Konzert

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Es sind zwei sicherlich unterbewertete Werke, die Herbert Blomstedt in diesem Konzert mit den Berliner Philharmonikern dirigiert: Beethovens Tripelkonzert und die Sechste Symphonie Anton Bruckners. Das Tripelkonzert entstand in einer der spannendsten Schaffensphasen des Komponisten, als er zu seinem charakteristischen »heroischen« Stil fand. Ein herrlich vorwärtsstürmendes Werk, das aber wegen seiner ungewöhnlichen Besetzung nur unregelmäßig im Konzert zu hören ist. In diesem Mitschnitt gibt das Tripelkonzert Gelegenheit, zwei Musiker aus der Mitte der Berliner Philharmoniker in solistischer Funktion kennen zu lernen: den 1. Konzertmeister Daniel Stabrawa und den 1. Solo-Cellisten Ludwig Quandt. Ihnen zur Seite steht der junge Pianist Martin Helmchen, der mit diesem Auftritt bei den Berliner Philharmonikern debütiert.

Auch Bruckners Sechste Symphonie wird weit seltener aufgeführt als ihre Nachbarwerke: die Vierte, Fünfte und Siebte. Herbert Blomstedt allerdings charakterisierte die Symphonie bei seinem Gastspiel mit liebevollem Respekt. Wie ein Berg sei sie, »der wunderbare Ausblicke gewährt«. Dass Blomstedts Interpretation die Qualitäten des Werks bestens zur Geltung brachte, zeigt beispielhaft die Rezension des Tagesspiegels: »Souverän schlägt er weite Bögen, sorgt dafür, dass die innere Spannung keine Sekunde lang abreißt. Und die Philharmoniker folgen ihm gebannt, geben sich dieser schwelenden Musik hin, mit blendenden Bläsern und einem Streicherklang von wahrhaft berauschender Tiefe.«

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