Daniel Barenboim dirigiert Mozart im Europakonzert 2006 aus Prag

01. Mai 2006
Europakonzert aus Prag

Berliner Philharmoniker
Daniel Barenboim

Radek Baborák

  • Wolfgang Amadeus Mozart
    Symphonie Nr. 35 D-Dur KV 385 »Haffner-Symphonie« (20 Min.)

  • Wolfgang Amadeus Mozart
    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 22 Es-Dur KV 482 (37 Min.)

  • Wolfgang Amadeus Mozart
    Konzert für Horn und Orchester Nr. 1 D-Dur KV 412 (386b) (10 Min.)

    Radek Baborák Horn

  • Wolfgang Amadeus Mozart
    Symphonie Nr. 36 C-Dur KV 425 »Linzer« (28 Min.)

Seit 1991 gastieren die Berliner Philharmoniker am 1. Mai jeden Jahres an wechselnden europäischen Orten von besonderer kulturhistorischer Bedeutung, um an den Tag ihrer Gründung im Jahr 1882 zu erinnern. Bei der ersten Auflage führte ihre Reise sie 1991 zu Mozarts 200. Todestag nach Prag, wohin sie 2006 anlässlich des 250. Geburtstages des Salzburger Genies noch einmal zurückkehrten. Im berühmten Ständetheater feierte Mozart mit Le nozze di Figaro, La clemenza di Tito und insbesondere der Uraufführung des für Prag komponierten Don Giovanni seine größten Triumphe, und eben dort gaben die Berliner 2006 ihr Europakonzert.

Daniel Barenboim, dem Orchester seit mehr als 50 Jahren eng verbunden, trat dabei in bewährter Doppelfunktion als Dirigent und Pianist auf. Den Auftakt des Programms bildete die populäre »Haffner-Symphonie«, von Mozart im Sommer 1782 auf Grundlage einer früheren Serenade komponiert und im Frühjahr 1783 mit großem Erfolg in Wien uraufgeführt. Danach leitete Barenboim das Orchester vom Klavier aus souverän durch das Es-Dur-Konzert Nr. 22, wie es auch Mozart zu seiner Zeit getan haben dürfte, denn die meisten seiner Klavierkonzerte schrieb der anerkannte Virtuose für den Eigengebrauch.

Auch der erste Programmpunkt nach der Pause konnte ohne externe Hilfe bestritten werden, denn den Solopart in Mozarts Hornkonzert Nr. 1 übernahm der junge Tscheche Radek Baborák. 1994, im Alter von nur 18 Jahren, hatte er den ARD-Musikwettbewerb für sich entschieden und war im selben Jahr Solohornist der Tschechischen Philharmonie geworden. Von 2003 bis 2010 füllte er dieselbe Position bei den Berliner Philharmonikern aus und überzeugte beim Europakonzert in Prag nach Meinung der Rezensenten durch die »außergewöhnliche Schönheit und Sicherheit« seines Spiels. Abgerundet wurde das Programm durch die Linzer Symphonie, von Mozart im Herbst 1783 in wenigen Tagen komponiert – ein Meisterwerk, dem die Eile des Schaffensprozesses in keinem Takt anzumerken ist.

EuroArts

Aufzeichnung aus dem Ständetheater, Prag
© 2006 EuroArts Music International

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