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    Ludwig van Beethoven
    Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92 (44 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Kirill Petrenko

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    Peter Tschaikowsky
    Symphonie Nr. 6 h-Moll op. 74 »Pathétique« (52 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Kirill Petrenko

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    Alexander Skrjabin
    Le Poème de l’extase, Symphonische Dichtung op. 54 (25 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Kirill Petrenko

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    Edward Elgar
    Symphonie Nr. 2 Es-Dur op. 63 (54 Min.)

    Berliner Philharmoniker

    Kirill Petrenko

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    Interview
    Am Beginn einer neuen Ära: Kirill Petrenko und die Berliner Philharmoniker (10 Min.)

Am 23. August 2019, zum Auftakt der Spielzeit 2019/2020 trat Kirill Petrenko sein Amt als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker an. Das Konzert mit Alban Bergs Lulu-Suite und Beethovens Neunter Symphonie wurde vom Publikum mit Ovationen gefeiert. Die Entscheidung des Orchesters für den russischen Dirigenten war bereits vier Jahre zuvor gefallen. Die Wahl wurde nur insofern als überraschend wahrgenommen, als Petrenko zuvor nicht mehr als drei Konzertprogramme mit dem Orchester erarbeitet hatte. Doch diese Begegnungen in den Jahren 2006, 2009 und 2012 hatten bei den Philharmonikern einen außerordentlich tiefen Eindruck hinterlassen. 

Nicht nur zeigt sich in der Gegenüberstellung etablierter Meisterwerke mit wenig bekannten Stücken Petrenkos sicheres Gespür für aufregende Konzert-Dramaturgie. Er weiß auch durch die seltene Verbindung von akribischer Detailarbeit in den Proben und mitreißendem Temperament in den Aufführungen Musiker wie Publikum zu begeistern. Dass für ihn Präzision und Emotionalität, »harte Arbeit« und »künstlerisches Glück« in einer Wechselbeziehung stehen, hat Petrenko selbst nach seiner Wahl zum Chefdirigenten im Hinblick auf die zukünftige Kooperation mit den Philharmonikern zu Protokoll gegeben: »Vor allem erhoffe ich vom gemeinsamen Musizieren viele Momente des künstlerischen Glücks, die unsere harte Arbeit belohnen und unser Künstlerleben mit Sinn erfüllen sollen.«

In der Zeit zwischen seiner Wahl und dem Amtsantritt erhöhte Petrenko die Frequenz seiner Besuche in Berlin stetig. Er leitete Programme in den Jahren 2017 und 2018 sowie das Eröffnungskonzert der Saison 2018/2019 und begab sich anschließend mit dem Orchester auf eine Tournee nach Salzburg, Luzern und London; zudem trat er bei den Osterfestspielen in Baden-Baden auf. Das gemeinsam erarbeitete Repertoire reichte dabei von der Wiener Klassik (Mozart, Beethoven) bis zur zeitgenössischen Musik (John Adams). Die vorliegende Auswahl präsentiert Höhepunkte aus dieser von 2006 bis 2019 währenden ersten Arbeitsphase Petrenkos mit den Berliner Philharmonikern und damit gewissermaßen den Chefdirigenten »ante portas«. Ergänzt wird die Playlist durch den kurz vor Petrenkos Inauguration entstandenen Film Am Beginn einer neuen Ära: Kirill Petrenko und die Berliner Philharmoniker, in dem Mitglieder des Orchesters ihre Sicht auf den Dirigenten schildern. 

Petrenkos Sinn für Raritäten vertritt hier Edward Elgars Zweite Symphonie, die das Orchester zuvor Jahrzehnte lang nicht gespielt hatte. Tiefe Musik, die über eine ungewöhnlich große Ausdrucksskala verfüge, so der Dirigent im Interview der Digital Concert Hall. Auch Alexander Skrjabins Poème de l’extase, das in der vorliegenden Interpretation in einer ungeheuren Klangentfesselung gipfelt, begegnet man im (deutschen) Konzertalltag eher selten. Zum Kernrepertoire hingegen gehört Beethovens Siebte Symphonie, ein »Signature Piece« der Philharmoniker seit jeher, das Petrenko im erwähnten Eröffnungskonzert der Spielzeit 2018/2019 ganz aus seinen rhythmischen Energien entwickelte. Ein weiteres Highlight war – in Petrenkos erstem Konzert mit den Berliner Philharmonikern nach der Wahl – Peter Tschaikowskys Sechste Symphonie, die sogenannte Pathétique: ein Bekenntniswerk, das in der vom Orchester und seinem zukünftigen Chefdirigenten vollbrachten und vom Publikum gefeierten Deutung von formaler Genauigkeit wie emotionaler Wucht geprägt war.