japanischer Gesandter), Rundfunkchor Berlin (Hofleute), Simon Halsey Einstudierung

  • Carl Nielsen
    Symphonie Nr. 5 op. 50 (41 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Herbert Blomstedt

  • Arnold Schönberg
    Gurre-Lieder (123 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Sir Simon Rattle

    Soile Isokoski Sopran (Tove), Karen Cargill Mezzosopran (Waldtaube), Stephen Gould Tenor (Waldemar), Burkhard Ulrich Tenor (Klaus-Narr), Lester Lynch Bariton (Bauer), Thomas Quasthoff Sprecher, KorVest Bergen, Rundfunkchor Berlin, MDR-Rundfunkchor , WDR Rundfunkchor , Nicolas Fink Einstudierung

  • Alexander Skrjabin
    Le Poème de l’extase, Symphonische Dichtung op. 54 (25 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Kirill Petrenko

  • Paul Dukas
    La Péri, Poème dansé (18 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Kirill Petrenko

  • Jean Sibelius
    Lemminkäinen-Suite op. 22 (52 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Sakari Oramo

Lange galt Susanna Mälkki vor allem als Spezialistin für Neue Musik. Aber dieses einengende Etikett wird der Dirigentin, die von 2006 bis 2013 das Ensemble intercontemporain leitete, längst nicht mehr gerecht. Als Orchester-Cellistin hat die Musikerin zu Beginn ihrer Laufbahn das symphonische Repertoire von der Klassik bis zur Moderne gespielt, das sie inzwischen bei den renommiertesten Orchestern dirigiert. Entsprechend stark ist dieses Repertoire auch in der Playlist vertreten, die die Chefdirigentin des Helsinki Philharmonic Orchestra im Rahmen ihres Gastdirigats im Mai 2021 zusammenstellte.

Den Auftakt macht eine Interpretation von Beethovens Neunter Symphonie unter der Leitung von Herbert von Karajan. Für Mälkki ist diese Aufnahme sowohl hinsichtlich ihres filmschischen Konzepts als auch des Orchesterklangs ein »Monument ihrer Zeit«. Während die Dirigentin an Claudio Abbados Mahler-Deutungen »Fluss und Üppigkeit« schätzt, bezeichnet sie Sir Simon Rattles Aufführung von Schönbergs »exzessiven« Gurre-Liedern als »poetisch, schillernd und bewegend«. Auch Chefdirigent Kirill Petrenko darf in der Auswahl natürlich nicht fehlen: Er ist mit Skrjabins »packendem« Poème de l´extase und der Ballettmusik La Péri in einer, so Mälkki, von »Eleganz, Stil und makelloser Virtuosität« gekennzeichneten Interpretation vertreten. Aufführungen unter der Leitung von Pierre Boulez, dem Gründer des Ensemble intercontemporain, Herbert Blomstedt und Sakari Oramo komplettieren die Playlist.