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Christian Thielemann dirigiert Chorwerke von Johannes Brahms

12. Dez 2009

Berliner Philharmoniker
Christian Thielemann

Rundfunkchor Berlin

  • Johannes Brahms
    Nänie op. 82 (14 Min.)

    Rundfunkchor Berlin, Robin Gritton Einstudierung

  • Johannes Brahms
    Gesang der Parzen op. 89 (11 Min.)

    Rundfunkchor Berlin, Robin Gritton Einstudierung

  • Johannes Brahms
    Schicksalslied op. 54 (19 Min.)

    Rundfunkchor Berlin, Robin Gritton Einstudierung

  • Arnold Schönberg
    Pelleas und Melisande op. 5 (50 Min.)

  • kostenlos

    Interview
    Christian Thielemann im Gespräch mit Sarah Willis (16 Min.)

Johannes Brahms hat fast Zeit seines Lebens Chormusik komponiert. Nicht nur diese Regelmäßigkeit, sondern auch die emotionale Tiefe und Vielfalt der Werke lässt ahnen, dass sie dem Komponisten besonders nahestanden. Der Chorleiter und Dirigent John Eliot Gardiner sagte einmal: »Diese Werke waren die Gefäße für seine tiefsten Gedanken, und sie lassen zuweilen einen fast verzweifelten Drang erkennen, Dinge von Bedeutung mitzuteilen. Feierlichkeit, Pathos, Entsetzen und jubilierende Freude: Diese Emotionen wurden alle durchlebt«. Christian Thielemann, einer der profiliertesten Interpreten der deutschen Spätromantik, präsentierte im Dezember 2009 drei dieser Werke: Nänie, Gesang der Parzen und Schicksalslied. Den Vokalpart übernahm – als langjähriger Partner der Berliner Philharmoniker – der Rundfunkchor Berlin. 

Am Schluss des Konzerts stand Arnold Schönbergs Tondichtung Pelleas und Melisande: ein Werk, das mit spätromantischer Wucht und einem hörbar von Richard Wagner und Richard Strauss inspirierten Klangrausch Maurice Maeterlincks Eifersuchtsdrama nacherzählt. Publikum und Presse reagierten begeistert auf die Interpretation durch Christian Thielemann und die Berliner Philharmoniker. So schrieb das Neue Deutschland: »Sein Bemühen um deutliche Strukturen und vitale Klangentfaltung wirkte geradezu triumphal. ... Intensive, ja, leidenschaftliche Ausdruckskraft bis zum dunklen Schluss. Großartig das Orchester, inspiriert zu hoher Musizierkunst und Ausstrahlung durch Christian Thielemann.«

Christian Thielemann, der designierte Chefdirigent der Staatskapelle Dresden und der Semperoper für die Zeit von Herbst 2012 an, leitet seit Beginn der Saison 2004/2005 als Generalmusikdirektor die Münchner Philharmoniker. Zuvor stand er in gleicher Verantwortung an der Spitze der Deutschen Oper Berlin. Der gebürtige Berliner hatte in seiner Heimatstadt an der dortigen Hochschule der Künste studiert und anschließend zunächst gründliche Erfahrungen an kleineren Bühnen gesammelt, bevor er Erster Kapellmeister an der Deutschen Oper am Rhein und danach Generalmusikdirektor in Nürnberg wurde. Tragende Säulen in Thielemanns Repertoire bilden Werke der Klassik und Romantik – vor allem die Musik von Wagner und Strauss – wie auch das Œuvre Hans Werner Henzes. Im Sommer 2006 leitete er in Bayreuth eine Neuproduktion von Wagners Ring des Nibelungen. Heute ein Interpret von Weltgeltung, stand Christian Thielemann am Pult der international renommiertesten Orchester und Opernhäuser. Als Gastdirigent konzentriert er sich auf Bühnen wie die Wiener Staatsoper, die Festspiele in Bayreuth und Salzburg sowie auf ausgewählte Spitzenorchester, beispielsweise die Philharmoniker in Wien und Berlin, die Staatskapelle Dresden, das Concertgebouworkest Amsterdam, das Israel Philharmonic Orchestra und das Philharmonia Orchestra London. In den USA arbeitet Christian Thielemann regelmäßig mit den Orchestern in New York, Philadelphia und Chicago zusammen. Die Berliner Philharmoniker hat er seit seinem Debüt im Jahr 1996 wiederholt dirigiert – zuletzt Mitte Dezember 2008 in Konzerten mit der Achten Symphonie von Anton Bruckner.

Foto: Matthias Heyde (Datei » RundfunkchorBerlin 09 (MatthiasHeyde).bmp« in Abbildungen)

Der Rundfunkchor Berlin, 1925 gegründet, prägte unter Dirigenten wie George Szell, Hermann Scherchen, Otto Klemperer und Erich Kleiber musikalische Sternstunden der 1920er- und 1930er-Jahre. Nach dem Zweiten Weltkrieg machte er mit seinem Chefdirigenten Helmut Koch die Oratorien Händels erstmals in der Originalgestalt international bekannt. Dietrich Knothe (1982 – 1993) formte den Chor zu einem Präzisionsinstrument für schwierigste Literatur; Robin Gritton (1994 – 2001) bereicherte und verfeinerte die Farbpalette des Ensembles. Seit 2001 leitet Simon Halsey den Rundfunkchor. Er legt besonderes Gewicht auf die stilistisch und sprachlich perfekte, dabei lebendige und mitreißende Wiedergabe von Werken aller Epochen und Stile. Eine rege Aufnahmetätigkeit dokumentiert diese Arbeit: So erhielt die mit den Berliner Philharmonikern entstandene CD-Veröffentlichung von Strawinskys Psalmensymphonie unter der Leitung von Sir Simon Rattle den »Grammy Award« 2009 als beste Choraufnahme. Simon Halsey initiierte außerdem zahlreiche Projekte des Chores im Bildungs- und Erziehungsbereich sowie einmal im Jahr ein großes Mitsingkonzert. Das Vokalensemble ist Partner führender Orchester und Dirigenten in aller Welt; langjährige Kooperationen verbinden es mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Deutschen Symphonie-Orchester und den Berliner Philharmonikern. Bei den Philharmonikern gastierte der Rundfunkchor Berlin zuletzt im September dieses Jahres unter der Leitung von Sir Simon Rattle in Konzerten mit Joseph Haydns Oratorium Die Jahreszeiten.

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