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Sir George Benjamin dirigiert die Berliner Philharmoniker

09. Sep 2018

Berliner Philharmoniker
Sir George Benjamin

ChorWerk Ruhr, Cédric Tiberghien

  • Pierre Boulez
    Cummings ist der Dichter für 16 Solostimmen oder gemischten Chor und Instrumente (14 Min.)

    ChorWerk Ruhr

  • Maurice Ravel
    Konzert für Klavier und Orchester D-Dur für die linke Hand (29 Min.)

    Cédric Tiberghien Klavier

  • György Ligeti
    Clocks and Clouds für 12-stimmigen Frauenchor und Orchester (17 Min.)

    ChorWerk Ruhr

  • Sir George Benjamin
    Palimpsests für Orchester (23 Min.)

  • kostenlos

    Interview
    Sir George Benjamin im Gespräch mit Jonathan Kelly (18 Min.)

Vom Klavierspiel ist Cédric Tiberghien nach eigenem Bekunden seit frühester Kindheit »geradezu besessen«. Als 14-Jähriger begann er am Pariser Conservatoire zu studieren, wo ihm bereits drei Jahre später der Premier Prix verliehen wurde. Seine Erfolge bei internationalen Wettbewerben gipfelten 1998 beim Concours Long-Thibaud-Crespin in Paris, wo Cédric Tiber­ghien den Ersten Preis gewann – sowie nicht weniger als fünf Sonderpreise! Es folgte eine steile internationale Karriere, die den französischen Pianisten in die bedeutendsten Konzertsäle in aller Welt führte. Für sein Solistendebüt bei den Berliner Philharmonikern hat Cédric Tiberghien Maurice Ravels Klavierkonzert für die linke Hand ausgewählt, ein technisch immens anspruchsvolles Werk, in dem sich dramatische Ausbrüche, klangvolle Lyrismen und mitreißende Jazz-Effekte die Waage halten.

Eingeleitet wird der von George Benjamin dirigierte Abend von Pierre Boulez’ Komposition Cummings ist der Dichter, dessen Titel auf einem Missverständnis beruht: Als Boulez von einem Konzertveranstalter gefragt wurde, wie das Stück heißen solle, schrieb er in einem nicht sehr guten Deutsch sinngemäß zurück: »›Ich habe noch keinen Titel, und ich kann Ihnen nur sagen, dass Cummings der Dichter ist, den ich gewählt habe.‹ Die Antwort einer Sekretärin, die meinen Brief sicher schlecht verstanden hatte, lautete: Quant à votre œuvre ›Cummings est le Poète‹, en allemand: ›Cummings ist der Dichter‹. Ich fand, dass es gar keinen besseren Titel geben könne, als den, der hier durch Zufall entstanden war.« Den Vokalpart übernimmt das Ensemble ChorWerk Ruhr, das zu den bedeutendsten Kammerchören Deutschlands zählt.

Anschließend steht mit György Ligetis Clocks and Clouds eine nicht minder komplexe Komposition auf dem Programm, die eine durch Mikrointervalle eingefärbte diatonische Melodik und Harmonik verwendet: »Periodische, polyrhythmische Klangkomplexe verschmelzen zu diffusen, flüssigen Zuständen und umgekehrt. Der abstrakte ›Text‹ des Stückes ist im Internationalen Phonetischen Alphabet notiert und dient der rhythmischen Artikulation und Klangfarbentransformation« (Ligeti). Abgerundet wird der Abend mit George Benjamins Orchesterwerk Palimpsests, dessen erster Teil zu Boulez’ 75. Geburtstag entstand. Der Titel bezieht sich auf ein antikes bzw. mittelalterliches Schriftstück, von dem der ursprüngliche Text abgeschabt und das danach neu beschrieben wurde – so, dass die verschiedenen Ebenen des Schreibens erkennbar bleiben und geheimnisvolle Einblicke in die Vergangenheit ermöglichen. Auch Benjamins zweiteiliges Werk spielt »mit diesen verschiedenen Perspektiven einander überlagernder musikalischer Schichten«, erläuterte der Komponist.

Zauberreiche auf beengtem Terrain

George Benjamin dirigiert Meisterwerke aus der Zeit zwischen 1930 und 2002

Was schreiben Komponisten, die sich nicht länger auf vorgefundene Traditionen berufen mögen und auch keine etablierten Gattungen mehr vorfinden? Wie gewinnt die Musik Verbindlichkeit, wenn sie weder zum Gebet oder zum Tanz, noch zur Feier einer öffentlichen Institution ruft, sondern ihr Daseinsrecht allein aus sich selbst ableitet? Soll sie sich strikten kompositionstechnischen Verfahren überantworten? Oder müsste sie sich im Gegenteil komplett der Freiheit des Künstlers überlassen? Friedrich Schlegel hat das Problem kurz vor 1800 auf den Punkt gebracht: »Es ist gleich tödlich für den Geist, ein System zu haben, und keins zu haben. Er wird sich also wohl entschließen müssen, beides zu verbinden.« Alle vier Komponisten des heutigen Abends hatten bzw. haben sich mit diesem Paradox herumzuschlagen, doch sie nahmen es zugleich als Stimulus für ihre Kreativität.

Cummings ist der Dichter von Pierre Boulez

Pierre Boulez experimentierte Anfang der 1950er-Jahre mit extrem formalisierten Techniken, die er als »automatisch« bezeichnete. Schnell wurde er sich indes klar darüber, »wie notwendig es ist, dass die Musik eine echte Kommunikation bietet«. So begann er, sich systematisch Freiheiten zu erobern. »Das Werk ist nur dann gültig, wenn das technische Anliegen sich in ein ästhetisches Ziel, in einen ›Ausdruck‹ verwandelt«, war Boulez überzeugt. Technische und ästhetische Intentionen müssten sich wie zwei Spiegel zueinander verhalten.

Cummings ist der Dichter, 1970 uraufgeführt und 1986 in einer erweiterten Fassung neu herausgebracht, gibt sein ästhetisches Ziel deutlich zu erkennen; von Puristen der Neuen Musik wurde die Partitur ob ihrer sinnlichen Attraktivität zunächst gar beargwöhnt. John Cage hatte den jungen Kollegen schon 1952 in New York auf die Gedichte von Edward Estlin Cummings (1894–1962) aufmerksam gemacht. Doch der Franzose fühlte sich in der Muttersprache des Autors noch nicht genügend versiert; erst nachdem er als Dirigent einige Jahre in England und Amerika gearbeitet hatte, traute er sich die Auseinandersetzung mit Cummings’ Versen zu.

Mit relativ schlichtem Vokabular deutet das titellose Gedicht aus der Sammlung No Thanks (1935) einen poetischen Dreiklang von Vogelrufen, räumlicher Weite und dem befreiten Schweben der Seele an. Die kunstvolle grafische Anordnung der Worte verwandelt die dichterischen Mittel dabei in Bestandteile einer Art Skulptur: Die Wahrnehmung wird multiperspektivisch aufgebrochen, die Lese- und Verständnismöglichkeiten multiplizieren sich. Diese strukturellen Vorgaben greift Boulez’ Vertonung auf. So agil sie voranschreitet, so diskontinuierlich und spontan gibt sich ihre Gestik. Die vokalen Techniken reichen vom melismatischen Gesang bis zur reinen Deklamation. Lautmalerische Elemente spielen ebenso eine Rolle wie virtuose Fiorituren und die Überlagerung von statischen und sehr bewegten Strängen der Registergruppen. Zu dem skurrilen deutschen Titel kam es durch ein Missverständnis beim Telefonat des Komponisten mit den deutschen Veranstaltern der Uraufführung. Boulez war sogleich der Meinung, ein passenderer als jener, den hier der Zufall vorgegeben habe, lasse sich gar nicht finden.

Maurice Ravels Klavierkonzert für die linke Hand

Beschränkung der Mittel und gleichzeitige Weitung des Ausdrucksspektrums: Dieser Antagonismus lädt auch Maurice Ravels Klavierkonzert für die linke Handmit Spannung auf. Paul Wittgenstein, dem Bruder des Philosophen Ludwig Wittgenstein, war als Folge einer Verwundung zu Beginn des Ersten Weltkriegs der rechte Arm amputiert worden. Dennoch setzte er seine Karriere als Pianist fort. Komponisten wie Britten, Hindemith oder Prokofjew schrieben konzertante Werke für ihn. Maurice Ravel hatte sich bislang kaum für das Genre des Solokonzerts interessiert, als er Wittgensteins Auftrag erhielt. »In einem Werk dieser Art kommt es darauf an, den Eindruck einer Textur zu erzeugen, die nicht dünner ist als die einer Partie für beide Hände«, erklärte der Komponist: »Ein besonderes Merkmal ist, dass nach dem ersten Teil in einem traditionellen Stil ein plötzlicher Wandel eintritt und die Jazzmusik einsetzt. Erst später wird klar, dass die Jazzmusik aus dem gleichen Thema entwickelt ist wie der Anfangsteil.« Wittgenstein erkannte die Bedeutung des Konzerts erst nach und nach: Als ausgesprochen robuster Pianist bekannt, fühlte er sich zu allerhand Eingriffen in den Solopart legitimiert, was zu einem handfesten Streit mit Ravel führte. »Interpreten dürfen keine Sklaven sein«, entrüstete sich Wittgenstein. Der Komponist war gegenteiliger Ansicht: »Interpreten sind Sklaven!«

Clocks and Clouds von György Ligeti

In Boulez’ Cummings ist der Dichter sind die Worte des Textautors in der Komposition soweit aufgegangen, dass sie gleichzeitig als »Zentrum« und als »Abwesenheit« erscheinen, wie Ivanka Stoianova bemerkt: Sie sind in Klang und Geste überführt, während ihre Bedeutung nur noch assoziativ fassbar ist. György Ligeti geht in Clocks and Clouds einen Schritt weiter. Zwölf Frauenstimmen singen »in einer imaginären Sprache, die allein musikalische Funktion hat«, heißt es in der Partiturlegende. Ligetis kompositorischer Ansatz zielt auf graduelle Übergänge ab, er sucht nach weichen und stufenlosen Verbindungen zwischen Farben, Registern und Bewegungsformen.

Die hypnotische Wirkung eines wie gasförmig sich entfaltenden Klangkontinuums hat Ligeti erstmals 1961 in Atmosphères für großes Orchester erprobt. In Clocks and Clouds konzentriert er sich auf Überblendungen zwischen zwei gegensätzlichen Zuständen. 1972 hatte Karl Popper eine Vorlesung veröffentlicht, in der er zwei physikalische Modelle einander gegenüberstellte: Auf der einen Seite die »Uhren«, die determinierbaren, mit Regeln der klassischen newtonschen Physik in ihrem Verhalten berechenbaren Apparate; auf der anderen Seite die »Wolken« – komplexe, vieldimensionale Systeme, mit ihren in der Quantenphysik beobachteten Unschärfen und im Detail nicht exakt vorherzusagenden Geschehnissen. Für Ligeti lag der Reiz des Gedankens vor allem darin, dass die »Uhren« im größeren Maßstab betrachtet längst nicht so zuverlässig ticken, während die »Wolken« bei entsprechend hohem mathematischem Aufwand sehr viel präziser quantifizierbar sind, als man lange annahm. Musikalisch sinnfällig werden solche Ambivalenzen durch den unmerklichen Wechsel zwischen periodisch repetierten Ereignissen und rhythmisch freien, gleitenden Bewegungen. Für den faszinierenden Sog der Musik sorgt die langsame Weitung des Tonumfangs: Keilförmig öffnet dieser sich vom engen Sekundraum des Beginns bis zum majestätischen »Breitwandsound« à la John Adams.

George Benjamins Palimpsests

George Benjamins Palimpsests – Boulez gewidmet und von diesem auch uraufgeführt – bilden da einen überaus instruktiven Kontrast. »Ich wollte ein kristallklares Stück schreiben, beschwörend, antiromantisch und doch passioniert«, bekannte der Komponist. »Die Textur wird von einer großen Gruppe von Holz- und Blechbläsern dominiert, das Ensemble der Streicher ist sehr reduziert. Jede einzelne Schicht soll hörbar werden, selbst wenn ich an die zehn Schichten übereinanderlege.«

Als Palimpsest wird ein Manuskript bezeichnet, das durch Abkratzen oder Abwaschen gereinigt und erneut beschrieben wurde. Als Metapher für den Schreibprozess schlechthin und die Überlagerungen kultureller Entwicklungsschichten spielt das Konzept des Palimpsests seit Ende des vergangenen Jahrhunderts in der Kulturtheorie eine Rolle. Benjamin schränkt den Ansatz zunächst auf seine rein strukturelle Funktion ein: Er dient ihm als Bild für eine Polyfonie sehr unterschiedlich gearteter musikalischer Ebenen. Offenkundig ist die Prägnanz der Klangsprache, die erstaunliche Reinheit jeder einzelnen Geste indes nicht ohne geschichtliche Voraussetzung. Obwohl Benjamin nirgendwo zitiert, obwohl er sich keinerlei Anspielungen erlaubt, ist jede Wendung der Partitur assoziativ aufgeladen.

Anselm Cybinski

Sir George Benjamin, Jahrgang 1960, studierte bereits mit 14 Jahren Komposition und Klavier bei Peter Gellhorn, zwei Jahre später setzte er seine Ausbildung bei Olivier Messiaen in Paris fort. Es folgte ein Studium am King’s College in Cambridge bei Alexander Goehr. Mit Ringed by the Flat Horizon war er 1980 der jüngste Komponist, dessen Musik je bei den BBC Proms uraufgeführt wurde. Zwei Jahre später spielte die London Sinfonietta unter der Leitung von Sir Simon Rattle die Uraufführung von At First Light.Das London Symphony Orchestra hob 2002 unter der Leitung von Pierre Boulez Palimpsests aus der Taufe (die Premiere von Palimpsest I war im Jahr 2000 mit denselben Interpreten erfolgt) und eröffnete damit eine Benjamin gewidmete Porträtreihe am Barbican Centre. 2012 bot das Southbank Centre eine Retrospektive seiner Arbeit, 2016 erneut das Barbican Centre. In dieser Saison ist George Benjamin Composer in Residence der Stiftung Berliner Philharmoniker. Sein erstes musikdramatisches Werk Into the Little Hill auf ein Libretto von Martin Crimp wurde 2006 beim Festival d’Automne in Paris uraufgeführt. Das zweite gemeinsame Opernprojekt Benjamins und Crimps, Written on Skin, kam im Juli 2012 beim Festival d’Aix-en-Provence auf die Bühne, hat zahlreiche internationale Preise gewonnen und wurde von über 20 internationalen Opernhäusern in den Spielplan aufgenommen. Im Rahmen seiner Berliner Residency wird Benjamin das Werk am 12. November 2018 in einem Konzert des Mahler Chamber Orchestra im Kammermusiksaal als Dirigent präsentieren. In dieser Funktion gastiert George Benjamin regelmäßig bei den renommiertesten Orchestern. Sein Repertoire umfasst Musik von Mozart bis Abrahamsen und schließt Urauführungen neuer Werke Wolfgang Rihms, Unsuk Chins, Gérard Griseys und György Ligetis ein. Er ist u. a. »Honorary Fellow« des King’s College Cambridge, der Guildhall School of Music and Drama und der Royal Academy of Music sowie »Fellow« des King’s College in London, das ihn 2001 zum Henry Purcell Professor of Composition berief. 2017 wurde er in den Adelsstand erhoben. Sein Debüt als Dirigent eines Konzerts der Stiftung Berliner Philharmoniker gab George Benjamin im Mai 2001 am Pult des Scharoun Ensembles. Die Berliner Philharmoniker leitete er zuletzt Anfang Mai 2006 in drei Konzerten, bei denen neben seinem Orchesterstück Ringed by the Flat Horizon auch Werke von Ravel, Messiaen und Rihm auf dem Programm standen.

Cédric Tiberghien, ein gebürtiger Franzose, studierte bei Frédéric Aguessy und Gérard Frémy am Pariser Konservatorium, wo er gerade einmal 17-jährig mit dem Premier Prix geehrt wurde. Weitere Preise gewann der Pianist bei Wettbewerben in Bremen, Dublin, Tel Aviv, Genf und Mailand; beim Concours Long-Thibaud-Crespin in Paris war er 1998 nicht nur Erster Preisträger, sondern erhielt noch fünf Sonderpreise. Seitdem ist Cédric Tiberghien ein begehrter Interpret auf allen fünf Kontinenten und in so renommierten Häusern wie der Carnegie Hall in New York, der Royal Albert Hall, der Queen Elizabeth Hall sowie im Barbican Centre in London, in der Salle Pleyel, dem Théâtre des Champs-Élysées und der Philharmonie in Paris, im Wiener Konzerthaus sowie in Salzburg, Sydney, Tokio und Seoul. Als Konzertsolist wird Cédric Tiberghien von internationalen Spitzenorchestern wie dem Cleveland Orchestra, dem Boston Symphony, der Tschechischen Philharmonie, dem Orchestre de Paris, dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, dem BBC Scottish Symphony und dem Tokyo Philharmonic Orchestra eingeladen. Zu den Dirigentinnen und Dirigenten, mit denen der Pianist regelmäßig arbeitet, zählen Karina Canellakis, Myung-Whun Chung, Stéphane Denève, Christoph Eschenbach, Edward Gardner, François-Xavier Roth und Simone Young. Seine Partner im Bereich der Kammermusik sind u. a. die Geigerin Alina Ibragimova, mit der der Pianist Anfang 2018 im Berliner Pierre Boulez Saal zu erleben war, sowie der Bratschist Antoine Tamestit und der Bariton Stéphane Degout. Erstmals in einem Konzert der Stiftung Berliner Philharmoniker gastierte Cédric Tiberghien Ende März 2012 als Klavierbegleiter der Sopranistin Sophie Karthäuser; nun gibt er sein Debüt auch als Solist des Orchesters.

Chorwerk Ruhr, 1999 von der Kultur Ruhr GmbH, dem Kommunalverband Ruhrgebiet, der Stadt Essen und dem NRW-Landesministerium für Arbeit, Soziales, Stadtentwicklung, Kultur und Sport gegründet, zählt heute zu den führenden Kammerchören Deutschlands, den seit November 2011 der mehrfach ausgezeichnete Dirigent Florian Helgath als künstlerischer Leiter betreut. Die außerordentliche Qualität des Ensembles belegen auch zahlreiche Uraufführungen von Werken bedeutender zeitgenössischer Komponisten, die es in enger Kooperation mit seinen Partnern realisiert. Seit seiner Gründung trat der Chor mit einem breiten Repertoire in Erscheinung, das immer wieder durch die Vergabe von Kompositionsaufträgen bereichert wurde. Er gastierte bei renommierten Orchestern wie dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und dem Concerto Köln sowie beim Ensemble Modern, bei l’arte del mondo und beim Ensemble Resonanz. Hierbei sang Chorwerk Ruhr beispielsweise unter der Leitung von Frieder Bernius, Sylvain Cambreling, Reinhard Goebel, Susanna Mälkki, Kent Nagano, Peter Neumann, Peter Rundel, Marcus Stenz, Bruno Weil und Hans Zender. Eine rege Aufnahmetätigkeit für den Westdeutschen Rundfunk und den Deutschlandfunk sowie die Teilnahme an nationalen und internationalen Musikfestivals spiegeln den Erfolg des Ensembles wider, das alljährlich in besonderer Form mit der Ruhrtriennale kooperiert und durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird. In den Konzerten der Berliner Philharmoniker ist Chorwerk Ruhr nun erstmals zu erleben.

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