Konzert

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»Könnte man Dirigenten miteinander kreuzen, dann wäre Tugan Sokhiev vielleicht die perfekte Mischung aus Christian Thielemann, Gustavo Dudamel und russischer Schule.« So kommentierte ein Kritiker im Januar 2010 das Debüt des jungen Osseten bei den Berliner Philharmonikern. In diesem Konzert von 2012 hatte das philharmonische Publikum erneut Gelegenheit, sich von den vielfältigen Qualitäten des Dirigenten zu überzeugen.

In der Berliner Philharmonie stand ihm Boris Berezovsky zur Seite – für das Magazin Gramophone »der wahre Nachfolger der großen russischen Pianisten der Vergangenheit«. Mit Franz Liszts Klavierkonzert Nr. 1 interpretieren Boris Berezovsky und die Philharmoniker ein Werk, das souverän zwischen brausendem Furor und zarten Kantilenen wechselt. Zugleich erreicht Liszt hier eines seiner wichtigsten künstlerischen Ziele: Ausdruck und Klang des Klaviers bis an die Grenzen des Machbaren zu erweitern.

Auch in Luciano Berios Sequenzas wird das Potential verschiedener Soloinstrumente voll ausgeschöpft. Im Falle der Sequenza VI ist das die Bratsche, hier gespielt von Amihai Grosz, der seit 2010 als Erster Solo-Bratscher den Berliner Philharmonikern angehört.

Die beiden übrigen Werke des Abends wiederum – Sergej Rachmaninows Symphonische Tänze und Albert Roussels Ballettmusik Bacchus et Ariane – breiten das ganze Farbspektrum des Orchesterklangs aus. Roussel erweist sich dabei als Komponist, der auf hinreißende Weise impressionistische Raffinesse mit ungezügeltem Temperament verbindet und der zweifellos eine stärkere Präsenz im Konzertleben verdient.

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