Konzert

Mehr zum Konzert

Wenn Iván Fischer die Berliner Philharmoniker dirigiert, bringt er regelmäßig musikalische Preziosen seiner ungarischen Heimat mit. Der Zuhörer ist dann meistens erstaunt: Warum hat man diese wunderbare Musik nie zuvor gehört? Diese Reaktion ist auch bei diesem Mitschnitt mit Ernő Dohnányis Symphonischen Minuten und Jenő Hubays Violinkonzert Nr. 3 vorprogrammiert. Aus dem klassisch-romantischen Kernrepertoire erklingt außerdem die Fünfte Symphonie von Franz Schubert.

Ernő Dohnányis Symphonische Minuten von 1933 und Jenő Hubays 1907 vollendetes Violinkonzert Nr. 3 verbreiten perfekt das Feuer und die Sehnsucht, die man mit ungarischer Musik verbindet, und sind dabei doch immer originell und überraschend. Unüberhörbar bleibt zugleich Ihre Verwurzelung im 19. Jahrhundert und vor allem in der Musik von Johannes Brahms. Als Solist in Hubays Konzert tritt Daniel Stabrawa auf, der den Berliner Philharmonikern seit 1983 angehört und drei Jahre später zum Ersten Konzertmeister des Orchesters ernannt wurde.

In Schuberts Fünfter Symphonie ist ebenfalls der Bezug zu einem älteren Vorbild zu spüren, in diesem Fall Wolfgang Amadeus Mozart. Wenige Wochen vor der Komposition hatte der 19-jährige Schubert noch in seinem Tagebuch die »Zauberklänge von Mozarts Musik« gerühmt. In seiner Fünften Symphonie scheint vor allem Mozarts berühmte g-Moll-Symphonie Nr. 40 nachzuhallen: Im schwebenden Beginn, im Thema des Scherzos und in der kristallinen Leichtigkeit des Orchestersatzes.

Hilfe Kontakt
So geht’s Newsletter Institutioneller Zugang Zugang Gutscheine
Impressum AGB Datenschutz