Jakub Hrůša dirigiert Bruckners Vierte und eine Uraufführung

11. Sep 2021

Berliner Philharmoniker
Jakub Hrůša

Andrew Watts, Tölzer Knabenchor

  • Olga Neuwirth
    Keyframes for a Hippogriff − Musical Calligrams in memoriam Hester Diamond, Auftragswerk der Stiftung Berliner Philharmoniker gemeinsam mit dem New York Philharmonic, dem Königlichen Philharmonischen Orchester Stockholm und BBC Radio 3 (Uraufführung) (33 Min.)

    Andrew Watts Countertenor, Tölzer Knabenchor, Michael Hofstetter Chor-Einstudierung, Gerhard Jacobs Chor-Einstudierung

  • Anton Bruckner
    Symphonie Nr. 4 Es-Dur »Romantische« (2. Fassung von 1878/1880) (70 Min.)

  • kostenlos

    Interview
    Jakub Hrůša im Gespräch mit Václav Vonášek (28 Min.)

Als Jakub Hrůša im Dezember 2019 das letzte Mal am Pult der Berliner Philharmoniker stand, hatte er eine bedeutende Neuentdeckung im Gepäck: Die formvollendete und dramatisch fesselnde Tondichtung Mysterium času (Mysterium der Zeit) seines zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Landmanns Miloslav Kabeláč. Nun widmet sich der langjährige Chefdirigent der Bamberger Symphoniker Keyframes for a Hippogriff, einer Uraufführung der österreichischen Komponistin Olga Neuwirth, deren humorvoll-dämonische Klangwelten in philharmonischen Konzerten bereits für Begeisterung gesorgt haben. 

Symphonisches Hauptwerk des Abends ist Anton Bruckners Vierte Symphonie, die der Komponist in Anlehnung an Wagners »Romantische Oper« Lohengrin selbst als »Romantisch« bezeichnete. Dem damaligen Bedürfnis des Publikum nach assoziativen Musikbeschreibungen nachkommend, erklärte Bruckner seine Vierte mit Bildern »aus alter Zeit«: Der Kopfsatz etwa gebe mit dem »Horn , das vom Rathaus herab den Tag ausruft« das Erwachen einer mittelalterlichen Stadt wieder. Daneben fände sich in ihm der Zauber der Natur und das »Glücksgefühl, solchen traulichen Naturstimmen im Walde lauschen zu können«. Tatsächlich spiegelt Bruckners Vierte Symphonie mit Glanz und Größe eine Naturmystik und Transzendenz, für deren Darstellung die Gemälde Caspar David Friedrichs berühmt geworden sind. Mit den Berliner Philharmonikern präsentiert Jakub Hrůša seine persönliche Lesart der »Romantischen« – einer der beliebtesten Symphonien des Klangbaumeisters Bruckner.

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